Hallo,
ich wollte nur mal wieder von mir hören lassen

Ich habe nun den Termin in der LWL Klinik wahrgenommen - und bin sehr begeistert. Ich habe mich sofort verstanden und unterstützt gefühlt, die dringend benötigte (und das sind nicht meine Worte!) medikamentöse Therapie konnte heute direkt starten. Ich fühle mich so erleichtert, weil ich mir endlich nicht mehr wie ein Junkie vorkommen muss, der nur Medikamente haben will oder wie ein Egoist, der es sich und seiner Familie mit Absicht schwer macht, weil ich nicht abstillen will, sondern wie ein hilfesuchender Mensch. Weiter stillen ist kein Thema, die Ärztin hat mich auch noch einmal beruhigt, dass das für den Buben nicht schädlich ist etc.
Ich werde schon nächste Woche eine Pädagogin treffen, die mir Tipps gibt die Bindung zu meinem Herzbuben zu verbessern und über eine baldige Aufnahme in eine Gruppe mit anderen Müttern entscheidet, die von ihr begleitet wird. Ich freue mich vor allem, weil mein wunderbares Kind nun davon profitieren wird und mein Mann. der mich so sehr unterstützt hat. Und vielleicht kann ich das, was ich an Späßen etc. mit meinem Sohn mache auch selber fühlen. Das wünsche ich mir jetzt grade am meisten. Endlich kann ich meinem Sohn, der es mir so leicht zu machen versucht, etwas zurück geben. Das gibt mir großen Anlass zur Hoffnung.
Wir überlegen noch als Familie für zwei oder drei Tage weg zu fahren... meine Angststörung macht es mir natürlich noch schwer, dem zu trauen und mich zu freuen und es wird auch dauern, bis die Medikamente anschlagen und es endgültig besser wird, aber ich habe zum ersten Mal seit Ewigkeiten das Gefühl, dass dies eine begrenzte Zeit ist.
Wenn ihr mögt, halte ich euch gern auf dem Laufenden

Ich kann mich gar nicht genug bedanken, vor allem weil der Tipp mit der LWL Klinik goldrichtig zu sein scheint. Ich fahre zwar immer ein Weilchen dort hin, aber ich denke das werde ich schon bald wieder genießen können - früher bin ich nämlich sehr gern Auto gefahren.
Bis bald,
Weidenkätzchen