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Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 25.03.2014, 22:27
von blueberry
Was kam denn raus - hast Du es irgendwo gemeldet?

Ich hatte das als Jugendliche mal in einem Museum gesehen und wusste deshalb davon - aufgefrischt hatte ich mein Wissen, als ich im Alnatura Schokomüsli immer wieder mal schwarze Haferflocken mit drin hatte und mich gefragt habe, ob die verbrannt sind. Sind sie anscheinend nicht - ich tippe auf Mutterkorn und sortiere schwarze Bestandteile im Müsli aus, wenn sie mir auffallen.

Blödes Gefühl bleibt dennoch. :roll:

Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 25.03.2014, 22:37
von mayra
Noch nicht. Ich geh morgen zur Apotheke, da ist eine Bekannte da (sie hatte Urlaub), ich wollte das nicht an die große Glocke hängen, bevor ich was genaues weiß. Danach entscheide ich dann.

Ja, komisch ist es auf jeden Fall und ich werde dort auch so schnell keinen Dinkel mehr kaufen.

Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 25.03.2014, 22:51
von Talgaro
Dreiste Reaktion! :shock: Halte uns bitte auf dem Laufenden.

Mutterkorn kenne ich schon lange, war schon irgendwann in der Kindheit Thema (und nein, wir haben nie selbst gemahlen, immer das 1-Mark Brot in unserer Einkaufshalle geholt).

Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 26.03.2014, 13:54
von sternenweib
blueberry hat geschrieben:Was kam denn raus - hast Du es irgendwo gemeldet?

Ich hatte das als Jugendliche mal in einem Museum gesehen und wusste deshalb davon - aufgefrischt hatte ich mein Wissen, als ich im Alnatura Schokomüsli immer wieder mal schwarze Haferflocken mit drin hatte und mich gefragt habe, ob die verbrannt sind. Sind sie anscheinend nicht - ich tippe auf Mutterkorn und sortiere schwarze Bestandteile im Müsli aus, wenn sie mir auffallen.

Blödes Gefühl bleibt dennoch. :roll:
glaubst du wirklich :shock:

Re: AW: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 26.03.2014, 13:55
von revolte
Ich frage mich gerade wie das denn dann bei Vollkornmehl ist. Da achtet doch keiner drauf wieviel mutterkorn drin ist.

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Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 26.03.2014, 14:07
von Kerstin
Das Korn wird vor dem Mahlen in der Mühle gereinigt.

Das Problem der TS war ja, dass das dort verkaufte Korn aus Eigenbau offensichtlich nicht in einer Mühle gereinigt wurde.

Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 26.03.2014, 19:16
von blueberry
sternenweib hat geschrieben:
blueberry hat geschrieben:Was kam denn raus - hast Du es irgendwo gemeldet?

Ich hatte das als Jugendliche mal in einem Museum gesehen und wusste deshalb davon - aufgefrischt hatte ich mein Wissen, als ich im Alnatura Schokomüsli immer wieder mal schwarze Haferflocken mit drin hatte und mich gefragt habe, ob die verbrannt sind. Sind sie anscheinend nicht - ich tippe auf Mutterkorn und sortiere schwarze Bestandteile im Müsli aus, wenn sie mir auffallen.

Blödes Gefühl bleibt dennoch. :roll:
glaubst du wirklich :shock:
Bei zwei Bruchstücken, die ich mal in einer Tüte hatte, waren wir uns nach Recherche sehr sicher (ich dachte erst, Hafer könne kein Mutterkorn bekommen, weil ich das nur von Roggen kannte). Ich hatte dann Panik und dachte, das wäre gleich sonstwie giftig, hab aber dann eben weiter recherchiert und gefunden, dass es schlicht Höchstmengenanteile gibt, aber jetzt "ein oder zwei Bruchstücke in einer Tüte Müsli" kein Grund sind, ein Fass aufzumachen.

Seither sortiere ich halt alles Schwarze, was nicht eindeutig Teil einer harmlosen Haferflocke ist, aus - wenn ich es zufällig sehe (hab auch schonmal was schwarzes durch bitteren Geschmack gefunden). Bei Milch sieht man es eher, beim Mischen mit Joghurt sieht man es nicht 8) . Ich spiel da jetzt nicht Aschenputtel :wink:

Ich vertraue auf die Einhaltung gesetzlich vorgeschriebener Höchstwerte bei handelsüblichen Produkten - bei kleinen Mühlen bin ich da ehrlich gesagt etwas skeptischer (und tue dem kleinen Müller damit wahrscheinlich komplett unrecht :oops: )

Vollkornmehl mahlen wir inzwischen selbst. Wo die Ausgangsmaterialien für unser Biobrot aus dem Bioladen (und das IST Roggen) herkommt, weiß ich nicht - wahrscheinlich auch ne kleine Mühle hier aus der Region :lol: .

Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 03.04.2014, 10:13
von mayra
Ich war endlich in der Apotheke. Es ist nicht so schlimm, wie ich dachte. Es sind in den 7kg nur 1,9397g Mutterkorn gewesen (die Menge in meinem Tütchen). Da das weit unter der Maximalmenge liegt, werde ich genau folgendes machen: einfach bis zur nächsten Ernte dort keinen Dinkel mehr kaufen. ;-) Wenn ich wieder dort bin, werde ich das auch so mitteilen, das ich das unappetitlich finde und auch nicht ok, selbst wenn der Grenzwert nicht überschritten wird. Aber rechtlich kann ich ja dann nichts sagen ;-)

Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 03.04.2014, 18:04
von nilsholgersson
mayra hat geschrieben:Ich war endlich in der Apotheke. Es ist nicht so schlimm, wie ich dachte. Es sind in den 7kg nur 1,9397g Mutterkorn gewesen (die Menge in meinem Tütchen). Da das weit unter der Maximalmenge liegt, werde ich genau folgendes machen: einfach bis zur nächsten Ernte dort keinen Dinkel mehr kaufen. ;-) Wenn ich wieder dort bin, werde ich das auch so mitteilen, das ich das unappetitlich finde und auch nicht ok, selbst wenn der Grenzwert nicht überschritten wird. Aber rechtlich kann ich ja dann nichts sagen ;-)
Ich glaube, das ist eine gute Lösung :D

Re: Mutterkorn im Dinkel...

Verfasst: 05.04.2014, 10:46
von Amber
mayra hat geschrieben:Ich war endlich in der Apotheke. Es ist nicht so schlimm, wie ich dachte. Es sind in den 7kg nur 1,9397g Mutterkorn gewesen (die Menge in meinem Tütchen). Da das weit unter der Maximalmenge liegt, werde ich genau folgendes machen: einfach bis zur nächsten Ernte dort keinen Dinkel mehr kaufen. ;-) Wenn ich wieder dort bin, werde ich das auch so mitteilen, das ich das unappetitlich finde und auch nicht ok, selbst wenn der Grenzwert nicht überschritten wird. Aber rechtlich kann ich ja dann nichts sagen ;-)
Hhhmm, ob das rechtlich ok ist, können wir als Laien nicht einschätzen. Nur weil der ergoogelte Grenzwert für gemahlenes Getreide nicht überschritten wird? Die offizielle Empfehlung von z.B. dem Bayerischen Landesamt für
Gesundheit und Lebensmittelsicherheit sagt ausdrücklich, dass Selbstvermarkter ihr Getreide reinigen lassen sollen:
"Aus Gründen des gesundheitlichen Verbraucherschutzes sollen daher alle verfügbaren technologischen Möglichkeiten genutzt werden, damit nur Getreide, das weitgehend frei ist von Mutterkorn, an den Verbraucher gelangt. Landwirte, die Getreide selbst vermarkten und nicht über eine gute Reinigungsmöglichkeit für Getreide verfügen, sollten ihr Erntegut bei einer Mühle reinigen lassen. Ausdrücklich gewarnt wird vor dem Verzehr von ungereinigtem Getreide, da dann chronische und akute Vergiftungen nicht auszuschließen sind." siehe http://www.lgl.bayern.de/lebensmittel/c ... e/#gehalte

Ich würde den Vorfall einfach per formloser Email der in Deinem Fall zuständigen Behörde als besorgter Verbraucher melden. Gerade die Reaktionen einiger SUTler, denen Mutterkorn unbekannt ist und die es folglich gegessen hätten (und an ihre Kleinkinder verfüttert hätten), bestärken mich darin, dass die Behörden informiert werden müssen. Die schauen sich das dann an und können gegebenenfalls eingreifen. So wie der Laden auf Deine Beschwerde reagiert hat, werden die auch in den kommenden Jahren ihr Gift im Getreide lassen. Als Verbraucher braucht man da keine Angst vor der Behörde haben, es ist deren Aufgabe, sich genau solche Fälle anzuschauen!

(OT: Ich habe mal einer großen Baumarktkette Rattengift in Kindergriffhöhe in einer Schütte vor der Kasse gesehen und war entsetzt. Die Behörde vor Ort hat dafür gesorgt, dass das dort nicht mehr gemacht wird, obwohl es rein rechtlich aufgrund neuer europ. Gesetzgebung nicht mehr ausdrücklich verboten ist, Rattengift in Selbstbedienung anzubieten. Aber mit den Überwachungsbehörden will sich kein Laden anlegen.)