Einschlafbegleitung durch Papa

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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Tweety2606
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Tweety2606 »

Oh ja, der Ansatz klingt echt interessant.
Ich hab gestern mit meiner Trainerin gesprochen, dass wir noch Zeit brauchen. Sie hat es echt besser verstanden, als ich dachte. Denn sie kennt zum einen nur Flaschenkinder und zum anderen hat sie das Baby der Tochter ihrer Mitbewohnerin (hoffe, das ist verständlich) von Anfang an mit betreut und die Kleine konnte egal von wem ins Bett gebracht werden.
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Tweety2606
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Tweety2606 »

Wir haben es getan. Ich war gestern im Training. Von den knapp drei Stunden, die ich weg war, hat Krümel 20 Minuten im Buzzi geschlafen, obwohl er schon müde war, bevor ich gegangen bin. Hatte noch versucht, ihn einschlafzustillen, aber turnen war interessanter...
Krümel war wohl recht quenglig teilweise, aber als ich kam, war er gerade gut drauf. Er hat dann nochmal aufgedreht, ist erst um dreiviertel elf eingeschlafen (normalerweise geht er zwischen halb sieben und halb acht ins Bett) und war trotzdem um halb sieben fit.
Zusammen ins Bett bringen klappt bei uns nicht, Krümel dreht immer auf, wenn Papa mit dabei ist.
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Sunshine1910
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Sunshine1910 »

Hallo zusammen,

bei uns klappt das abendliche zu Bett gehen mit Papa phasenweise problemlos und phasenweise überhaupt nicht. Nun habe ich mich mit anderen Mamis unterhalten und die meinten, dass sie jetzt, wo die Kinder schon so alt sind (zwischen 14 und 16 Monaten) ihre Kleinen beim Papa weinen lassen. Meistens dauert es nur 5 min, das Kind hat sich beruhigt und schläft dann relativ fix. Klar, der Papa ist ja da und das Kind schreit nicht alleine. Also ist es ja eng gesehen kein richtiges Schreien lassen. Aber mir blutet einfach das Herz wenn ich meinen Knutzel weinen höre und er "Meine Mama" ruft. Ich kann da einfach nicht im Wohnzimmer sitzem bleiben und warten, bis er eingeschlafen ist. Das ist für die ganze Familie Stress... Andererseits würde ich mir im Moment schon wünschen, dass er mal wieder mit dem Papa schlafen geht. Und im Moment fehlt mir ein bisschen die Geduld auf die nächste Papa-Einschlafphase zu warten. Vor allem wenn man von allen anderen hört, dass es da klappt. Aber ich kann meinen Kleinen einfach nicht weinen lassen. Bin ich da zu weich? Sollte ich dem Papa mehr zutrauen? Jetzt wo der Knutzel doch "schon" 16 Monate alt ist...
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matje
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Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von matje »

Hier hänge ich mich auch dran... Exakt gleiches Problem, ich stille sie zum Einschlafen und mache das sehr gern. Madame ist aber abends so ab 20-21 Uhr sowieso meist etwas quengelig und wird dann einfach häufiger gestillt - alles stressfrei für uns. Training wäre aber abends von 20:15 - 22:00 + 15 min Fahrtzeit, und obwohl ich die kommende Saison gern wieder mitspielen würde,sehe ich nicht wie ich in der Zeit jemals abkömmlich sein kann während Madame noch gestillt wird :cry:. Mein Freund würde es sich schon zutrauen, aber ich kann die Vorstellung nicht ertragen, dass sie vielleicht eine Stunde lang brüllt.... Manchmal gehe ich abends noch kurz mit dem Hund spazieren, und wenn sie dann anfängt zu weinen lässt sie sich vom Papa auch nicht beruhigen, oder nur kurzzeitig und fängt dann wieder an. Schnuller haben wir nicht (wollen wir eigentlich auch nicht), Flasche haben wir nie probiert und aufs Abpumpen möchte ich am liebsten auch verzichten... Ach ja, seit sie 6 Wochen alt ist lasse ich sie wohl 2x pro Woche tagsüber frisch gestillt für 1 1/2 -2h bei Papa alleine, das ist in der Regel kein Problem - dann spielen die zwei erst eine Runde und machen dann einen Spaziergang. Warte gespannt, wie es bei euch weitergeht....

