Ich bin 87 in der DDR geboren, auch mit 6 Monaten Krippe, früh sauber. Und bin frech wie BolleVerseau hat geschrieben: ich bin 86 in der DDR geboren, das sagt glaub ich ziemlich viel aus, oder?
mit 6monaten in die krippe, zum sauber werden auf den topf gesetzt und mit nem gürtel am laufstall fixiert, ferbern ect.pp
mal ganz provokativ
- bienenmeister
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Re: mal ganz provokativ
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Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
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Re: mal ganz provokativ
naja, jeder hat ne andere grundidentität, würd ich mal sagen 
ich glaube trotzdem, das meine mutter mich verhunzt hat und ich bin echt dankbar für meinen mann, der mich wieder gerade biegt
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- Drachenblut
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Re: mal ganz provokativ
Macht es für Dich einen Unterschied, wer oder was Dich "verhunzt" hat? Ich finde es immer wenig zielführend, wenn man nach einem Schuldigen sucht, weil man dann seine Energien darauf verwendet, anstatt zu schauen, was man selbst tun kann, damit es einem wieder gut geht.
In der Verhaltenstherapie ist das "Verzeihen" ein recht wichtiger Bestandteil, u.a. (denke ich), weil man seine Kräfte eben nicht auf unnütze Dinge fokussieren soll, weil sie dann an anderer Stelle fehlen.
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LG Drachenblut mit ihrer 3köpfigen Brut 
Erfahrungen sind wie Apfelkuchen:
am besten selbstgemacht!
(Tochter 1997, Sohn 1998, Sohn 2007)
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Re: mal ganz provokativ
Ich bin 82 in der DDR geboren, kam aber 'erst' mit 2 in den KiGa, wurde aber trotzdem im Bett angebunden, weil ich immer aufstand- ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das toll fand. Meine Mutter hat alle gängigen Ratgeber aufgehoben und mir dann geschenkt---da ist mir klar, warum sie was wie gemacht hat.
Ich kann mich nicht erinnern, dass mich mal jemand in den Schlaf begleitet hat, außer ich war krank. Ich ließ mich vor dem Schlafen immer rückwärts ins Bett fallen- bis es ein Mal knallte...meine Mutter sagte noch: so, das hast Du jetzt davon...kam aber nicht mal gucken. Das tat dann mein Vater- der mich dann auch zum Nähen durch die Nacht trug.
Ich habe ein eher schwaches Selbstbewusstsein und denke schnell, dass vieles meine Schuld ist, aber das resultierte dann auch aus dem restlichen Umgang (Formulierungen, die ich mir immer anhören durfte bzw. zu wenig Erklärungen über die Situation, Gefühle oder was auch immer) Ich habe auch sehr wenig Trost bekommen- entweder war es 'nicht so schlimm' oder es war 'meine Schuld' weil ich ja nicht aufgehört habe mit dem Unsinn, wie mir geheissen wurde...
Ich denke auch oft, wenn ich die 'aber in Afrika...' Bemerkungen höre, dass es dort zu sicherlich der gleichen Zeit wie hier so kinderunfreundlich wurde. Außerdem ist es mit 8 Kindern immens schwer sich ausreichend, neben der Versorgung, auf die Art wie wir sie uns für unsere Kind wünschen, zu kümmern. Wer fährt schon mit einem KiWa durch den Sand? Klar trägt man dort, weil nichts anderes verfügbar bzw. unpraktisch ist- hier sehe ich kaum dunkelhäutige Eltern, die tragen. Auch die Kolonialmächte haben ihre 'Überlegenheit' schließlich auch genug vorgeführt- das galt/gilt auch dort bei vielen als Vorbild.
Mir kamen nämlich seit ich Einblick in manche afrikanischen Familien hatte ähnliche Erkenntnisse, die mich sehr traurig stimmten. Genauso mit dem Stillen- in Afrika wird schon lang nicht ausschließlich gestillt, weil man sagt, die Mutter hat eh nicht genug Nahrung zur Verfügung um ausreichend Milch zu produzieren- mit 4- 6 Wochen gibt es das erste Mal Reisbrei- wenn es geht vorgekaut und dann so weiter...
