Liebe Fusionistin,
ich bin sicher, dass die Antworten in diesem Thread in bester Absicht verfasst wurden, und ganz sicher nicht, um Dich zu ärgern oder unangemessen zu kritisieren. Ein unverfängliches "Danke für Eure Ideen, ich muss mal schauen, was davon auf uns passt" wäre als Antwort Deinerseits auf die anderen Beiträge sicherlich auch möglich gewesen

und hätte alle Beteiligten vermutlich etwas weniger gestresst.
Vielleicht ist ja diese kleine Zusammenfassung hilfreich:
* Es ist vollkommen wurscht, ob beinahe beikostreife Babys täglich 1000, 1080 oder 1180 ml trinken. Durst/Hunger ist individuell, und hängt dazu von bestimmten Umständen ab, z.B. vom Geschlecht, vom aktuellen Wachstumsmuster, vom Gesundheitszustand, von der Umgebungstemperatur, von der Mobilität/Agilität des Babys.
Es ist richtig, dass junge Säuglinge mit deutlich mehr als einem Liter Nahrung oft noch nicht gut zurechtkommen. Neugeborene wären in den ersten Lebenswochen mit z.B. täglich 1600 ml vermutlich überfordert. Ältere Babys, die ohnehin bald die Beikostreife erlangt haben werden, können sicher problemlos 1000, 1200, 1400 ml bewältigen, falls sie eben diesen Bedarf haben. Ganz sicher keine Sorgen muss man sich machen, wenn ein älteres Baby pro Mahlzeit 30 ml mehr trinkt als üblich - diese Menge liegt definitiv
innerhalb der grundsätzlich üblichen Schwankungsbreite des täglichen Appetits.
* Selbstverständlich sollst Du einem vor Hunger weinenden Baby keinen Schnuller reindrücken - das hat auch niemand geschrieben! Das nächstliegende wäre doch, einfach noch einen "Nachtisch" in Form einer weiteren, kleinen Pre-Portion anzubieten.
* Das Mundgefühl von Flaschensauger und Schnuller ist unterschiedlich. Viele Babys saugen einfach gerne noch weiter, manche mögen auch gern, wenn dabei auch noch ein bisschen was an Flüssigkeit kommt. Das Rausziehen der Flasche und Reinstecken des Schnullers quitieren nicht wenige Babys mit Weinen. Hier könnte dann auch helfen: das Baby auf den Arm nehmen, herumtragen, schaukeln.
* Leert ein Baby die Flasche in sehr kurzer Zeit, ist das ungünstig. 1. sieht es hinterher oft noch so aus, als habe es Hunger (dies kann dann stimmen oder auch nicht), und 2. ist zum Training der Gesichtsmuskulatur und zur Ausbildung gut entwickelter Knochen- und Kieferstrukturen ein langes, kräftiges Saugen wünschenswert. Eine Fläschchenmahlzeit sollte daher, insb. wenn nur 4 oder 5 Mahlzeiten in 24 Stunden stattfinden, mindestens 20-30 Minuten dauern. Entsprechend sollten Flaschenmarke und Saugerloch so gewählt werden, dass die möglich ist.
Ich drück Dir die Daumen, dass Du bald einen für Euch alle passenden Weg findest.
LG
Julia