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Carraluma
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Carraluma »

Für mich ist Schreien lassen beim Papa auch momentan keine Lösung. Das letzte Mal, als wir es probiert haben (ist allerdings schon ein halbes Jahr her) hat sie 15 min beim Papa geschrien bis ich nach Hause kam und das war nicht schön, ein völlig aufgelöstes Kind vorzufinden.
Eine erhöhte Schwierigkeit ist, dass sich das Kind absolut nicht umlegen lässt. Deshalb Auto fahren o.ä. hier leider keine Möglichkeit. Irgendwie hoffe ich, dass es beim nächsten Versuch klappt, aber wirklich große Hoffnung habe ich nicht.
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matje
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Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von matje »

Ich war heute zum ersten Mal abends ohne die kleine Madame unterwegs. Wollte so von 19:15 bis 21 Uhr unterwegs sein, Madame geht meist so zwischen 20:30 und 21:30 schlafen. Sie hat heute abend zum ersten Mal Haferbrei mit Obst gegessen und danach ausgiebig gestillt, Hunger hielt ich also für unwahrscheinlich. Um 20:30 rief der Papa an, sie ließe sich nicht beruhigen, er war schon tragenderweise mit ihr unterwegs, aber sie schrie [emoji26]
Ich also nach Hause, war auch total okay, Fahrtzeit 20 min. Als ich ankam schlief sie, immer noch in der Emei. Sie war wohl ab 20:00 quengelig und hat insgesamt 10-15 min richtig gebrüllt. Er hat sie dann abgelegt, sie hat noch so 10 min weiter geschlafen und ist dann weinend aufgewacht. Als ich sie hochgenommen habe, hat sie sich sofort beruhigt und war kurz darauf wieder gut gelaunt und entspannt als wäre nie was gewesen (ohne Stillen).
Lange Rede kurze Frage: Wie würdet ihr das bewerten? Ich hasse die Vorstellung, dass sie weint und ich bin nicht da, aber sie war ja bei Papa auf dem Arm. Werde noch nicht häufiger abends unterwegs sein, aber für den 1. Versuch war es doch vielleicht gar nicht soo schlecht? Oder ist schreien für euch ein no-go? Eigentlich bin ich da selbst total empfindlich.... Hm.

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Joanna79
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Joanna79 »

Solche Situationen hatten wir auch schon. Fast immer war ich da abends arbeiten und ich hatte so gesehen gar keine Wahl bzw. konnte auch nicht einfach von der Bühne stürzen und nach Hause fahren [emoji13]
Jetzt arbeiten wir beide wieder und sind nun mal an durchschnittlich zwei Abenden in der Woche weg. Manchmal muss der Babysitter (bzw. Oma) sie dann trösten bzw. eine Flasche anbieten, manchmal rumtragen... Das klappt unterschiedlich gut, manchmal wacht sie auch gar nicht auf, bis wir wieder da sind. Das ist sehr tagesformabhängig. Da ich nicht zum Spaß abends weg bin, hab ich mich damit abgefunden, dass sie halt manchmal weint - dabei aber NIE allein gelassen wird! Mir bleibt nichts anderes übrig, als das pragmatisch zu betrachten...
Bei mir auf dem Arm oder in der Trage weint sie auch manchmal und lässt sich nicht wirklich trösten, es ist also nicht so, dass ich - wäre ich rund um die Uhr verfügbar - es verhindern könnte, dass sie ab und zu weint. (Zur Zeit weint sie eh sehr oft - wenn sie nicht kriegt, was sie will; wenn sie es nicht aus eigener Kraft schafft, aufs Sofa zu klettern...)
Das mag jetzt sehr abgeklärt klingen, aber bei uns sind das nun mal die Umstände. Ansonsten wird sie nach Bedarf gestillt - zur Zeit im Prinzip die ganze Nacht [emoji16]-, liegt im FB und wird viel getragen. Ich tröste mich damit, dass wir die zwei Abende pro Woche damit hoffentlich ganz gut auffangen können.
Allerdings ist meine Maus ja einiges älter als Deine, fällt mir jetzt erst auf ;-)
Grundsätzlich finde ich aber, dass "beim Papa lassen" völlig in Ordnung ist (solange für das leibliche Wohl gesorgt ist). Vielleicht muss er auch erst seinen Weg finden, das braucht vielleicht ein paar Versuche.


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arachnia
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Re: AW: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von arachnia »

Hier ist es auch so, dass abends oft herzzerreissend geweint und schrill gebrüllt wird - bei mir genauso. Wie Joanna79 schreibt, kann ich als Mutter das auch nicht verhindern. Der Vorteil anderer Betreuungspersonen ist halt, dass sie immer noch anrufen können, als Mutter ist man da irgendwie der letzte in der Kette...
Und wenn sie sich bei ihm beruhigt hat, ist das doch super. Ich würde es als Erfolg werten.

