keine U zum dritten geburtstag?

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kleine-nj
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von kleine-nj »

Seid ca einem halben Jahr wird man in Sachsen vom Kinderschutz (genaue Bezeichnung weiß ich nicht, da ich gerade keinen Brief zu Hause habe) angeschrieben. In diesem Brief ist dann auch eine Überweisung drin, die man zum KA mitnehmen soll. Damit soll festgestellt werden, welche Eltern die Us mit ihren Kindern nicht mitmachen. Außerdem hoffte man wohl, dass auf diesen Brief noch mehr Eltern hingehen. Die Briefe von der Krankenkasse haben da wohl nicht viel gebraucht.
Dass bei nicht wahrgenommener U gleich das Jugendamt vorbeikommt ist mir neu. Ne Freundin von mir hat mal mit ihrem Sohn die eingeschobene U7a verschwitzt und bei der U8 sich dafür entschuldigt. Da meinte der Arzt, dass das gar kein Problem sei. Sie hat in dem Jahr dazwischen auch nichts vom Jugendamt gehört.
Aber aus welchen Gründen sollte man denn die Us auslassen? Ich finde es gut, wenn die Kleinen mal untersucht werden. Kann ja doch was sein, was wir nicht merken. Oder ist da jemand anderer Meinung?
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Alanna
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von Alanna »

kleine-nj hat geschrieben:Aber aus welchen Gründen sollte man denn die Us auslassen? Ich finde es gut, wenn die Kleinen mal untersucht werden. Kann ja doch was sein, was wir nicht merken. Oder ist da jemand anderer Meinung?
Ich schreibs jetzt mal völlig übertrieben - aber wenn du dein Kind prügeln würdest wärst du warscheinlich schon anderer Meinung :?
Grüßle Alanna

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reformkost
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von reformkost »

also bei meinen Kommentaren ging es nicht darum die Us in Frage zu stellen, ich nehme sie auch wahr... Ich wehre mich jedoch vehement dagegen die Aussage stehen zu lassen, dass diese verpflichtend sind, nur weil ein wenig Kontrolle ausgeübt wird. Demnach müsste man aufgrund der Tatsache wie viele Kinderärzte mit der Impfthematik umgehen auch von einer Impfpflicht und nicht von einer Impfempfehlung ausgehen...
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xpet
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von xpet »

Sandküste hat geschrieben:Ich war nicht zur U7a - die war hier wohl noch nicht Pflicht. Aber zur KiGa-Untersuchung mußten wir, weil er kurz nach seinem 3. Geburtstag in den KiGa kam.
was ist denn eine Kiga-Untersuchung? Nie gehört. Tochter wurde auch einfach so genommen :lol:
U7a haben wir erst im Februar.
Januarmädels 2009 & 2015 :)
kleine-nj
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von kleine-nj »

Alanna hat geschrieben:Ich schreibs jetzt mal völlig übertrieben - aber wenn du dein Kind prügeln würdest wärst du warscheinlich schon anderer Meinung :?
genau in die Richtung ging meine Frage. Besser wäre vielleicht zu fragen: Warum sollte ich, wenn ich kein schlechtes Gewissen habe, nicht zur U gehen?

Und ich habe heute die Einladung zur U5 für unsere Kleine bekommen. Jetzt kann ichs genau sagen. Die Einladungen kommen von der Informationsstelle zum sächsischen Kinderschutzgesetz.
banebane
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von banebane »

Hi

ähnliche lage hier, 7a soll stattfinden laut Krankenkassenbrief. Was passiert genau, wenn sie nicht stattfindet? Google erzählt mir was von stufenweiser Eskalation bis hin zu Besuch vom Jugendamt. Hat das jemand schonmal durchgemacht?

@tania - warum "müsst" ihr da hin? Wohnort: Italien?
banebane
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von banebane »

kleine-nj hat geschrieben: Besser wäre vielleicht zu fragen: Warum sollte ich, wenn ich kein schlechtes Gewissen habe, nicht zur U gehen?
Es gibt Gründe, warum Eltern die Untersuchung nicht wahrnehmen wollen. Vielleicht waren sie erst vor kurzem bei Arzt und wollen nicht wieder hin (ist ja auch stressig!!!). Vielleicht fühlen sie sich selbst kompetent genug, für die Gesundheit ihres Kindes zu sorgen und stellen vielleicht sogar verschiedene Dogmen in der Medizin in Frage (z.B. Impfen sie nach einem individuellen Kalender oder sie halten sich nicht an die Empfehlung der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, weil diese sie nicht überzeugen oder sie stillen, tragen und familienbetten viel länger als das generell anerkannt ist :-)).

