Re: Langweilige Biokleidung?
Verfasst: 30.06.2014, 06:27
Hier noch etwas zu Ökotex:
Der Oeko-Tex Standard wird von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie (Oeko-Tex), einem Zusammenschluss von 14 Textil- und Prüfinstituten in Europa und Japan, herausgegeben und entwickelt. Die Idee des 1992 ins Leben gerufenen Standards ÖKO-TEX Standards 100 war die Schaffung einer unabhängig geltenden Zertifizierung für gesundheitlich unbedenkliche Textilprodukte. OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert textile Produkte aller Verarbeitungsstufen, konzentriert sich hierbei jedoch ausschließlich auf Schadstoffe in Textilien. Der OEKO-TEX Standard 1000 hingegen zertifiziert textile Produktionsbetriebe entlang der textilen Kette anhand bestimmter Umweltkriterien.
Soziale Kriterien
Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnorm für nach OEKO-TEX Standard 1000 zertifizierte Betriebe ist vorgeschrieben. Keine Forderung von existenzsichernden Löhnen.
OEKO-TEX Standard 1000 fordert im Rahmen seiner Kriterien die Schulung seiner MitarbeiterInen im Hinblick auf eine umweltfreundliche Produktion.
Es werden keine Managementsystem-Audits bei den Mitgliedsunternehmen durchgeführt.
Ökologische Kriterien
Keine Vorgaben für Anteil von Bio-Baumwolle.
Genmanipuliertes Saatgut nicht ausgeschlossen.
Ausschluss krebserrengender und allergisierender Farbstoffe, jedoch nur Grenzwerte für gesundheitlich bedenkliche Stoffe (kein Ausschluss).
Voraussetzung für die Produktzertifizierung nach OEKO-TEX Standard 100 sind obligatorische Firmen-Audits zur Verifizierung der betrieblichen Qualitätssicherung. Diese Firmen-Audits finden im Rahmen der Erstzertifizierung statt und werden danach alle drei Jahre wiederholt. Zusätzlich werden stichprobenartige Kontrollen durch unabhängige Prüfinstitute vorgenommen.
Ziel des OEKO-TEX Standard 1000 ist die kontinuierliche Optimierung der Umweltleistung des Betriebes. Dazu müssen zertifizierte Unternehmen jährlich einen Umweltplan mit festen Zielsetzungen definieren und die durchgeführten Maßnahmen gegenüber der OEKO-TEX Gemeinschaft dokumentieren. Diese werden im Rahmen von sogenannten Konformitäts-Audits durch die Institute/ Auditoren der OEKO-TEX Gemeinschaft vor Ort regelmäßig kontrolliert.
Vorgaben für ressourcenschonende Produktion bzw. betriebliches Umweltmanagement werden nach dem OEKO-TEX Standard 1000 zertifizierten Produktionsbetrieben gemacht.
Transparenz
Vergabekriterien und -verfahren sind öffentlich zugänglich. Verifizierungsergebnisse werden nicht veröffentlicht. Allerdings ist eine Liste der entzogenen Zertifikate u.a. im Internet einsehbar.
Die einzelnen Stationen der Produktionskette sind nicht nachvollziehbar.
Bei OEKO-TEX Standard 100 & 100plus gibt es ein Label/ Siegel an den Kleidungsstücken.
Kommentar CIR
Der Fokus liegt bei OEKO-TEX 100 ausschließlich auf ökologischen Kriterien des Endprodukts und verbietet nicht die Verwendung von Schadstoffen. Des Weiteren gibt es nur Grenzwerte, jedoch keinen Ausschluss von Rückständen in den Endprodukten: Selbst für Babykleidung lässt das Siegel Rückstände von Schwermetallen, Pestiziden und Chlorbleiche zu. OEKO-TEX Standard 1000 berücksichtigt ausschließlich die Verarbeitung. Die Umsetzung sozialer Standardbestimungen ist aber nicht hinreichend gewährleistet. Existenzsichernde Löhne werden nicht gefordert. OEKO-TEX Standard 100plus ist eine Kombination der beiden oben genannten Standards.
