ich kann nicht mehr...

Fragen und Antworten rund um das Thema Stillen

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Minchen
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Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von Minchen »

Kommst Du ins Erziehungsforum rein? Da gibts nen sehr guten Beitrag zum Thema essen und herumkaspern...

Ich hab die Erfahrung gemacht, wenn ich mich mit ihm hinsetze und mitesse, dann isst er vollkommen problemlos. Spielt er mit dem Essen, kommts weg, dann hat er keinen HUnger. Vielleicht solltest Du mal "Mein Kind will nicht essen" lesen?
"Tanze mit Deinem Baby im Mondschein, wenn es die Nacht zum Tag macht, singe fröhliche Lieder mit Deinen Kindern im Regen, mache Kissenschlachten, matsche mit ihnen im Schlamm und springe in Pfützen, macht ein Picknick UNTERM Tisch - vergiss nie: in 20 Jahren wirst Du sagen, es war die schönste Zeit Deines Lebens!"
von Minchen mit Frühling (2008), Sommer (2009), Herbst (2013) und Winter (2011)
rocking mammal
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Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von rocking mammal »

danke leute für die vielen tipps, ratschläge etc. - keine sorge, ich lese massig bücher über die entwicklung von kindern, schon allein, weil das thema einen großen teil meines studiums einnimmt. plus all die "mommy-must-have-werke". und trotzdem kann ich nicht jeden tag profi sein, sondern möchte einfach nur mal mensch sein dürfen, dem es eben mal zu viel wird. in dem fall hilft mir kein buch, sondern einfach die ansprache, ein dialog mit anderen frauen, die mir in dem moment nicht meine ganzen "denkfehler" und "einstellungsprobleme" erläutern, sondern einfach auch mal für mich verständnis haben. mir würde es viellicht eher helfen, mal etwas zu lesen, das sich nicht um mein kind dreht.
ich hatte bisher noch nie probleme mit meinem kleinen, sonst würde er nicht überall als besonders freundliches, fröhliches, zufriedenes und ausgeglichenes kerlchen auffallen. nur JETZT, seit ein paar tagen, ist das einfach mal *nicht* der fall und es schlaucht mich, sogar sehr, und vielleicht gerade *weil* bisher alles so problemlos war. wäre schön, wenn von einigen alles gelesen worden wäre, das ich geschrieben habe, nicht nur der teil, an dem man mir "verbesserungsvorschläge" machen kann. sorry, mir kommt manches einfach wie ganz viel selbstdarstellung vor und nicht wie ein versuch, jemandem zu helfen, der einfach gerade leicht erschöpft ist.
--- viele Grüße! ---
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Minchen
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Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von Minchen »

Ich hoffe, meine Postings kamen nicht so rüber, auch wenn ic Dir viele Beispiele von uns geschrieben habe... :(

Ich wollte Dir nur Mut machen, weil Dein Gefühl sehr gut kenne und weiß, wie genervt man ist. Und ich habe in meinem Umfeld leider auch nicht viel Verständnis bekommen: das Stillen war schuld oder das Familienbett usw. ... :roll:

Hast Du irgendein Hobby, das Dich sehr erfüllt? Ich hab mit dem Nähen angefangen und bemerkt, dass ich dabei komplett abtauche. Die Kinder sind für kurze ZEit weit weg. Ähnlich funktioniert bei mir Sport. HAst Du irgendeine Chance, so etwas zu machen?

Achja, und versuch mal, ihm etwas "Erlaubtes" (eine Schublade, die DU dafür ausgesucht hast) zu "verbieten" - das wirkt bei uns Wunder. in Notsituationen.. :wink:
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Traumwind
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Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von Traumwind »

rocking mammal hat geschrieben:. sorry, mir kommt manches einfach wie ganz viel selbstdarstellung vor und nicht wie ein versuch, jemandem zu helfen, der einfach gerade leicht erschöpft ist.
Diesen Vorwurf finde ich ziemlich unfair. Die Mädels hier sind alles Mamas, teils mit einem, teils mit mehren Kindern und berichten alle aus ihrer eigenen Erfahrung - was hat das mit Selbstdarstellung zu tun. ... und jede, wirklich jede, stand bestimmt schon mal an der selben Stelle wie Du, denn irgendwann geht es jeder einmal so. Du willst keine Tips hören, wie Du Dir vielleicht den Alltag erleichtern kannst. Du willst keine aufmunternden Worte hören, dass es anderen auch so geht? Was willst Du dann?? Natürlich wird man in einem Forum in dem es um HAUPTSÄCHLICH um Kinder geht und in einem Thread in dem jemand über seine Probleme mit seinem Kind jammert, Tips geben wie man sich den Alltag einfacher gestalten kann. Dazu gehören auch die ganzen, wie Du sie abfällig nennst, Mummy Must Haves an Büchern. :roll: Ich bin keine, die viele Erziehungsbücher liest, vor allem nicht die, die mir sagen, ich soll so oder so mit meinem Kind umgehen. Aber ich habe, als erstes Buch dieser Sparte überhaupt, In Liebe wachsen gelesen ... und glaub mir, seither hat sich meine Einstellung meiner Kinder gegenüber aber mindestens um 80° gedreht. Mir sind bei diesem Buch 1000de von Lichtern aufgegangen und ich kann - grade in solchen Extremsituationen- sehr viel daraus ziehen.

