Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

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diefue
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von diefue »

Hallo deidamaus,

wie versprochen, melde ich mich nach dem Zahnarztbesuch mit dem aktuellen Stand.

Laut Zahnarzt ist das Zungenbämdchen völlig in Ordnung, mein Prinz kann die Zunge heben, rausstrecken, zu einem U machen. Es ist vielleicht nicht das Längste, aber seiner Meinung nach dürfte es keine Probleme machen, zumal wir schon fast ein halbes Jahr erfolgreich stillen.

Noch zu dem offenen Punkten:
- asymmetrische Anlegetechnik wird besser, gelingt mir immer öfter
- wenn ich ganz flach auf dem Rücken Liege, nimmt er die Brust zwar gut, aber protestiert nach kürzester Zeit, weil er den Kopf halten muss bzw. In der Briust versinkt und keine Luft mehr kriegt
- insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich beim Anlegen wieder etwas sorgfältiger bin :oops: und so ist alles wieder gut verheilt --> ich achte vermehrt auf das gut gestreckt sein und das tut uns gut
- das Kinn schieb ich automatisch immer mit runter, das klappt auch
- ich habe weiter mit Hütchen gestillt

Was gibt es noch zu berichten?

Achja, zu der Rückengeschichte. Keine Vorbelastung, gar nichts. Ich hab mit meinem kleinen Mann geschmust, lag mit Kissen gestützt auf dem Rücken. Merke, das tut mir irgendwie nicht gut. Drehe mich auf die Seite zum Stillen und mir bleibt die Luft weg. Ich habe kaum noch atmen können und habe dann den Notarzt rufen müssen. Im Krankenhaus wurde dann die Stelle gespritzt und mein Osteopath hat dann die verkeilte Rippe wieder zurechtgerückt. Seither bin ich etwas ängstlich. :oops:

Heute Mittag hat er übrigens zweimal ohne Hütchen hörbar geschluckt. Ansonsten das gleiche Spiel - Hütchen wegziehen - Lächeln - andocken - saugen - loslassen - Brust anschauen - andocken - saugen - loslassen usw.

Und eine weitere Frage habe ich noch. Wenn er die Brust pur nimmt, und richtig viel im Mund hat (nicht nur an der Warze zügelt) dann würgt er. Ist das normal? Mache ich was falsch?

Soweit von mir erstmal das Neueste. Ich melde mich dann nach dem DonnerstagosteopathieTermin mit den Neuigkeiten.

Für heute eine gute Nacht, liebe Grüße vom Bodensee
diefue
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deidamaus
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von deidamaus »

Hallo diefue,

sorry für die späte Antwort.
diefue hat geschrieben: Laut Zahnarzt ist das Zungenbämdchen völlig in Ordnung, mein Prinz kann die Zunge heben, rausstrecken, zu einem U machen. Es ist vielleicht nicht das Längste, aber seiner Meinung nach dürfte es keine Probleme machen, zumal wir schon fast ein halbes Jahr erfolgreich stillen.
Okay, dann ist es das schon mal nicht. Eine Sache ausgeschlossen.
Noch zu dem offenen Punkten:
- asymmetrische Anlegetechnik wird besser, gelingt mir immer öfter
Sehr schön!
- wenn ich ganz flach auf dem Rücken Liege, nimmt er die Brust zwar gut, aber protestiert nach kürzester Zeit, weil er den Kopf halten muss bzw. In der Briust versinkt und keine Luft mehr kriegt
Dann kannst du seinen Kopf vorsichtig mit deiner Hand oder deinem Arm an seiner Stirn abstützen.
- insgesamt habe ich das Gefühl, dass ich beim Anlegen wieder etwas sorgfältiger bin :oops: und so ist alles wieder gut verheilt --> ich achte vermehrt auf das gut gestreckt sein und das tut uns gut
- das Kinn schieb ich automatisch immer mit runter, das klappt auch
Das hört sich doch sehr gut an.
- ich habe weiter mit Hütchen gestillt
Das ist okay. Wenn dein Baby es so akzeptiert.
Achja, zu der Rückengeschichte. Keine Vorbelastung, gar nichts. Ich hab mit meinem kleinen Mann geschmust, lag mit Kissen gestützt auf dem Rücken. Merke, das tut mir irgendwie nicht gut. Drehe mich auf die Seite zum Stillen und mir bleibt die Luft weg. Ich habe kaum noch atmen können und habe dann den Notarzt rufen müssen. Im Krankenhaus wurde dann die Stelle gespritzt und mein Osteopath hat dann die verkeilte Rippe wieder zurechtgerückt. Seither bin ich etwas ängstlich. :oops:
Erinnert mich an mich selber. Ich wache manchmal morgens auf und habe eine Blockade an der HWS. Total blöd, da ich ja nachts nichts tue, außer im Liegen zu Stillen und zu Schlafen. Osteopathie hilft bei mir Wunder. Dann hoffe ich, dass es eine einmalige Sache war und nicht wieder vorkommt.
Heute Mittag hat er übrigens zweimal ohne Hütchen hörbar geschluckt. Ansonsten das gleiche Spiel - Hütchen wegziehen - Lächeln - andocken - saugen - loslassen - Brust anschauen - andocken - saugen - loslassen usw.
Das klingt für mich gerade so, als ob er sich daraus einen Spass machen würde. Schreit er denn dann? Oder ist er unzufrieden, sichtbar hungrig?
Und eine weitere Frage habe ich noch. Wenn er die Brust pur nimmt, und richtig viel im Mund hat (nicht nur an der Warze zügelt) dann würgt er. Ist das normal? Mache ich was falsch?
Normal ist das nicht. Es kann einfach daran liegen, dass er das richtige Saugen an der Brust nicht kann und vielleicht (ich rate mal) zu viel Brustgewebe im Mund hat? Du machst bestimmt gerade alles so gut du kannst richtig. Du achtest auf korrektes Anlegen und schaust, dass sein Mund weit genug auf ist. Eventuell liegt das Problem einfach in der Anatomie deines Kindes (Microgenie) begründet.
Soweit von mir erstmal das Neueste. Ich melde mich dann nach dem DonnerstagosteopathieTermin mit den Neuigkeiten.
Mach das! Es interessiert mich, was die Osteopathin sagt.