Ich tue das, was tue auch aus dem Grund, weil ich das Gefühl habe, dass meine Kinder dann zufrieden sind und ich kein Geschrei ertragen möchte (natürlich erstmal im Babyalter
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Ich kann mich nicht erinnern, dass mich mal jemand in den Schlaf begleitet hat, außer ich war krank. Ich ließ mich vor dem Schlafen immer rückwärts ins Bett fallen- bis es ein Mal knallte...meine Mutter sagte noch: so, das hast Du jetzt davon...kam aber nicht mal gucken. Das tat dann mein Vater- der mich dann auch zum Nähen durch die Nacht trug.
Ich habe ein eher schwaches Selbstbewusstsein und denke schnell, dass vieles meine Schuld ist, aber das resultierte dann auch aus dem restlichen Umgang (Formulierungen, die ich mir immer anhören durfte bzw. zu wenig Erklärungen über die Situation, Gefühle oder was auch immer) Ich habe auch sehr wenig Trost bekommen- entweder war es 'nicht so schlimm' oder es war 'meine Schuld' weil ich ja nicht aufgehört habe mit dem Unsinn, wie mir geheissen wurde...
Ich denke auch oft, wenn ich die 'aber in Afrika...' Bemerkungen höre, dass es dort zu sicherlich der gleichen Zeit wie hier so kinderunfreundlich wurde. Außerdem ist es mit 8 Kindern immens schwer sich ausreichend, neben der Versorgung, auf die Art wie wir sie uns für unsere Kind wünschen, zu kümmern. Wer fährt schon mit einem KiWa durch den Sand? Klar trägt man dort, weil nichts anderes verfügbar bzw. unpraktisch ist- hier sehe ich kaum dunkelhäutige Eltern, die tragen. Auch die Kolonialmächte haben ihre 'Überlegenheit' schließlich auch genug vorgeführt- das galt/gilt auch dort bei vielen als Vorbild.
Mir kamen nämlich seit ich Einblick in manche afrikanischen Familien hatte ähnliche Erkenntnisse, die mich sehr traurig stimmten. Genauso mit dem Stillen- in Afrika wird schon lang nicht ausschließlich gestillt, weil man sagt, die Mutter hat eh nicht genug Nahrung zur Verfügung um ausreichend Milch zu produzieren- mit 4- 6 Wochen gibt es das erste Mal Reisbrei- wenn es geht vorgekaut und dann so weiter...
Ich tue das, was tue auch aus dem Grund, weil ich das Gefühl habe, dass meine Kinder dann zufrieden sind und ich kein Geschrei ertragen möchte (natürlich erstmal im Babyalter
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...
Gazelle (08/07)+Katerchen (07/10)
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Re: mal ganz provokativ
jep. meine mutter war mit mir 4 jahre zu hause.Zierbanane hat geschrieben:Ich wurde gestillt und meine Mutter war mit mir volle drei Jahre Zuhause. Und das war auch zu DDR Zeiten. Und doch, damals war es möglich.
Sakura mit zwei tollen Mädels 04/11 und 05/13
Ich werde sie lehren, den eigenen Weg zu gehen,
vor keinem Popanz, keinem Weltgericht,
vor keinem als sich selber gerade zu stehen. (Reinhard Mey)
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Re: mal ganz provokativ
Verseau hat geschrieben:naja, jeder hat ne andere grundidentität, würd ich mal sagen
ich glaube trotzdem, das meine mutter mich verhunzt hat und ich bin echt dankbar für meinen mann, der mich wieder gerade biegt
Es tut mir wirklich sehr Leid, dass du schlechte Erfahrungen mit deiner Mutter gemacht hast. Wie du andeutest, muss man das aber eben differenziert sehen. Und ohne Dir zu Nahe treten zu wollen, macht mich das mit deinem Mann irgendwie stutzig. Das hast du bestimmt anders gemeint, als geschrieben.
Liebe Grüße
mit Äffchen (02/2012) und Sommerhoffnung (07/2015)
Tragen für Fortgeschrittene: Heute mal ohne Tuch!
