Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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britje
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von britje »

Na toll, jetzt hat mich auch noch eine Erkältung fest im Griff.
Bei Clemens ist die Nase auch etwas zu, so dass ich ihn aufrecht stillen
muss, damit er Luft bekommt beim Trinken.
Ich lege ihn häufig an, damit er sich durchspült, aber er trinkt immer nur sehr wenige
Züge. Bei mir hilft auch nichts und heute sind auch noch Schüttelfrost, Hals -, Kopf - und Ohrenschmerzen
dazugekommen. Inhalieren mit Salzwasser, Inhalieren mit bronchoforton,
Meerwassernasenspray und Halswickel haben nichts gebracht.
Gibt es ein in der Stillzeit verträgliches Erkältungsmittel?
Liebe Grüße von Christiane
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MaareMum
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von MaareMum »

Du darfst in der Stillzeit alles nehmen, was du auch sonst nehmen würdest. Abschwellende Nasentropfen (gibts auch fürs Baby), Ibuprofen, Paracetamol, Sinupret, Hustensaft ist alles erlaubt. Auf der Website von Embryotox stehen alle Medikamente bezüglich Einnahme in Schwangerschaft und Stillzeit, da kannst du im Zweifel nachschlagen.

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stillend und einhändig vom Handy aus
Gruß, MaareMum
mit dem Großkind (2011) an der Hand und dem Kleinkind (2014) im Tuch
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britje
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von britje »

War heute in der Apotheke und habe mir Paracetamol geholt.
Und war bei meinen Eltern in der Badewanne(habe leider keine) mit einem Erkältungsbadezusatz
Mein Vater hat solange Clemens bespaßt.
Jetzt bin ich fix und fertig und Clemens liegt quitschvergnügt
neben mir im Bett und brabbelt vor sich hin.
Wieder einschlafen? Nö!
Liebe Grüße von Christiane
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Teazer
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Teazer »

Gute Besserung!
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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britje
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von britje »

Erkältung ist gebannt! :D

Aber mit Clemens ist es momentan sehr schwierig, die völlig milchfreie Ernährung ist für mich echt eine
Tortur mitlerweile, da ich starke Verstopfungen bekommen habe und ich zu Analfissuren neige :cry:
Ich habe dann in meiner Not zu einem leichten Abführmittel gegriffen (hatte ich nach der Geburt im KH
bekommen, aber nicht genommen), was mir so starken schmerzhaften Durchfall und horror Bauchkrämpfe beschert hat
und ich habe schon nur die Hälfte der eigentlichen Dosis genommen.
Dann habe ich doch mal einen Sojajoghurt probiert, mit dem Ergebnis,
dass sowohl ich Bauchweh und Blähungen hatte, wie auch Clemens.
Ich trinke bis zu 4 Lieter am Tag (Wasser/Stilltee/Fencheltee/Apfelsaftschorle (sehr verdünnt)), nehme 2TL geschrotete
Leinsamen, Trinke Flohsamen in lauwarmen Wasser (schmeckt widerlich) morgens auf nüchternen Magen und esse viel Gemüse
um den Stuhl weich zu halten. Ich weiß echt nicht mehr weiter! Was kann ich denn noch tun :cry:

Mitlerweile scheint die milchfreie Ernährung bei mir auch nicht mehr das Heilmittel der Wahl zu sein,
wenn nicht die Antikörper im Blut nicht nachgewiesen wären, würde ich stark an der Diagnose zweifeln.
Am Anfang hat es so gut gewirkt, Clemens war wie ein anderes Kind, aber jetzt?
Er ist jetzt genau 14 Wochen alt und hat wieder diese ständigen Blähungen, Weinkrämpfe (steigert sich total ins Schreien hinein) und
krümmt sich weg. Er lässt wieder dauernd meine Brust los oder geht ins andere Extrem über und nuckelt manchmal über 1Stunde und weint sofort
ab abdocken. Meine Brustwarzen sind zum Teil so berührungsempfindlich, dass ich gar nichts anziehen mag,
nicht mal ein weites T-shirt!
Die Anlegetechnik ist laut Hebamme und der Kinderkrankenschwester (Stillbeauftragte) im Stillcafé, richtig.
Clemens bekommt keinen Schnuller, aber manchmal bin ich versucht ihm den in den Mund zu stopfen
(was nichts bringen würde, da er zack wieder ausgespuckt werden würde). Aber er steckt dauernd seine Fäuste in den Mund.
Mir ist noch aufgefallen, dass er unwarscheinlich starken Speichelfluss hat. Kommt da vielleicht schon ein Zahn? So früh?