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Tweety2606
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von Tweety2606 »

Melde mich auch mal wieder...
Seit Anfang August gehe ich jetzt einmal die Woche abends ins Training. Mein Mann hat hier verschiedenes probiert, das einzige was hilft, ist mit Krümel tragenderweise oder im Buggy raus gehen. Dann schläft er so 30-45 Minuten und will dann heim. Entweder Krümel hält dann durch, oder, was immer häufiger vorkommt, er ist dann schon im Nachtschlafmodus und entsprechend quenglig. Da hilft nur nochmal rausgehen. Letzte Woche ist mein Mann wegen schlechtem Wetter mit schlafendem Krümel heim und hat sich mit ihm im Buzzidil auf die Couch gelegt. So hat der Kleine dann noch ne ganze Weile auf Papas Bauch geschlafen. Ich weiß, dass der Kleine immer noch weint, wenn ich weg bin (mittlerweile wird er sogar schon unleidig, wenn ich meine Tasche packe), aber mir tun diese 3 1/2 Stunden sooo gut... Da bin ich echt egoistisch... :oops: Zu den Spielen nehme ich Krümel mit, und entweder mein Mann ist mit Buggy oder Trage dabei, oder meine Eltern mit Buggy. Und entweder Krümel schläft dann oder spielt. Neulich war er so sogar über 7 Stunden am Stück wach, weil er auf der Fahrt zum Spiel nimmer schlafen wollte...
Wir stillen nach wie vor in den Schlaf, umbetten geht immer noch nicht. Ich bin mal gespannt, wie es weitergeht, wenn er in knapp drei Monaten in die Krippe kommt. Immerhin sehen die es gelassen - sie hätten bislang noch jedes Kind zum Schlafen gebracht, und wenn sie ihn im Buggy schieben müssen. Mein Mann hofft, dass der Kleine da lernt, alleine einzuschlafen und dass es daheim dann auch klappt. Ich glaube noch nicht so ganz dran...
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soda
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Re: Einschlafbegleitung durch Papa

Beitrag von soda »

Puh. Seit Monaten hab ich hier nicht mitgelesen. Aber jetzt wurde es hier akut. Nach der letzten RüBi, während der die Maus durchgeschrien hat und meinen Mann scheinbar völlig traumatisiert hat, hat er jede Zuständigkeit fürs schlafen abgegeben. Punkt.

Wir haben immer wieder über das Einschlafstillen gesprochen und mein Mann sieht das sehr kritisch. Es würde verhindern, dass er oder irgendwer die Maus zu Bett bringen kann. Grmpf.

Seeeehr oft habe ich argumentiert, dass ICH dem Kind nicht beibringen kann, ohne MICH einzuschlafen. So nach dem Motto (seine Utopie): ich trainiere ihr das an und er muss dann nur noch kommen, sie wickeln und umziehen und hinlegen, Licht aus und Tschüß. :mrgreen:
Der naive Schatz...........

Gestern hatten wir einen massiven Streit über das Thema. Ich habe meinen Eindruck dargestellt, dass er es sich nämlich einfach "leicht" machen will und trotzig und bockig so tut, als wäre ich selbst dran schuld.
Irgendwann hat er wohl gemerkt, dass mich die komplette Verantwortung für Baby's Schlaf so langsam an die Grenzen meiner seelischen Belastbarkeit bringt. Meine Deadline (Arbeitsbeginn mit Nachtschichten) steht fest und ich kann den Gedanken nicht mehr ertragen, dass er bis zum ersten Abend meiner Abwesenheit sich völlig verweigert, um mich dann auf der Arbeit anzurufen und zu motzen, dass das Kind nicht schläft.
Hab gesagt, dass es schließlich auch bei mir manchmal eine Stunde oder drei Anläufe dauert, bis sie endgültig im Bett bleibt und schläft. Hab geheult, weil ich im Streit erst gespürt habe, wie fertig mich das macht. :cry: Diese mangelnde Wahrnehmung meiner Gebundenheit und Verantwortung (beides mag ich nicht aufgeben, aber um zu arbeiten und einmal diese Saison in die Philharmonie zu gehen, muß eine Lösung her).

So. Jetzt kennt ihr den Hintergrund.

----------------

Heute dann der nächste Versuch:
Ich habe meine Tochter nach dem Abendessen im Wohnzimmer gestillt und sie gestreichelt. Dann hat sie irgendwann Blickkontakt gehalten und ich habe ihr gesagt, dass sie heute hier im Sessel trinken darf und nuckeln auch, wenn sie mag. Dass wir noch was kleines spielen und dass danach der Papa sie ins Bett bringt. Dass er dann oben mit ihr schmusen und ihr was singen wird und wenn sie nachts Hunger bekommt, dann kann sie rufen und ich komme zu ihr.
Danach hat sie "höm" gesagt (was auch immer das heißen mag).
Oben nach dem Umziehen (macht bei Anwesenheit immer der Papa), hab ich den letzten Teil noch mal wiederholt, beiden einen Kuss gegeben, hab mich umgedreht und bin runter.

Hat geklappt. Das war um 20.00 Uhr. Um 20.50 Uhr war er noch mal zum trösten, weil sie beim umdrehen aufgewacht ist. Jetzt hat er sie gleich auf den Bauch gelegt und seitdem pennt sie wie sonst auch ganz friedlich.

Ich bin ganz stolz auf ihn und dankbar.
mit T (2013) und T (2017)
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