Johana hat geschrieben:Hier wurde jetzt mehrfach die Angst vor Strangulieren geäußert. Und ebenso Bedenken wegen der falsch vermittelten Sicherheit.
Magst du dich dazu mal äußern? Das interessiert mich

mh, dazu fällt mir nichts ein, ich weis nicht wie das mit dem Strangulieren sein soll. Ich habe ja bisher auch noch nie so einen Helm gesehen, ich hab mir nur die ganzen letzten Tage gedacht, der braucht nen Helm! und dann hab ich gesucht...Falsch vermittelte Sicherheit: das glaub ich weniger, er merkt ja trotzdem das er fällt und das gefällt ihm nicht, er ist ja schon frustriert wenn er nicht so aufkommt wie er es sich vorstellt.
@kiezkind
danke für Deinen Zuspruch, ich hatte auch schon das Gefühl ich misshandle jetzt mein Baby mit sowas, aber wollte mir den Schuh einfach nicht anziehen, dazu bin ich einfach schon zu alt das ich mich schnell angegriffen fühlen würde:)
@angora
du übertreibst einfach nur, ich bin weder die mutter deiner Freundin, noch würde ich mein Kind so in Watte packen wollen oder ihm sein leben verbieten weil alles so gefährlich ist. er muss natürlich mit den Gefahren des Lebens umgehen lernen. Ich bin selbst ab der 1. Klasse (Kindergarten war ich nicht) alleine zur Schule gegangen, ca 2 km jeden Tag. Abgeholt hat mich nie jemand. Ich kenne viele Mütter die das niemals tun würden, aus Angst vor Entführung, Unfällen etc. Ich denke z.b. wenn ein paar Kinder zusammen ihren Weg gehen, warum denn nicht? Ich hab auch Bücher gelesen wie das von Jean Liedloff oder mein Baby kanns... nur bei Timo klappt das einfach nicht, der versucht immer wieder kopfüber runter und geht immer über den Rand.
Ich versuche ihm freilich zu zeigen erst Füsse runter und dann auf den Popo landen. Seine Beinchen knicken aber auch noch zu stark ein, als das er dann sicher stehen würde. Und ich weis nicht, fallt ihr doch mal aus dem Stehen um volle Pulle auf den Hinterkopf auf Terracotta, das macht nix? Das kann ich mir jetzt nicht vorstellen. Ok, der Zwerg hat noch nicht die Höhe und das Gewicht, aber der Kopf ist doch nunmal das empfindlichste. Ich hatte mir das so vorgestellt, das ich das mit dem Helmchen jetzt mal probiere, ob er es überhaupt aufhaben mag, und ihn beobachte wie es dann geht. Wird er dann noch waaghalsiger, weg mit damit, dann bringt es nix. Wird er motorisch geschickter, so kann man den Helm ja dann wieder abschaffen.
Er braucht ihn ja nicht zu tragen, beim Stillen, beim Schlafen, beim gemeinsamen Spielen mit Mama, im Laufställchen nicht (wenn ich den Müll runterbring oder den Hund) sondern nur beim freien Krabblen und Laufen in der Wohnung, so hab ich mir das gedacht.
Was ich halt auch komisch finde, der krabbelt von einem Zimmer ins andere, hält keinerlei Blickkontakt mit mir, das interessiert den gar nicht wo ich bin. Er sieht sich auch nie um. Ist das dann ok? Ich war auch bei einer PEKIP Gruppe, die meinten das wäre toll, mein Kind hätte eine tolle Bindung. Ja vielleicht zu gut? Wahrscheinlich fühlt er sich zu sicher weil ich ihn dann doch immer vor den grössten Katastrophen beschütze. Aber soll ich ihn einfach machen lassen und stürzen lassen? Wäre das dann besser? Ich weiss echt nicht.
Ich sitze z.b. im Wohnzimmer und häkle, er krabbelt vor mir unten am Boden, richtet sich auf und versucht zu stehen, ich lass ihn, dann hangelt er sich weiter zum Zimmer raus, plumpst auf den Popo, ich mach gar nichts, sag nix häkle weiter, also krabbelt er davon Richtung Hundefutternapf, spätestens wenn dieser erreicht ist, steh ich auf und trag das Teil weiter weg von ihm. Dann krabbelt er ums Eck und ich seh ihn nicht mehr, selbst das lass ich noch zu. Er ruft mich nicht und krabbelt und untersucht alles, ist ja völlig ok, dann Geschrei, er ist auf den Kopf gefallen rücklings beim missglückten Versuch sich wieder hinzusetzen.
Was ist jetzt richtig, dabei zu sein, ihn nicht aus den Augen zu lassen? Dann denkt er sicher, och Mama ist immer da, kein Problem, oder soll ich so weiter machen...? Also ich mach mir da schon Gedanken drum versteht ihr? Ich möchte wie bestimmt alle Mütter alles richtig machen, ihn nicht überbehüten, aber möchte auch nicht das er sich unnötig wehtut, das frustriert ihn nur.
Mit so einem Helmchen könnte er halt dann besser seine Umwelt weiterhin erkunden, er würde weiterhin umplumpsen, aber sich nicht ernsthaft verletzten, der Frust das er umfällt bleibt ja, und er spürt den Aufprall ja auch... Ich glaub einfach nicht, das ein Kind sich nur unter Schmerzen entwickeln kann, das widerstrebt mir so diese Vorstellung. Vielleicht weil ich selbst zuviel Schmerzen erleiden musste als Kind...
lg + schönes WE bin ein wenig erkältet und nicht so viel online am WE
Daniela