Der Kinderarzt und auch die Hebamme sagt, ich solle abstillen und die Spezialnahrung geben (wogegen sich alles in mir sträubt).
Muss ich aufgeben? Ich will das nicht! Ich habe mich so auf's Stillen gefreut und jetzt soll das Falsch sein!?
Liebe Grüße von Christiane
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britje
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von britje »

Doppeltes "nicht"...
Die Antikörper sind nachgewiesen worden und zwar leider von dem Eiweiß, was auch in Schaf- und Ziegenmilch zu finden ist.
Liebe Grüße von Christiane
honigkuchenpferd
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von honigkuchenpferd »

Hallo Britje,

das tut mir leid, dass ihr beide so gequaelt seid....

Aber unabhaengig davon, was deinem Kleinen nun solche Blaehungen beschert, kannst Du mal versuchen ihn ohne Windel ueber ein Waschbecken oder einen Topf zu halten, damit er sie leichter loswerden kann. Ohne direkt windelfrei zu werden, hat das meinem Mittleren super geholfen, auch seine Schreiaacken wurden deutlich weniger. Mehr Infos dazu kannst Du im Windelfrei- Forum finden....
Honigkuchenpferd mit Bienchen (07/05), Weihnachsternchen (*12/07), kleinem Männchen (04/10) und Mini-Mann (07/13)
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Teazer
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Teazer »

Hallo Britje,

den Zusammenhang von milchfreier Ernährung und Verstopfung kann ich nicht ganz nachvollziehen. Um die abführende Wirkung von Laktose zu erhalten müsste man große Mengen Milchprodukte konsumieren.

Deine Trinkmenge finde ich zu hoch. Zu viel Flüssigkeit kann den Hormonlevel negativ beeinflussen.

Nicht wenige, die auf Milch reagieren haben auch Probleme mit Soja. Die Antikörper wurden bei Clemens gefunden?

Wenn die Milchprodukte der Auslöser sind, dann müssten seine Symptome zurück gehen. Wenn nicht, dann ist es vielleicht ein anderes Eiweiß, das ihm Probleme beschert. Oder es hat rein gar nichts mit Deiner Ernährung zu tun.

Denkst Du er schreit an der Brust wegen der Bauchschmerzen? Nuckeln ist für einen Säugling normal, weh tun sollte das jedoch nicht. Ich vermute allerdings, dass das eher vom Kopf Schmeißen kommt. Kannst Du die Stillsituation bitte nochmal deutlicher beschreiben.

In der LINKSAMMLUNG STILLWISSEN findest Du Tipps gegen wunde Brustwarzen.
Viele Grüße von Teazer (Stillmodteam)

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Larana
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Larana »

Hallo britje,

an deiner stelle würde ich nicht auf den arzt und die Hebamme hören.
bei uns war es damals genauso.
meine Kleine hat er schlimmen Ausschlag wegen der Allergie.
der war dann weg aber die Kleine hat sich wahnsinnig gekrümmt vor bauchschmerzen.
ich bin dann zum Arzt der mir auch sagte ich solle abstellen beziehungsweise erstmal abpumpen und der kleinen nur noch Spezialnahrung geben.
ich dachte mir damals ich habe doch nicht so um das stillen gekämpft, um jetzt auf Verdacht abzustillen.
Zumal ja der Ausschlag weg war.

Ich bin dann damals zum osteopathen.
Der hat keine Blockade gefunden, aber ein bisschen am Bauch und Nacken rummassiert.
Ob das was geholfen hat oder es einfach am alter lag... Nach einer Woche hatte sie kein bauchweh mehr.

Ich hatte übrigens auch Probleme mit der verdauung. und wann habe ich dann gehört das zu viel Fencheltee beziehungsweise Stilltee dazu führen kann. Fencheltee in überdosierung kann genau das Gegenteil davon bewirken was er eigentlich sollte.
Ich habe ihn weggelassen, nur noch 2 Tassen stilltee täglich und feigen in Kombination mit 2 gläsern Wasser zu mir genommen und die verstopfung war weg.

Liebe grüße
Larana
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Re: Milcheiweißallergie und Weiterstillen

Beitrag von Larana »

Ach ja, in dem alter hatte meine Tochter auch den Einschuss von den Zähnen und wenn deiner deswegen so viel schreit, könnte es natürlich auch sein, dass er dadurch Blähungen bekommt (schreien = Luft schlucken).
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