Puh. Seit Monaten hab ich hier nicht mitgelesen. Aber jetzt wurde es hier akut. Nach der letzten RüBi, während der die Maus durchgeschrien hat und meinen Mann scheinbar völlig traumatisiert hat, hat er jede Zuständigkeit fürs schlafen abgegeben. Punkt.
Wir haben immer wieder über das Einschlafstillen gesprochen und mein Mann sieht das sehr kritisch. Es würde verhindern, dass er oder irgendwer die Maus zu Bett bringen kann. Grmpf.
Seeeehr oft habe ich argumentiert, dass ICH dem Kind nicht beibringen kann, ohne MICH einzuschlafen. So nach dem Motto (seine Utopie): ich trainiere ihr das an und er muss dann nur noch kommen, sie wickeln und umziehen und hinlegen, Licht aus und Tschüß.
Der naive Schatz...........
Gestern hatten wir einen massiven Streit über das Thema. Ich habe meinen Eindruck dargestellt, dass er es sich nämlich einfach "leicht" machen will und trotzig und bockig so tut, als wäre ich selbst dran schuld.
Irgendwann hat er wohl gemerkt, dass mich die komplette Verantwortung für Baby's Schlaf so langsam an die Grenzen meiner seelischen Belastbarkeit bringt. Meine Deadline (Arbeitsbeginn mit Nachtschichten) steht fest und ich kann den Gedanken nicht mehr ertragen, dass er bis zum ersten Abend meiner Abwesenheit sich völlig verweigert, um mich dann auf der Arbeit anzurufen und zu motzen, dass das Kind nicht schläft.
Hab gesagt, dass es schließlich auch bei mir manchmal eine Stunde oder drei Anläufe dauert, bis sie endgültig im Bett bleibt und schläft. Hab geheult, weil ich im Streit erst gespürt habe, wie fertig mich das macht.

Diese mangelnde Wahrnehmung meiner Gebundenheit und Verantwortung (beides mag ich nicht aufgeben, aber um zu arbeiten und einmal diese Saison in die Philharmonie zu gehen, muß eine Lösung her).
So. Jetzt kennt ihr den Hintergrund.
----------------
Heute dann der nächste Versuch:
Ich habe meine Tochter nach dem Abendessen im Wohnzimmer gestillt und sie gestreichelt. Dann hat sie irgendwann Blickkontakt gehalten und ich habe ihr gesagt, dass sie heute hier im Sessel trinken darf und nuckeln auch, wenn sie mag. Dass wir noch was kleines spielen und dass danach der Papa sie ins Bett bringt. Dass er dann oben mit ihr schmusen und ihr was singen wird und wenn sie nachts Hunger bekommt, dann kann sie rufen und ich komme zu ihr.
Danach hat sie "höm" gesagt (was auch immer das heißen mag).
Oben nach dem Umziehen (macht bei Anwesenheit immer der Papa), hab ich den letzten Teil noch mal wiederholt, beiden einen Kuss gegeben, hab mich umgedreht und bin runter.
Hat geklappt. Das war um 20.00 Uhr. Um 20.50 Uhr war er noch mal zum trösten, weil sie beim umdrehen aufgewacht ist. Jetzt hat er sie gleich auf den Bauch gelegt und seitdem pennt sie wie sonst auch ganz friedlich.
Ich bin ganz stolz auf ihn und dankbar.