Mein Großer ist extrem verhaltensauffällig und in Behandlung, meine Kleine 13 Monate und eine Krawallschachtel sondersgleichen, mein Mann 12-14 Stunden am Tag außer Haus, ich selbst habe 2 Autoimmunerkrankungen + eine psychische Erkrankung, die ich aber ziemlich im Griff habe. Ich stoße derzeit täglich an meine Grenzen und Dein erster Post könnte im Grunde genommen von mir sein. Allerdings würde ich dann niemanden hier der Selbstdarstellung bezichtigen, wenn er aus seinem eigenen Alltag erzählt oder mir eventuell Büchertips gibt, denn es ist ja nur gut gemeint. Klar, Du bist fertig - aber dann hier auch noch wie ein Hurricane durchzubürsten, dafür hab ich echt kein Verständnis, sorry!
Mama³

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Erdbeerbaby
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Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von Erdbeerbaby »

@ rocking mammal: Deine Frage ob ich unterm Tag noch stille. Teils, teils, wenn sie möchte dann ja. Es kommt aber schon vor das sie einen Tag gar nicht mag. Ich denke sie stillt sich jetzt selbst schön langsam ab. Nachts liegt sie im FB und wenn sie wach wird klopft sie mir mittlerweile nur auf die nackteHaut, egal wo, sie braucht nur den Körperkontakt. Aber meistens schläft sie jetzt durch, außer Zahn, wachsen, anstrengender Tag, Krank ( wie letzte Nacht) und sowas halt. Die Situation mit dem Essen kenn ich auch :roll:
Liebe Grüsse Nadine mit Erdbeerbaby 01/09 und Milchknilch 07/11
rocking mammal
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Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von rocking mammal »

hi jessi,

sorry, dass du dich ärgerst.
mir fällt einfach extrem oft auf, dass müttern, die in einer ähnlichen lage sind, oft einfach ein buch empfohlen wird. und das sind nun mal die, die im moment "im trend liegen", ich brauch sie ja nun nicht alle aufzählen. und das meine ich auch mit "selbstdarstellung" - "das problem kenn ich, aber ich habe es mit buch xyz gelöst". einige von diesen büchern finde ich sind absolut rausgeworfenes geld, manche sind klasse.
und es ist und bleibt meine meinung, dass einer mutter, die sich einfach mal ausk***** muss, die gerade ein sehr dünnes nervenkostüm hat, erst mal hilfe für *sich* bekommen sollte und nicht ratschläge, wie sie ihren job besser machen kann. eine sehr weise frau hat mal gesagt: "ratschläge sind auch schläge". einigen hier dürfte dieser satz sehr bekannt vorkommen, hoffe ich doch jedenfalls.
ich bin selbst ganz groß darin, frauen, die mich um "prakische" hilfe bitten, dieses und jenes empfehlen. aber ich merke auch, wenn es jemandem einfach nur mies geht, vielleicht wurde das ja hier nicht deutlich genug? da bin ich wieder an der stelle, dass es mir so vorkommt, als würde manchmal eine ganz bestimmte stelle aus dem geschriebenen herausgepickt und das in den mittelpunkt gestellt.
es ist vermutlich einfach ein fehler, in einem forum mal die hosen runterzulassen, wenn man sich mal überlastet fühlt. dieses eine mal im jahr, wo einem alles mal eine woche alles zu viel erscheint, man an sich zweifelt, am liebsten auf eine einsame insel möchte und sich mit selbstvorwürfen unter druck setzt.

@minchen: hab auch schon überlegt, ob das eine möglichkeit wäre (das erlaubte verbieten), aber da frage ich mich, ob der dann nicht total durcheinander kommt mit erlaubt-verboten?

so, muss business machen ;)
--- viele Grüße! ---
Lösche Benutzer 1828

Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

liegt ja auch immer an einem selber, wie man das aufnimmt - was paßt, kann man "mitnehmen", was nciht paßt, paßt halt nicht...

