hi pupu,
ich habe auch ein satellitenkind (das jetzt zum glück tagsüber bei der tagesmutter ist, aber grundsätzlich kenne ich dein problem). und ich habe zwar freundinnen, aber die wohnen alle soweit weg (hier ist pampa, dörfliche struktur und so), dass ich dafür ins auto steigen muss. spontan geht also gar nichts. nachbarn sind alle über 60, die fallen auch aus.
lösungen:
1. atmen! tief durchatmen. du klingst in deinen posts etwas hektisch. macht die sache nicht besser. ruhig atmen und bis 10 zählen!
2. organisier dich. ich weiß noch, dass ich letzten winter ungelogen 20 min gebraucht habe, bis das mäusel und ich bei -20°C ausgehfertig angezogen waren. mehr kinder machen es sicher nicht einfacher. aber es gab bei uns einen festen platz für mützen, jacken, schals, handschuhe, manduca... und zwar alles in griffweite von haustür und anziehplatz.
3. sponaner gedanke: ein anziehplatz. habt ihr sowas auch???? eine kleine bank o.ä., wo die kinder sitzen, und sich anziehen (lassen)? ich bin definitiv nicht streng und gebe selbst für meinen geschmack sehr oft nach, aber so ein paar grundregeln erleichtern das leben enorm. eine unserer regeln ist, dass das mäusel sitzen bleibt, bis sie fertig angezogen ist. kein rumrennen, kein weglaufen.... sie darf gern das bilderbuch zum anziehen mitnehmen und anschauen, aber sie bleibt sitzen, bis sie fertig angezogen ist. das diskutiere ich auch gern mit ihr und erkläre ihr es jedes mal neu, aber sie bleibt bitte sitzen.
die sachen, die dich am meisten nerven, die würde ich versuchen, in eine positive regel (also ein GEbot, kein VERbot) zu packen, und diese dann auch durchziehen. wird am anfang protest geben, aber kinder merken schnell, ob du es ernst meinst oder nicht. eine unserer regeln ist z.b., dass sie im hochstuhl nicht selbst aufstehen und klettern darf. wir wiederholen es bei bedarf zu jeder mahlzeit: "wenn du fertig bist, dann sagst du uns bitte, dass du aufstehen möchtest, und dann heben wir dich raus. du stehst bitte NICHT allein auf". und tatsächlich, sie sagt mittlerweile: "fertig. dehn (=aufstehen)". löst dein grundproblem nicht, aber falls du verstehst, worauf ich hinaus will?
aufräumen: wenn ich hin und her laufe, ist das bei uns auch ein drama. meine lösung: kind mit einbeziehen. ich sage ihr, was ich tue und wo ich hingehe, und fordere sie auf, mitzukommen (ich bringe die wäsche ins schlafzimmer, möchtest du mitkommen?). klappt in 99% der fälle. das hinterherlaufen und weinen ist trennungsangst, das würde ich schon ernst nehmen. mal allein aufs klo - tja. das mache ich in ein paar jahren wieder

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