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Maja
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Re: mal ganz provokativ
Ja, es gibt immer einen Weg. Auch im stillfeindlichen Westen gab es in den 70ern Mütter, die lange gestillt haben (meine zum BeispielSakura hat geschrieben:jep. meine mutter war mit mir 4 jahre zu hause.Zierbanane hat geschrieben:Ich wurde gestillt und meine Mutter war mit mir volle drei Jahre Zuhause. Und das war auch zu DDR Zeiten. Und doch, damals war es möglich.
Aber es war eben die Ausnahme und der gesellschaftliche Druck war immens hoch - in der DDR sicher noch viel krasser als in der BRD. Umso schöner, dass manche den Willen und Mut aufbringen konnten!
2004/2006/2014
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Lila
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Re: mal ganz provokativ
o.k. du denkst über das thema an ... gut ... ich persönlich finde es nämlich immer etwas anstrengend, wenn so getan wird als wäre in "traditionellen kulturen" alles soooo wunderbar blümchenwiesenmäßig.
es macht sinn zu unterscheiden zwischen gegenwärtigen afrikanischen stämmen und traditionellen kulturen, meines wissens nach gibt es davon noch nicht mal mehr zwei hände voll auf der gesamten welt.
vollkommen unabhängig davon, ob du auf traditionelle kulturen oder afrikanische stämme fern ab der "zivilisation" oder "modernen einflüsse" leben, ist dort nicht alles "prima".
mal ganz abgesehen vom mythendenken, von geschlechtsspezifischen rollenzuschreibungen, von wenigen möglichkeiten des kritischen hinterfragens, vom gehörsam den alten gegenüber und natürlich viele nachteile aufgrund von mangelhafter gesundheitsfürsorge und krankheitenbekämpfung, rituelle praktiken (z.b. im bereich der partnerwahl) etc.
dennoch leben traditionelle kulturen noch näher am puls der zeit. im sinne der evolutionsbiologie war ein hoher outcome wichtig ... es war notwendig, dass der nachwuchs durchkommt und dass auch der gebärenden unter der geburt wenig passiert, auf diese weise haben sich natürlich über viele, sehr viele jahre praktiken entwickelt, die die reproduktion unterstützen und die entwicklung des nachwuchses.
auf diese weise haben sich z.B. aufrechte geburtspraktiken entwickelt und das stillen nach bedarf, das tragen am körper, das schlafen gemeinsam mit dem kind. niemand hat sich entwicklungspsychologische gedanken gemacht. aber es sind dinge heraus gekommen, die dem kind gut getan haben und in zeiten der evolutionären angepasstheit dafür gesorgt, dass eine gute fitness bestand ... eine gute umwelt-individuum passung ...
aus dieser perspektive betrachtet sind säuglinge biologisch gesehen noch immer darauf angepasst mit viel körperkontakt groß zu werden. dies ist eine körper-seelen-erfahrung, die wichtig ist, die das kind wahrnimmt und in ihm bleibt, nicht kognitiv, aber auf der leib-seelen-ebene.
und dennoch, wild irgendwelche praktiken in unsere kulturelle zu übernehmen und dies obwohl wir anders geprägt, anders groß geworden sind und die rahmenbedingungen anders sind, sehe ich kritisch, es ist ein konstrukt, zuweilen ist es in, mal will ganz besonders "ursprünglich" sein und ist doch häufig nur aufgesetzt.
wenn das stillen nach bedarf zu einer belastung wird oder zu eine machtkampf, dann wäre es evtl. angemessener dinge nicht eins zu eins zu übernehmen, sondern anzupassen.
ich glaube, dass man seinen kindern unendlich viel schenkt, wenn man sie mit körperkontakt - in welcher form auch immer - groß werden lässt. dennoch sind die erzieherische komponenten wichtig und ich bin sehr froh darüber, dass ich frei von mythen meine reflexiven fähigkeiten im umgang mit meinen kindern einsetzen kann / darf.