Der Oeko-Tex Standard wird von der Internationalen Gemeinschaft für Forschung und Prüfung auf dem Gebiet der Textilökologie (Oeko-Tex), einem Zusammenschluss von 14 Textil- und Prüfinstituten in Europa und Japan, herausgegeben und entwickelt. Die Idee des 1992 ins Leben gerufenen Standards ÖKO-TEX Standards 100 war die Schaffung einer unabhängig geltenden Zertifizierung für gesundheitlich unbedenkliche Textilprodukte. OEKO-TEX Standard 100 zertifiziert textile Produkte aller Verarbeitungsstufen, konzentriert sich hierbei jedoch ausschließlich auf Schadstoffe in Textilien. Der OEKO-TEX Standard 1000 hingegen zertifiziert textile Produktionsbetriebe entlang der textilen Kette anhand bestimmter Umweltkriterien.
Soziale Kriterien
Einhaltung der ILO-Kernarbeitsnorm für nach OEKO-TEX Standard 1000 zertifizierte Betriebe ist vorgeschrieben. Keine Forderung von existenzsichernden Löhnen.
OEKO-TEX Standard 1000 fordert im Rahmen seiner Kriterien die Schulung seiner MitarbeiterInen im Hinblick auf eine umweltfreundliche Produktion.
Es werden keine Managementsystem-Audits bei den Mitgliedsunternehmen durchgeführt.
Ökologische Kriterien
Keine Vorgaben für Anteil von Bio-Baumwolle.
Genmanipuliertes Saatgut nicht ausgeschlossen.
Ausschluss krebserrengender und allergisierender Farbstoffe, jedoch nur Grenzwerte für gesundheitlich bedenkliche Stoffe (kein Ausschluss).
Voraussetzung für die Produktzertifizierung nach OEKO-TEX Standard 100 sind obligatorische Firmen-Audits zur Verifizierung der betrieblichen Qualitätssicherung. Diese Firmen-Audits finden im Rahmen der Erstzertifizierung statt und werden danach alle drei Jahre wiederholt. Zusätzlich werden stichprobenartige Kontrollen durch unabhängige Prüfinstitute vorgenommen.
Ziel des OEKO-TEX Standard 1000 ist die kontinuierliche Optimierung der Umweltleistung des Betriebes. Dazu müssen zertifizierte Unternehmen jährlich einen Umweltplan mit festen Zielsetzungen definieren und die durchgeführten Maßnahmen gegenüber der OEKO-TEX Gemeinschaft dokumentieren. Diese werden im Rahmen von sogenannten Konformitäts-Audits durch die Institute/ Auditoren der OEKO-TEX Gemeinschaft vor Ort regelmäßig kontrolliert.
Vorgaben für ressourcenschonende Produktion bzw. betriebliches Umweltmanagement werden nach dem OEKO-TEX Standard 1000 zertifizierten Produktionsbetrieben gemacht.
Transparenz
Vergabekriterien und -verfahren sind öffentlich zugänglich. Verifizierungsergebnisse werden nicht veröffentlicht. Allerdings ist eine Liste der entzogenen Zertifikate u.a. im Internet einsehbar.
Die einzelnen Stationen der Produktionskette sind nicht nachvollziehbar.
Bei OEKO-TEX Standard 100 & 100plus gibt es ein Label/ Siegel an den Kleidungsstücken.
Kommentar CIR
Der Fokus liegt bei OEKO-TEX 100 ausschließlich auf ökologischen Kriterien des Endprodukts und verbietet nicht die Verwendung von Schadstoffen. Des Weiteren gibt es nur Grenzwerte, jedoch keinen Ausschluss von Rückständen in den Endprodukten: Selbst für Babykleidung lässt das Siegel Rückstände von Schwermetallen, Pestiziden und Chlorbleiche zu. OEKO-TEX Standard 1000 berücksichtigt ausschließlich die Verarbeitung. Die Umsetzung sozialer Standardbestimungen ist aber nicht hinreichend gewährleistet. Existenzsichernde Löhne werden nicht gefordert. OEKO-TEX Standard 100plus ist eine Kombination der beiden oben genannten Standards.