Der Zwang muss rechtfertigt werden, die Einschränkung der Freiheit, nicht umgekehrt.
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von banebane »

Upps, das klingt ja ein wenig plakativ...
Was ich meinte ist, dass es gute Gründe geben sollte, warum etwas Pflicht oder Quasi-Pflicht (weil ansonsten Nötigung, Jugendamt etc.) wird. Was ist denn eigentlich der Zweck dessen, dass diese Untersuchungen so vehement eingefordert werden? Geht es um die Untersuchungen an sich, so kann sich ein informierter Elter auch selber drum kümmern. Geht es um das Missbrauchsargument, so ist die Frage, ob die Untersuchungen das wirklich aufdecken, die Eltern werden da ja schliesslich auch nicht rund um die Uhr von den Kinderärzten überwacht. Also noch öfter untersuchen? Oder regelmässige Hausbesuche ALLER Eltern? Oder alle Kinder ab Geburt in eine Internat, damit dort die Kontrolle über Gesundheit und Ausbildung übernommen werden kann...? Ihr seht, wie das weitergeht.
Faktisch werden die Eltern mit dem Druck zu U-Untersuchungen erstmal generell verdächtigt, die Gesundheit ihrer Kinder zu vernachlässigen. Ein Rechtsgrundsatz ist aber "im Zweifel für den Angeklagten" und eine freiheitliche Gesellschaft funktioniert auch nicht anders als mit einem gewissen Grundvertrauen. Wir müssen erstmal davon ausgehen, dass die Mehrheit sich an die Regeln hält, sonst käme die Polizei ja gar nicht mehr hinterher, wenn keiner mehr im Supermarkt zahlen würde etc.
Eigentlich wäre es wirklich am besten, wenn keiner mehr zu den U-Untersuchungen hingehen würde, einfach um den Druck von den wenigen zu nehmen, die sich anders entscheiden. Mir sind auch noch mehr Argumente dagegen eingefallen: Wie sinnvoll ist es denn eigentlich, ein gesundes Kind zu einem Ort voller Keime zu bringen? Oder es dahin zu bringen, wenn gerade Hochzeit bei Erkältung und co ist? Das ist eben das Problem an so starren Empfehlungen (alle zwei Jahre zur Vorsorge, 5 Portionen Gemüse am Tag etc.), die gehen eben nie auf die individuelle Situation ein. Deshalb im Zweifel lieber keine solchen Regeln, sondern selbst um Gesundheit, Ausbildung etc. kümmern. Machen wir ja eh, wir schauen unsere Kinder ja dauernd an und merken, wenn sie krank werden oder etwas nicht stimmt. Zusätzlich können wir uns noch informieren, was der Arzt besser sehen könnte als wir und das dann gegebenenfalls dort machen lassen.

Liebe Grüsse
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Tato
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von Tato »

Schwieriges Thema, ABER wenn ein Kind verhungert ist- und ja, Unterernährung wird oft durch den Kinderarzt entdeckt- ist das "Geschreie" auch groß... Wenn man also durch "nerviges Nachfragen" Kinder retten kann, so what? Es darf natürlich nicht in einen Zwang ausarten...
By the way, ziemlich ot, aber Aufklärung wäre mal wieder das Beste, wie viele Menschen denken auch z.B. drei Ultraschalltermine in der SwS seien ja mal mindestens "Pflicht", DAS nervt mich gerade viel mehr als der Ausblick auf U-Kontrolle... Könnten die Hormone sein :3: 8)
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Re: keine U zum dritten geburtstag?

Beitrag von klimaforscherin »

tania hat geschrieben:ich dachte, wir müssten mal wieder zu ner U, aber in seinem heft gibt es u7 zum zweiten und u8 zum vierten. kommen wir dieses jahr also drumrum? und wenn es eine u7a gibt, ist die "pflicht"?
Ich habe jetzt nicht alles gelesen, aber du wohnst doch in Italien? Kommst du extra für die Us nach Deutschland?
Grüße
klimaforscherin
mit Wetterfrosch 2010 und Schwälbchen 2012

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