ich glaube wichtig ist, den eigenen weg zu finden und sich der möglichkeiten zu bedienen sich verschiedene informationen zu holen. es halt sehr individuell und pluralistisch geworden, das verunsichert und führt leider immer wieder dazu, dass x und y der weisheit letzten schluss bekannt geben und tun als gäbe es DIE eine wahrheit ... aber gibt es die wirklich? und findet man sie wirklich, wenn man die vergangenheit romantisiert? meiner meinung nach war sie es nicht und man doch vieles von ihr lernen.
die mischung macht es: authenzität, körperkontakt, reflexion, respekt, klarheit
liebe grüße
es macht sinn zu unterscheiden zwischen gegenwärtigen afrikanischen stämmen und traditionellen kulturen, meines wissens nach gibt es davon noch nicht mal mehr zwei hände voll auf der gesamten welt.
vollkommen unabhängig davon, ob du auf traditionelle kulturen oder afrikanische stämme fern ab der "zivilisation" oder "modernen einflüsse" leben, ist dort nicht alles "prima".
mal ganz abgesehen vom mythendenken, von geschlechtsspezifischen rollenzuschreibungen, von wenigen möglichkeiten des kritischen hinterfragens, vom gehörsam den alten gegenüber und natürlich viele nachteile aufgrund von mangelhafter gesundheitsfürsorge und krankheitenbekämpfung, rituelle praktiken (z.b. im bereich der partnerwahl) etc.
dennoch leben traditionelle kulturen noch näher am puls der zeit. im sinne der evolutionsbiologie war ein hoher outcome wichtig ... es war notwendig, dass der nachwuchs durchkommt und dass auch der gebärenden unter der geburt wenig passiert, auf diese weise haben sich natürlich über viele, sehr viele jahre praktiken entwickelt, die die reproduktion unterstützen und die entwicklung des nachwuchses.
auf diese weise haben sich z.B. aufrechte geburtspraktiken entwickelt und das stillen nach bedarf, das tragen am körper, das schlafen gemeinsam mit dem kind. niemand hat sich entwicklungspsychologische gedanken gemacht. aber es sind dinge heraus gekommen, die dem kind gut getan haben und in zeiten der evolutionären angepasstheit dafür gesorgt, dass eine gute fitness bestand ... eine gute umwelt-individuum passung ...
aus dieser perspektive betrachtet sind säuglinge biologisch gesehen noch immer darauf angepasst mit viel körperkontakt groß zu werden. dies ist eine körper-seelen-erfahrung, die wichtig ist, die das kind wahrnimmt und in ihm bleibt, nicht kognitiv, aber auf der leib-seelen-ebene.
und dennoch, wild irgendwelche praktiken in unsere kulturelle zu übernehmen und dies obwohl wir anders geprägt, anders groß geworden sind und die rahmenbedingungen anders sind, sehe ich kritisch, es ist ein konstrukt, zuweilen ist es in, mal will ganz besonders "ursprünglich" sein und ist doch häufig nur aufgesetzt.
wenn das stillen nach bedarf zu einer belastung wird oder zu eine machtkampf, dann wäre es evtl. angemessener dinge nicht eins zu eins zu übernehmen, sondern anzupassen.
ich glaube, dass man seinen kindern unendlich viel schenkt, wenn man sie mit körperkontakt - in welcher form auch immer - groß werden lässt. dennoch sind die erzieherische komponenten wichtig und ich bin sehr froh darüber, dass ich frei von mythen meine reflexiven fähigkeiten im umgang mit meinen kindern einsetzen kann / darf.
ich glaube wichtig ist, den eigenen weg zu finden und sich der möglichkeiten zu bedienen sich verschiedene informationen zu holen. es halt sehr individuell und pluralistisch geworden, das verunsichert und führt leider immer wieder dazu, dass x und y der weisheit letzten schluss bekannt geben und tun als gäbe es DIE eine wahrheit ... aber gibt es die wirklich? und findet man sie wirklich, wenn man die vergangenheit romantisiert? meiner meinung nach war sie es nicht und man doch vieles von ihr lernen.
die mischung macht es: authenzität, körperkontakt, reflexion, respekt, klarheit
liebe grüße
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Re: mal ganz provokativ
das trifft auch auf mich zu.greenie bird hat geschrieben:Ich bin 82 in der DDR geboren, kam aber 'erst' mit 2 in den KiGa, wurde aber trotzdem im Bett angebunden, weil ich immer aufstand- ich kann mir nicht vorstellen, dass ich das toll fand. Meine Mutter hat alle gängigen Ratgeber aufgehoben und mir dann geschenkt---da ist mir klar, warum sie was wie gemacht hat.
