Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

EmiliasGini
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von EmiliasGini »

klecksauge hat geschrieben:Ratze, das ist ein Traum!
Es gibt sie also die durchschlafenden vollgestillten familiengebetteten (?) Kinder!
Ja, meine ja auch. Also familiengebettet nur begrenzt und nicht langzeitgestillt aber die ersten 6-9 Monate waren sie gestillt und familiengebettet und schliefen durch.
Kind 1 hab ich dann ausquartiert, weil schwanger und ständig auf dem Weg zum Klo. Was dann das Kind geweckt hat. Kind 2 schlief länger bei uns, bis ich nicht mehr schlafen konnte, weil sie mich immer getreten hat. Übrigens Krankenhauskinder aber natürliche Geburt und Mitnahme nach 2 Tagen.

Alle 3 schliefen von Anfang an eigentlich immer durch. Mehr als 1-2x in der Nacht bin ich eigentlich nie aufgewacht. Trotz Stillen.

Mit dem "Natürlichkeitsargument" bin ich immer etwas vorsichtig. Es gab damals auch einfach keine Alternativen. Schön war das sicher trotzdem oft nicht.
Eine natürliche Geburt ist auch natürlich, wenn der Arzt sagt "Sectio oder Tod" würde ich auch nicht sagen "naja, wenn die Natur will dass es stirbt".

Meine Oma ist zwangsweise bis zum Alter von 6 Jahren getragen worden. Das war nicht, weil man es damals besser wusste, sondern weil die Eltern arbeiten mussten und gleichzeitig das Kind so unter Kontrolle halten, dass es sich nicht verletzt. Meine Oma findet es grausam, wenn ich trage.

Ich habe aus Überzeugung gestillt. Nicht weil es natürlich ist sondern weil ich denke, dass es gesünder ist. Außerdem habe ich es mir praktischer vorgestellt in der Nacht. Ständig die Flasche richtig zu temperieren nervt ja furchtbar.
Ich würde es auch wieder so machen aber bin auch irre froh es wahrscheinlich nie wieder zu müssen.


Meine Freundin sieht es halt so:
-Stillen tut weh
-Die Kinder schlafen nicht gut
-Die Brust wird hässlich
-man muss immer da sein

Ich habe ihr meine Brust gezeigt, die völlig in Ordnung ist und erklärt, dass man mit abpumpen durchaus einige Stunden weg kann und länger er nicht ohne Baby sein will. Weh tut es. Da konnte ich ihr nun keine Illusionen machen. Beim schlafen wusste ich es echt nicht. Klar gibt es die Aussage unter Müttern aber daher meine Frage, ob das irgendwer wirklich bestätigen kann. Scheint aber ja zum Glück nicht so.
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Ratze
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Ratze »

Nein, es tut nicht immer weh. Ich hatte noch nie eine wunde BW oder Entzündet etc.
Ich kann dir leider nicht sagen, was zu deiner Freundin sagen sollst, aber eine stillbeziehng kann auch super laufen! Man muß es halt ausprobieren. Aufhören kann man immer noch.
Hört sich super an bei uns oder? Ist aber trotzdem anstrengend :wink: heute Nacht war ich übrigens 5x wach. Ist nicht jede Nacht so traumhaft. Außerdem ist meine Schmecke meist um 5 Uhr wach :roll:
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Ratze
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Ratze »

Ach ja und tagsüber reichen ihr meist nur drei Powernaps von 10 min.
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nido56
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von nido56 »

Eine gute Freundin von mir hatte so ein Superschlaeferstillkind. Mit wenigen Monaten hat die Kleine angefangen, nachts 8 Stunden durchzuschlafen, und das ist auch bis heute so geblieben. Aus dem Familienbett hat sie sie dann irgendwann ausquartiert, da die Kleine ja eh geratzt hat wie ein Stein und es ihr dabei wurscht war, wo sie derweil lag (und die Mama ohne Kindergewuehle im Bett besser schlief).

In seinem Buch uebers Stillen schreibt Carlos Gonzalez uebrigens, dass es wohl tatsaechlich so ist, dass Flaschenkinder im Schnitt laenger am Stueck schlafen. Allerdings bezeichnet er den "sedierenden Effekt" der Industriemilch as eine unerwuenschte Nebenwirkung, die in Zukunft hoffentlich durch verbesserte Rezepturen beseitigt werden wird, denn, wie hier ja schon jemand schlief, sollte das gesunde, vollgestillte Kind eben das Mass aller Dinge sein.
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Lösche Benutzer 13403 »

Hier auch ein Gegenbeweis-Baby. Stillen war ein Desaster, leider :-( - gut, heute würde ich es anders machen, aber sogar meine Hebamme war überfordert und ich sowieso.
Deswegen bekam der Zwerg ab ca. 6 Wochen nur noch das Fläschchen - durchschlafen: haha, alle 2 Stunden gab es ein Fläschchen - und ich finde es immer noch so lästig, nachts aufzuspringen, Zwerg weint, Papa versucht ihn zu beruhigen - ich komme mit dem Fläschchen angerannt. Auch jetzt mit 14 Monaten möchte er gerne noch nachts etwas trinken. Durchschlafen. naja, eher nicht. Und als er noch mini war, fand ich es so schlimm, ihn weinen zu hören, während ich das Fläschchen machte, also auch tagsüber. Nein, das war nicht schön.

