Ganz genauso lief es auch bei uns - Tochter konnte allerdings schon im KiGa lesen, die Jungs haben sich Zeit gelassen. Alles ist möglich mit dieser Methode. Tochter konnte gleich starten und musste sich nicht mit einzelnen Buchstaben quälen und die Jungs konnten sich Zeit lassen. Da Junior noch immer Probleme hat (er kann alles lesen aber nicht alles schreibenTalgaro hat geschrieben:Was soll eigentlich der Hinweis auf Berlin im Ausgangspost?
Meine beiden Jungs (3. + 7. Klasse) haben so das Lesen und Schreiben gelernt. Beide lesen gern und gut, die Handschrift ist schön und sie haben keine größeren Probleme mit der Rechtschreibung. Ich hatte da mehr Schwierigkeiten (habe ganz klassisch in der DDR gelernt). Ich kann also keinen Zusammenhang erkennen, außer das sie von Anfang an im eigenen Tempo lernen konnten und nicht warten mussten, bis irgendwelche Buchstaben bei allen eingeführt wurden.
Bei ihnen wurde es so gehandhabt: Anlauttabelle, Buchstaben- und daran anschließend ein Schreibschriftlehrgang (beide im eigenen Tempo). Wenn das Prinzip sitzt, erste Hinweise und dann beginnend mit Lernwörtern, die richtig geschrieben werden sollen, Einführung von Dikataten usw. Dazu parallel "Lies mal"-Hefte, viel Vorlesen. Außerdem Vorträge, Zeitungsartikel und Poster usw. herstellen, also das Gelernte nützlich anwenden. Noten gibt es ab der 4. Klasse. Bis dahin haben sie also Zeit ohne Notendruck sich das nötige Rüstzeug anzueignen.
Sie schreiben schon aktiv von Beginn an in Form von wöchentlichen Tagebucheinträgen und eben auch Plakaten usw. Die Lies-Mal-Hefte haben wir auch - die werden je nach Stand ausgegeben.
Ich kann mich noch an meine eigene Quälerei damals durch Buchstaben erinnen und unsinnige Sätze in der Lesefibel - das hat mir keine Freude gemacht. Alle mussten immer das gleiche tun, immer und immer wieder. Ich konnte schon vor der Schule lesen und fand es grässlich. Und Kinder, die eben noch nicht lesen können, haben sich dabei ebenso gelangweilt.