Ich kann mich nicht erinnern, dass mich mal jemand in den Schlaf begleitet hat, außer ich war krank. Ich ließ mich vor dem Schlafen immer rückwärts ins Bett fallen- bis es ein Mal knallte...meine Mutter sagte noch: so, das hast Du jetzt davon...kam aber nicht mal gucken. Das tat dann mein Vater- der mich dann auch zum Nähen durch die Nacht trug.
Ich habe ein eher schwaches Selbstbewusstsein und denke schnell, dass vieles meine Schuld ist, aber das resultierte dann auch aus dem restlichen Umgang (Formulierungen, die ich mir immer anhören durfte bzw. zu wenig Erklärungen über die Situation, Gefühle oder was auch immer) Ich habe auch sehr wenig Trost bekommen- entweder war es 'nicht so schlimm' oder es war 'meine Schuld' weil ich ja nicht aufgehört habe mit dem Unsinn, wie mir geheissen wurde...
ich fühle mich eigentlich immer sofort als schuldige.
meine mutter sagt "mit dir kann man nicht reden, du bist sofort eingeschnappt" das ist auch so ein ding, dass ich gerne ändern möchte und mit anderen mensche auch nicht so schwer zu sein scheint - nur mit ihr kann ich immer noch nicht diskutieren, sondern bin gleich auf 180.
(sie ist aber auch immer sehr beleidigent in ighren aussagen...)
wie meinst du?bienenmeister hat geschrieben:Verseau hat geschrieben:naja, jeder hat ne andere grundidentität, würd ich mal sagen
ich glaube trotzdem, das meine mutter mich verhunzt hat und ich bin echt dankbar für meinen mann, der mich wieder gerade biegt
Es tut mir wirklich sehr Leid, dass du schlechte Erfahrungen mit deiner Mutter gemacht hast. Wie du andeutest, muss man das aber eben differenziert sehen. Und ohne Dir zu Nahe treten zu wollen, macht mich das mit deinem Mann irgendwie stutzig. Das hast du bestimmt anders gemeint, als geschrieben.
Liebe Grüße
ich hab durch meinen mann vertrauen in mich selbst.
er ist mir die größte stütze im leben.
durch ihn hab ich gelernt zu lachen und das leben zu nehmen wie es kommt und zu geniesen.
sorry aber ich kann mich nicht so richtig ausdrücken und suche ewig nach den richtigen worten und finde sie doch kaum...
Verseau, 25


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Re: mal ganz provokativ
da kann ich mich nur an eine dame erinnern, die als sozialarbeiterin in südafrika war und fest davon überzeugt, dass das schlafen neben der mutter den plötzlichen kindstod fördere- folglich also die menschen dort beriet die kinder in eigene betten zu legenLila hat geschrieben: dennoch leben traditionelle kulturen noch näher am puls der zeit. im sinne der evolutionsbiologie war ein hoher outcome wichtig ... es war notwendig, dass der nachwuchs durchkommt und dass auch der gebärenden unter der geburt wenig passiert, auf diese weise haben sich natürlich über viele, sehr viele jahre praktiken entwickelt, die die reproduktion unterstützen und die entwicklung des nachwuchses.
auf diese weise haben sich z.B. aufrechte geburtspraktiken entwickelt und das stillen nach bedarf, das tragen am körper, das schlafen gemeinsam mit dem kind. niemand hat sich entwicklungspsychologische gedanken gemacht. aber es sind dinge heraus gekommen, die dem kind gut getan haben und in zeiten der evolutionären angepasstheit dafür gesorgt, dass eine gute fitness bestand ... eine gute umwelt-individuum passung ...
Sprache ist ein mangelhaftes Instrument zum Ausdrücken von Gefühlen bzw. scheine ich schlecht darin zu sein, bitte fragt bei zweifelhaften Äußerungen von mir nach...
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