Ach und nicht zu vergessen, Fläschchen geben hat ja auch auf tagsüber Auswirkungen: dieses elendig lange Packen der Wickeltasche. Kaltes Wasser, heißes Wasser, Pulver mitnehmen, Fläschchen mitnehmen. Prüfen, ob man auch ja nichts vergessen hat. Dann das Abspülen der Fläschchen, das Sterilisieren, Sauger nachkaufen etc. Immer genügend Pulver im Haus, welches Wasser ist geeignet, also sind die Werte des Leitungswassers ok, trotzdem muss das Wasser natürlich immer abgekocht werden. Vielleicht verträgt das Baby auch eine Säuglingsnahrung nicht und dann müssen verschiedene probiert werden bis es passt.

Ich finde Stillen toll - und es fehlt mir.


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Sakura
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Sakura »

Judica hat geschrieben:Im Prinzip ist doch schon die Fragestellung widersinnig. Gestillt Babys sollten das Maß der Dinge sein, ihr Schlafverhalten ist das natürliche und damit normale. Wenn Flaschenbabys ein anderes Schlafverhalten zeigen, dann ist das ja eigentlich unnatürlich und man sollte sich fragen, ob es denn gut ist, dass sie so anders schlafen als Stillkiner.
Stillkinder haben sicher keine Schlafprobleme, vielmehr haben manche Eltern Probleme mit dem normalen Babyschlaf, da sie aus welchen Gründen auch immer andere Erwartungen haben.
Unterschreib

Ich kenne Flaschenmamas, die hatten Augenringe bis zum Bauchnabel, da die sich nachts liebevoll um ihre Flaschenbabys gekümmert haben. Und nachts Flasche machen und verfüttern ist anstrengender als stillen.





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agnesss
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von agnesss »

Mein Mäuserich wird hier nachts immernoch gestillt -fast nach Bedarf, manchmal wird vertröstet und hinausgezögert :wink:
Ja, es ist anstrengend. Ja, ich hab auch oft ans nächtliche Abstillen gedacht aber von Anfang an da eine Entscheidung bezüglich Stillen oder Nichtstillen dran aufzuhängen? Find ich eher befremdlich.
Ich kann sagen, mein Kind hat seit jeher grottig geschlafen. Inzwischen ist es trotz Stillen von selbst etwas besser geworden, aber noch lang nicht so perfekt wie sich das die angehende Vielleicht-Fläschchen-Fütterin wahrscheinlich wünschen würde.
Wenn es einem so enorm wichtig ist sollte man vielleicht tatsächlich (nachts) nicht stillen. Denn es ist wohl schon "erwiesen" (trotz einiger glücklicher Gegenbeweise), dass Stillkinder öfter wach werden, bzw. eben dann zum Wiedereinschlafen mit der Brust am schnellsten wieder im Land der Träume sind.
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Carraluma
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Carraluma »

Nach dem was man so hört, habe ich den Eindruck, dass stillende Babies öfters aufwachen, aber dafür schneller weiterschlafen. Nicht (mehr) gestillte scheinen dafür öfter mal längere nächtliche Wachphasen haben.
Aber ich glaube, der große Vorteil als Stillmama ist, dass man früh mit Stillen länger im Bett bleiben kann. Und dass man leichter wieder mit einschläft, geht mir jedenfalls so.
Hab mal irgendeine Studie gelesen, dass stillende Mütter 30 min länger schlafen als nicht stillende. Ich weiß aber nicht mehr wo und wie diese gemacht wurde.
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agnesss
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von agnesss »

Stimmt Carraluma, nächtliche Wachphasen kenn ich nicht -außer von mir selbst :roll:
Das ist ein guter Punkt. Stillen ist schlaffördernd heißt es doch immer...
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Re: Haben Stillkinder wirklich mehr Schlafprobleme?

Beitrag von Sakura »

Meine beste Freundin hat ein Flaschenkind, das als Baby oft nächtliche Wachphasen hatte, und einfach mal wach war, und da dann auch kein Fläschchen wollte.
Mein kleines Stillbaby hat nachts auch Wachphasen. Da ist sie einfach mal wach, und will auch die Brust nicht *gähn*

@ Ausgangsfrage: wenn Deine Freundin ihr Baby nachts nicht betreuen will, wird es so oder so schwierig, egal ob mit Flasche oder Brust. Mit Baby sind die Nächte einfach mal unruhig, es sei denn, man lässt die Babys schreien. Ungestillte Kinder werden aber statistisch gesehen häufiger krank, und deutlich schwerer krank. Und ich weiß aus dem Bekanntenkreis, dass Krankheiten wie Asthma, Bronchitis, MOE, Neurodermitis etc. den Nachtschlaf der Mutter deutlich empfindlicher stören als kurzes Stillnuckeln....
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