Seite 4 von 11

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 19:47
von Winterwunschkind
Zwischenbericht:

So ich muss sagen, ja doch den Groove mit dem Stillen habe ich immer besser raus. Eben stand ich mitten auf dem Bürgersteig, die Lütte im Tuch. Sie hatte Hunger, da habe ich sie angelegt. Schön unterm Wollmantel. Klappt Prima. Ich werde sicherer im Tuch, dass macht es mir einfacher mit dem Stillen. Und ich muss sagen, es einfach in den Alltag zu integrieren und nicht zu zählen macht es auch einfacher und einfach schöner. Ich hab doch mittlerweile die Vorzüge des Stillens nach Bedarf erkannt.

Ich hab nur noch ein Problem. Das Schreien hat wieder zugenommen in den letzten 2 Tagen. Und zwar so, dass ich mindestens 5-6 mal am Tag schreien an der Brust habe.
Eben war ich beim Rückbildungskurs (das erste Mal) und habe sie angelegt, weil sie unruhig wurde (Wiegehaltung). Und da war es wieder heute schon das 5. mal. Und diesmal so extrem, dass sie sich nicht beruhigen lies. Weder mit Finger, noch mit Fliegergriff, noch nackig strampelnd. Immer wieder wollte sie an die Brust, dockte an, dockte ab, schrie. Überstreckte sich, ballte die Fäustchen, schrie. So wie noch vor der Stillen nach Bedarf-Phase, und dem Absetzen des Schnullers. Die Frequenz des Schreiens beim Stillen ist fast wieder so hoch wie bei der Stillen-nach-Uhr-Zeit. Klar ist es immer noch weniger, da ich nun mehr stille. Aber es hört nicht auf sondern wird wieder mehr.

Was ist da los?

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 19:59
von Teazer
Babys brauchen die Brust zur Beruhigung. Wenn sie Schmerzen haben oder sich unwohl fühlen, suchen sie daher die Brust. Manchmal sind sie aber so unruhig, dass das Stillen nicht klappt.

Bei 5x täglich ist das aber wohl nicht nur Überreizung. Hast Du den Eindruck, dass sie etwas Spezielles quält?

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 20:12
von Winterwunschkind
Grade Überreizung würde ich eher ausschließen. Also nicht immer, ich glaube der Kurs ich echt schon Hammer viel auf einmal. Aber sonst im Alltag achte ich sehr darauf nicht zu viel zu zu muten. Vor allen Dingen, da sie schon ein sehr neugieriges und aufmerksames Kind ist.

Manchmal habe ich tatsächlich das Gefühl es st der Bauch. Heute morgen hat sie wieder viel geschrien und ein entspanntes Stillen war nicht möglich. In den Pausen hat sie 3 Windeln randvoll gemacht und dabei quält sie sich oft sehr. Drückt sich mit den Beinen ab und windet sich von recht nach links.
Manchmal denke ich sie mag de Wiegehaltung nicht, grade liegt sie angedockt und clusterfeedend an mir und ist ganz ruhig. Aber ich liege auch auf der rechten Seite und sie auf ihrer linken.
Das Tuch hilft ihr dann auch nicht mehr, ein Einbinden ist dann fast unmöglich.

Ich stille noch immer strikt nach ihrem Bedarf. Hast du noch Ideen, oder irgendwer sonst? Mach ich was falsch? Morgen bin ich beim FA an der linken BW habe ich so gelbliche Gnubbel mit Blutkruste. Die hatte ich immer mal wieder aber jetzt gehen sie nicht weg (nur als neben Info). Aber ich glaube damit hängt das nicht zusammen.

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 20:55
von Teazer
Magst Du mir ein Foto als PN schicken?

Der Babydarm ist noch unreif und manche Babys quält das leider sehr. Stillen nach Bedarf ist dann besonders wichtig, weil kleinere Portionen den Darm weniger belasten.

Hast Du es mal mit einer Bauchmassage probiert? Dafür mit sanftem Druck im Uhrzeigersinn einen gedachten Kreis um den Bauchnabel massieren. Es gibt auch spezielles Bauchwehöl oder Cremes dafür.

Hältst Du sie ab? Das geht mit und ohne Windel.

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 21:34
von Winterwunschkind
Foto haben wir gerade probiert, aber da erkennt man das nicht drauf. Ich werd's morgen noch einmal versuchen und berichte auf jeden Fall was der FA dazu meint.

