Wir lieben Risotto, zählt bei mir zu den "schnellen" Gerichten und lässt sich auch mit Sachen aus dem Vorrat kochen, wenn sonst nix eingekauft wurde.
Das Geheimnis ist für mich eindeutig die Sorte und Qualität des verwendeten Reis. Am besten sind Arborio, Vialone und Carnaroli Reis (gibts z.B. in italienischen Supermärkten), mit Milchreis wirds oft eher schmierig. Ich kann mich einigen Vorschreiberinnen anschließen, das mit dem ständigen Rühren ist ein Mythos. In guten Töpfen brennt Risotto nicht so schnell an. Ansonsten ist noch entscheidend, dass die Brühe, mit der aufgefüllt wird, fast Siedetemperatur hat, um den Garprozess nicht zu unterbrechen. So ist Risotto in der "normalen" Garzeit von Reis, also 15 bis 20 min, fertig.
Einfach Zwiebelwürfel in Butter oder Olivenöl glasig andünsten, den Reis kurz mit anrösten, bis die Körnchen leicht glasig sind, dann mit Weißwein ablöschen. Anschließend einen guten Schöpfer Hühnerbrühe drauf, umrühren, langsam köcheln lassen (so das es immer schön blubbert). Lorbeerblatt dazu. Ist die Brühe beinahe aufgesogen, kommen wieder ein zwei Schöpfer Brühe drauf, kurz umrühren, köcheln lassen etc. Ich gebe die Brühe lieber portionsweise zu, da ich so die Menge der Flüssigkeit besser unter Kontrolle haben. Ins Risotto milanese kommt klassischerweise nur Safran (vorher kurz anmörsern), etwas geriebener Parmesan und ein Stück Butter. Man kann aber auch Risotto mit Gemüse machen, dann einfach das Gemüse in Stückchen je nach Garzeit mitköcheln lassen (z.B. als Bauernrisotto mit Möhren, Brokkoli und ausgelassenem Speck, oder jetzt im Frühling mit grünem Spargel).
Zum "guten" Safran:
Guten Safran erkennt man meistens am Preis

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In einigen Gemüseläden hier wird Färberdistel als Safran verkauft. Wenn das große Glas nur ein paar Euro kostet, kann es kein echter Safran sein. Hilfreich ist es, Safran immer als ganze Fäden zu kaufen, nie gemahlen. Wer einmal echten Safran sich angeschaut hat, wird ihn wiedererkennen - am Aussehen, am Geruch, am Geschmack, an der Färbung. Wird Safran gemörsert, löst er sich fast vollständig in Wasser und ein paar wenige Fäden reichen zum Färben und Aromatisieren aus. Eine gute (und verhältnismäßig günstige) Bezugsquelle ist
http://www.madavanilla.de , hier gibts auch unglaublich tolle Vanilleschoten aus der eigenen bio-zertifizierten Plantage auf Madagaskar zu einem Spitzenpreis. Echter Safran aus Spanien kostet dort momentan EUR 2 für 0,125 g. Das ist nicht viel, reicht einem aber wirklich eine Weile.
Die Gärtner unter uns können sich auch Safrankrokusse in den Garten pflanzen und im Herbst ernten (pro Blüte 3 Safranfäden)
Mmmmm, ich glaube am Wochenende gibts mal wieder Risotto!