Die Komplett-Zahnarztverweigerung

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JuLi
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von JuLi »

Ach so, ich hab mir im übrigen auch am meisten Gedanken um die Narkose gemacht. Bin selbst Krankenschwester und hab das schon einiges erlebt. Und zudem hat mein Sohn chronisch spontane Urtikaria, wovon wir den Auslöser nicht kennen.
Aber ich war beruhigt dass die Narkose von einem sehr erfahrenen Anästhesieteam gemacht wurde und wegen seiner Allergie bekam er gleich bei der Einleitung Kortison i.v.
LG Anne mit Bild 06/05 und Bild 02/08
Kindergeschrei ist Zukunftsmusik !
rose
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von rose »

heute hatten wie termin und es verlief eigentlich ganz gut... bei dem termin vor 4 wochen hat meine tochter ja kooperiert, sich eine minikaries ohne irgendeine betäubung machen lassen... heute hat sie sich allerdings anfangs geweigert, den mund aufzumachen und war ängslich .... keine gutes zureden half, sie wollte einfach nicht.....ich dachte dass es nun vorbei ist.... dann wurde ihr die maske vom lachgas einfach drangehalten (wir mussten sie allerdings festhalten) und zwei minuten später war sie ruhig und bereit für die behandlung... sie machte super mit, zwischendrin lachte sie auch mal..... die behandlung dauerte ungefähr 15-20min... es wurden zwei karies behandelt, das nächstemal sind die restlichen 3 zähne dran ...

ich kann so eine lachgasbehandlung wirklich nur empfehlen... anfangs hatte ich schon etwas angst, weil ich vorher im internet einge schlimme sachen gelesen habe (wie zb 8 tote durch lachgas in italien etc..)... aber solche technischen fehler können eigentlich gar nicht mehr passieren, da man die schläuche gar nicht mehr vertauschen kann .. ausserdem hält man immer verbalen kontakt zum kind... wenn ich jetzt gemerkt hätte, dass sie kaum mehr reagiert oder sich bewegt, dann kann man die maske ja sofort wegmachen.. bisher gab es sehr wenige "unfälle" mit lachgas... im krankenhaus können auch immer irgendwelche unfälle oder arztfehler passieren.... letztens ist hier auch ein junge nach einere blinddarmop gestorben und ein anderer an einer mandel-op....

im vergleich zu einer vollnarkose finde ich lachgas wirklich recht harmlos und unkompliziert....
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Seerose
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von Seerose »

Meine Tochter hatte damals eine Analgosedierung (Tiefschlaf) bekommen statt Vollnarkose und ich war auch sehr zufrieden.
Daß man unterschreiben muß, daß man quasi mit allem zufrieden ist was der ZA macht und was evlt. auch während der Behandlung entschieden wird, ist normal. Meine Tochter hatte 21 Milchzähne und den Zahn den sie eigentlich herausnehmen wollten haben sie aus diversen medizinischen Gründen (die aber erst beim Aufschneiden erkannt wurden) nicht herausgenommen, sondern den daneben. Da kann ich nicht als Mutter der Patientin sagen, alles abbrechen, ich möchte erstmal darüber informiert werden und mich dann beraten.
Soll heißen, beste Voraussetzung ist ein gutes Vertrauensverhältnis zum ZA.
rose hat geschrieben: im krankenhaus können auch immer irgendwelche unfälle oder arztfehler passieren....
Eben, im Krankenhausreport von letztem Jahr waren 19.000 Tote/Jahr durch Behandlungsfehler angegeben.
Ganz schön schlimm. :(
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Liebe Grüße,
Seerose
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Kosmonautin
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von Kosmonautin »

Jetzt endlich komme ich dazu, zu berichten:

Wir konten lange gar nicht zum Zahnarzt gehen. Erst waren die Kinder in Urlaub, dann nacheinander jeweils eine Woche krank, dann hatte mein Mann (der ja auf den Zwerg aufpassen muss während des Zahnarzttermins) so viele Termine. Heute dann waren wir beim Zahnarzt.

Mein Sohn stieg ohne Angst ins Auto und freute sich, schn am Mittag einen reparierten Zahn zu haben. So kanns also auch laufen. :) Leider war seine Einschätzung dann doch ein wenig optimistisch. Behandelt wurde heute gar nicht, lediglich eine Bestandsaufnahme gemacht, mit uns gesprochen und überlegt, woher diese massive Anfälligkeit für Karies kommen kann. Der Zahnarzt (übrigens eine Empfehlung hier übers Forum und wirklich ganz, ganz toll!!!) war wahnsinnig freundlich, einfühlsam und hatte gleich einen Draht zu meinem Sohn. Wir werden wiederkommen!

Der Zahnarzt hat uns ganz klar eine Empfehlung ausgesprochen, bei der Unizahnklinik vorstellig zu werden und uns auch ein Schreiben verfasst. Es sind einfach zu viele Zähne zu behandeln. Natürlich könnte man, wie bisher ja auch, nach und nach immer einen Zahn nach dem anderen richten. Vorteil einer Komplettbehandlung ist aber, dass man die Keimzahl im Mund rapide senken kann und in der Klink zielgerichtet Maßnahmen zur Erhaltung der anderen Zähne erfolgen können.

So werden wirs machen. Ich werde berichten und freue mich vorerst, einen freundlichen und kompetenten Zahnarzt vor Ort gefunden zu haben, der nicht nur Geld an uns verdienen will, sondern einen Patienten auch an Kollegen überweisen kann. Ich finde, das spricht für ihn.
...mit den drei Nachwuchs-Astronauten (06/09/13) + Mini-Astronaut in den Startlöchern (ET. 11/15)

Und ein Blog: Die Kosmonautin, der Bartträger, bald vier Kinder und eine Flüchtlingsunterkunft im Nebenhaus. Wir berichten. *willkommenheissen*
ARCReaction
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Re: Die Komplett-Zahnarztverweigerung

Beitrag von ARCReaction »

Also für mich klingt das stark nach Zahnarztangst und ist nicht ungewöhnlich. Als jemand der leider selbst im Erwachsenenalter damit zu kämpfen hat würde ich behaupten das einzige was das Problem mildern kann ist der "richtige" Zahnarzt. Das ist jetzt natürlich leichter gesagt als getan, das weiß ich. Es gibt aber Optionen so jemanden zu finden. Die zwei besten sind vermutlich eine Liste mit Angstzahnärzten konsultieren (die spezialisieren sich auf sowas) und jemanden in der Nähe finden. Am besten sogar mit Fokus auf Kindern, dann seid ihr auf der sicheren Seite. Alternativ könnt ihr euch natürlich auch von wem anders mit ähnlichen Problemen beraten lassen, wenn ihr sojemanden im Bekanntenkreis habt. In diesem Sinne kann ich persönlich diese Klinik .... empfehlen.

Viele Grüße
Zuletzt geändert von gartenbritta am 30.05.2020, 06:22, insgesamt 1-mal geändert.
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