Liebe Grüße
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von diefue »

Hallo deidamaus,

hier die Neuigkeiten von der Osteopathin - der gesamte Kopf und Schulter/Nackenbereich stand extrem unter Spannung meinte sie. Sie hat jetzt heute ganz gut mit ihm gearbeitet. So nach der Hälfte der Zeit war er so aufgeregt, dass ich gestillt habe. Da hatte ich das Gefühl, dass er kräftiger zieht als bisher. Sie hat während dem Stillen weiterbehandelt. Dabei hat er sich auch sichtlich entspannt.

Nächste Woche schaut sie sich den Kiefer dann nochmal genauer an.

Das Hütchen-Spielen ist anfangs manchmal schon Spaß für ihn, das stimmt. Nur irgendwann kippt das dann. Dann hat er Hunger und versucht anzudocken und weint, weil es nicht klappt - und das Hütchen nimmt er dann auch nicht. Meist beruhigt er sich dann nur, wenn ich mit ihm laufe und anschließend nochmal stille, dann mit Hütchen.

Ich bin jetzt irgendwie ratlos, wie ich weitermachen soll.

Einfach mit Hütchen, weil es ja 10 von 12 mal am Tag problemlos klappt und die zweimal Theater aushalten? Also quasi keine Energie mehr in das Thema stecken.

Oder nochmal einen Versuch ohne starten? Da fehlt mir aber irgendwie der Plan, wie ich ihm das Saugen klarmache.

Was würdest Du/ würdet Ihr an meiner Stelle tun?

Liebe Grüße
diefue
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von deidamaus »

Hallo diefue,

was würde ich an deiner Stelle tun? Auf jeden Fall immer mal wieder ohne Hütchen probieren. Aber nicht mit Stress oder Druck, sondern vielleicht mal im Halbschlaf oder beim "Nackig-Kuscheln". Eventuell bringt die Osteopathiebehandlung ja den Durchbruch. Das wäre ja super. Ich habe jetzt leider auch keine Tipps mehr, die ich dir nicht schon gesagt hätte. Wenn du noch eine andere Stillberaterin in der Nähe findest (Wie finde ich eine Stillberaterin?, könntest du sie vielleicht nochmal draufschauen lassen. Ich denke aber, dass die Osteopathiebehandlung sicherlich nochmal was bringt.

Was würdest du denn tun wollen?

Liebe Grüße
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von diefue »

Liebe deidamaus,

jetzt sind einige Monate vergangen und wir stillen immernoch. Viel. Gerne. Mit Hütchen. Zur Verwunderung aller :roll: ...