Ich habe hier und in anderen FOren schon ganz oft Hilfe erhalten und ja, auch durch die Schilderung der Sichtweise anderer Menschen.
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Iris
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Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von Iris »

Tja, so ist das, wenn man im Internet postet. Man bekommt eine Fülle von Antworten, aus denen man sich selbst halt das Beste raussuchen muss. Und gelegentlich ist halt auch ein Buch dabei. Manchen hilft es, o.k., dir halt nicht. Deswegen empfinde ich es aber nicht als schlechten Rat oder gar einen Rat-Schlag.
Du schreibst, dass Dein Sohn ansonsten ein Sonnenscheinchen ist. Dann scheinen mir doch all diejenigen recht zu haben, die davon ausgehen, dass es sich hier wohl wirklich um die "Hilfe ich werde ein Jahr alt"-Phase handelt. Ich bin damals auch am Stock gegangen. Und ein "Das geht auch wieder vorbei" mag man dann nicht glauben. Es geht aber wirklich vorbei. :wink:
Iris mit Großer -10/05- und Kleiner -02/08- , erzogen und geimpft
Lösche Benutzer 1828

Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

..es geht vorbei und dann kommt die nächste Phase 8)
Und ich bleibe dabei: Gelassenheit suchen (nicht leicht) hilft enorm - denn es bleibt niht die letzt Phase. Und ich finde, je älter die Kinder werden, desto anstrengender wird es - nicht körperlich (irgendwann schlafen sie durch, essen allein) aber psychisch.

Wir hben hier gerade auch eine echt anstrengende Phase bei unserem 2jährigen - er entdeckt m it Macht sein Selbständigkeit und braucht dabei ganz viel RÜckhalt, aber dabei bitte keine Grenzen für ihn - läßt sich im Alltag mti zwei weiteren Kindern nicht immer leicht handhaben. Ich bin auch gerade ziemlich fertig - ständig ist jemand krank, dann der kleine "Brüllaffe" zur Zeit. Ich frage m ich auch derzeit oft "und wo bleibst Du" - trotdzem sind m eine Kinder diejenigen, die bedürftiger sind als ich, finde ich.
Als ich heute früh duschen ging, bekam er einen Schreianfall und tobte im Bad herum...das geht derzeit mehrmals am Tag so. Er hat seine eigenen Vorstellungen von den Dingen - und wenn der Ablauf davon abweicht, geht für ihn eine Welt unter.
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Traumwind
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Re: ich kann nicht mehr...

Beitrag von Traumwind »

Ich schließe mich Iris an. ;-)

Allerdings hilft mir z.B. ein "Das geht wieder vorbei" oder ein "Das ist nur eine Phase" oft in diesen Phasen gar nicht, weil es mich eben dann interessiert wie andere das durchgestanden haben. Aber das bin ich und das bist nicht Du, das ist auch klar. ;-) Ich habe den Gonzales auch in so einer Phase empfohlen bekommen, dachte mir auch erst, aber ich les doch solche Bücher nicht ... aber er hat mir wirklich geholfen... und tut es immer noch. ... und auch Buchempfehlungen sind in meinen Augen Hilfestellungen - ob ich sie annehme oder nicht, das ist dann meine Sache.
Ebenso wie ich finde, dass man im Internet schon mal die Hosen runterlassen kann. Aber man muss in einer Flut von 1000den von täglichen Usern einfach auch mal mit Gegenwind rechnen oder kritische Stimmen durchlassen. Die muss ich dann einfach überlesen oder richtig stellen. ;-) Nicht bei jedem kommt mein Geschreibsel so an, wie ich es gemeint hab. Da liegt es dann eben auch wieder an mir, missverstandenes richtig zu stellen.

Aber um mal zum eigentlichen Thema zurückzukommen: hier ist es momentan wieder ähnlich und ich weiß, dass es furchtbare Kraft kostet, da manchmal nicht durchzudrehen. Ich bin momentan so kraftlos, dass ich nur noch zum nötigsten fähig bin. :oops: Sie ist seit 3 Wochen krank, meistens in Brüllaune, schläft nachts kaum und tags auch wenig ... desweiteren stillt sie wieder zu 99%. :dagegen:
Sandküste hat geschrieben:Er hat seine eigenen Vorstellungen von den Dingen - und wenn der Ablauf davon abweicht, geht für ihn eine Welt unter.
Das finde ich einen ganz wichtigen Aspekt, den wir Erwachsenen ganz oft vergessen. Wir finden es in diesem Augenblick vielleicht nicht schlimm, aber für die Zwerge ist es die Hölle...
Mama³

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