Bauchmassage mit Mandelöl und Fön hat uns einige Nächte lang geholfen das war eine Zeit unser Super-Trick, aber auch das klappt nicht mehr wirklich. Entspannungsbad ist auch nicht immer der Hit.

Abhalten habe ich grade wieder versucht, es kamen ein paar Pupse, das war schonmal gut. Aber sie schreit auch während des Abhaltens und windet sich und auch da tritt sie mit den Füßen und ballt die Fäustchen. Angenehm ist ihr das nicht. Bis auf ein paar Tropfen MuMi-Schiss und Pupse ist da noch nichts gekommen. Ich versuche sie nach Zeiten abzuhalten in denen sie gerne käckelt. Oder wenn ich denke sie drückt. Im Moment lasse ich sie so viel nackig strampeln wie nur irgendwie möglich, damit sie sich viel bewegt und keine Windel auf den Bauch drückt. Sonst versuche ich die Bindewindeln so locker wie möglich anzubringen. Ich weiß auch nicht mehr.

Jetzt hat sie grade wieder so geschrien, dass nichts mehr ging und jetzt liegt sie nackig strampelnd vor mir und ist immer noch nicht gut zufrieden aber schreien tut sie nicht mehr.

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 21:39
von Teazer
Das ist sicher sehr anstrengend. ((())) Raten kann ich Dir nicht wirklich. Ich denke nicht, dass es mit dem Stillen zu tun hat.

Ja, erzähle gerne was Dein Gyn zu Deiner Brustwarze sagt. Bei Krusten muss man die Brustwarze mit Lanolin feucht halten. Sonst reißt das immer wieder auf. Das kann ganz schön schmerzhaft werden.

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 21:58
von Winterwunschkind
Aber warum zeigt sie dieses Verhalten dann immer beim Stillen? Sie wird gestillt und dann mittendrin schreit sie und kriegt sich nicht mehr ein. Und bitte sag nicht dass es ein Tick ist, das hat unsere Hebamme schon gesagt. dann verkriech ich mich, still ab und komm nie wieder raus. :cry:

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 22:11
von Aotearoa
Wir hatten das um diese zeit - also so mit drei /vier Monaten auch, dass unsere Tochter beim
Stillen gemotzt/geschrieen/sich überstreckt hat. Vor allem abends oder wenn wir nicht zu Hause
waren oder ich mit jmd. geredet habe beim stillen. Ich hab dann versucht, immer ganz ruhig zu bleiben,
sie hochgenommen, Seite gewechselt. Meist wurde es dann besser, wenn nicht, habe ich dann
erst mal nicht mehr weitergestillt, das war dann auch ok. Und das war dann wirklich nur eine
Phase, die irgendwann wieder aufgehört hat.
Hatte auch gelesen, dass es für dieses Alter typisch ist, deshalb hab ich mir einfach nicht soviel
daraus gemacht.
Ich kann natürlich nicht sagen, ob es bei euch nicht doch Bauchweh o.ä.ist, was sie quält.
Drücke die Daumen, dass es bald aufhört.

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 25.02.2015, 22:27
von Teazer
Das Stillen löste den gastrokolischen Reflex aus. Das tut manchen Babys leider weh. Aber ihr Darm wird immer fitter und die Beschwerden verschwinden.

Re: Stillen vs. Verdauung, Zähne, Unmut?

Verfasst: 26.02.2015, 09:11
von mana
Bei uns war /ist es sehr ähnlich wie du das Verhalten beim Stillen beschreibst.
Ich höre dann mit stillen auf, gebe den Buben ins tt und hüpfe auf einem großen Ball auf und ab.
Meist schläft er innerhalb 5-10 Minuten ein, dann wurschtle ich ihn aus dem Tuch und setze mich mit ihm in den Schaukelstuhl.
Oft möchte er dann im Halbschlaf trinken. Was dann deutlich besser klappt.
Bzw gehen wir 2x am tag mit dem Hund.
tagsüber schläft er nur mit Tuch ein.

Also wir haben/hatten diese Phase auch und es wird besser.

Wir hatten auch sehr häufige Stillmahlzeiten, auch das hat sich eingespielt.
Es anzunehmen und es sich so gemütlich wie möglich zu machen, hat mir geholfen.