Durchs Mitlesen hier habe ich einen kleineren Milchstau überwunden, die Beissereien bei den ersten sechs Zähnen durchgestanden, doch heute komme ich mit der Linksammlung nicht mehr weiter. Ich brauche glaube ich nochmal Hilfe, bitte. :oops:

Und zwar habe ich seit heute Nacht Schmerzen vor allem in der rechten Brust. Das fühlt sich an wie ein Messerstich und dann dreht man im Körper am Griff. Ich bin dann gleich zum Arzt, er hat getastet ("Sind Sie sicher dass Sie noch Milch haben?") und Ultraschall gemacht und nichts auffälliges gesehen. Der Prinz ist doch fast ein Jahr, ich könne doch abstillen :shock: .

Das kommt für mich überhaupt nicht in Frage. Der kleine Mann ist noch nicht so weit - und ich bin es auch nicht!

Und jetzt liege ich hier wieder unter Tränen, beiße auf ein Handtuch und bin ratlos.

Ich habe mir die Infos zu Soor und Vasospasmus durchgelesen und finde mich irgendwie in beiden nicht richtig wieder.

Beim Stillen ist es schmerzhaft aber eben auch permanent danach. Und es fühlt sich anders an als die erste Zeit als alles wund war oder wenn das Hütchen doof lag. Es ist so innerlich, fast bis in den Rücken. Wenn ich die Brust fest in die Hand nehme und an den Körper drücke wird es etwas erträglicher. Brustwarzen sehen aus wie immer.

Hast Du bzw habt Ihr eine Idee was das sein könnte?

Liebe Grüße
diefue
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von deidamaus »

Das hört sich ziemlich eindeutig nach Brustsoor an. Schau mal unter Punkt 2. in dem Link Soor. Eventuell könnte es auch ein Vasospasmus sein. Schau dir mal in dem Link ganz unten das Foto an. Sieht deine BW nach dem Stillen so aus, d.h. ist sie weiß oder lila-blau an der Spitze verfärbt?

Und abstillen mußt du wegen beidem nicht. Ein Fußpilz geht auch nicht weg, wenn man nicht mehr läuft.

Hilft dir das weiter?

Liebe Grüße
Deidamaus
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von diefue »

Liebe Deidamaus,

das mit der Abgrenzung zum Vasospasmus ist in der Tat fürmich schwierig. Ganz spontan aus dem Bauch raus ist es aber eher Soor. Die Brustwarze ist immer mal wieder blutleer, aber gerade im Moment bei den furchtbaren Schmerzen nicht.

Ich habe mir gestern Abend auf Verdacht das infectoSoor Mundgel geholt und schmiere jetzt gerade durch Dich bestärkt (Danke!) die erste Dosis. Morgen mache ich mich dann auf die Suche nach einem Arzt der mir dieses Fluconazol verschreiben mag - weil auf meine Frauenarzt brauche ich wohl nicht zählen... :?

Nochmals Danke und gute Nacht
diefue
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von deidamaus »

Es könnte aber auch noch ein Vasospasmus mit im Spiel sein. Wie reagieren denn die BW auf Kalte? Äußerlich ist nichts zu sehen?

Liebe Grüße
Deidamaus
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von diefue »

Hmm, Kälte ist momentan eigentlich eher unproblematisch. So ganz genau weiß ich es ehrlich gesagt garnicht. Nachdem ich im Wochenbett immer heiß hatte und ausgezogen hab was nur ging - bin ich seit Wochen immer dick eingepackt und schlafe sogar mit Strickjacke.

Ich mache mir aber heute Morgen mal eine Magnesium heiße 7 - das schadet nichts, denke ich.

Liebe Grüße
diefue
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Siduri
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Re: Saugverwirrung durch Stillhütchen überwinden

Beitrag von Siduri »

Hallo! Ich misch mich mal ein ;-)
Bei einem Soor der Milchgänge kommt es meiner Beobachtung nach (und auch laut der Gynäkologin meines Vertrauens) recht häufig zu einer vorübergehenden Vasospasmusneigung. Meine Vermutung ist, dass sie Gefäße durch die Entzündung überreregbar sind. Ist aber nur Beobachtung/Vermutung, wissenschaftliche Daten habe ich nicht dazu. Jedenfalls waren die Vasospasmen nach erfolgreicher Behandlung dann weg. Bis dahin Magnesium ist abr sicher eine gute Idee.
Verzichte bitte nicht darauf, dein Baby mitzubehandeln (also mit der Lokalthearapie, nicht ggf. Mit dem Fluconazol), viele Frauen denken sich, sie ersparen das einem symptomfreien Baby und spielen dann ewig Pingpong, bis sie sich doch überzeugen lassen :wink:
Und nimm ruhig mal ein Schmerzmittel, Stress erschwert ja bekanntlich den MSR. Solltest du mit Fluconazol beginnen, dann aber eher Paracetamol als Ibu (das kann interagieren)
Ich hoffe, es geht dir bald besser
glg
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