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Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 23.09.2015, 21:04
von Mondenkind
jaloca hat geschrieben:Was ich dich noch fragen wollte - im tiefkühlet hat es viel milch mit frühestem datum "mai". Jetzt werden es bald 6 monate sein und noch keine aussicht auf brei. Was soll ich damit machen, was empfehlst du mir? Nach halbem jahr habe ich gelernt, dass es nicht mehr gut sein soll? Das fände ich so schlimm, wenn das alles weggeleert werden muss :-(. Und auch sonst - könnte ich es für brei verwenden, wenn es nicht erhitzt werden darf?
Sorry, nee, das hatte ich übersehen. Also 6-12 Monate bei -18° sagt man eigentlich. Für Beikost kannst du die sicher noch verwenden.
jaloca hat geschrieben:Andere Babys haben schon laaaaaaaange das Geburtsgewicht verdoppelt und wir schleppen uns so langsam dahin ;-).
Es gibt ja immer Phasen, da ist die Zunahme mal mehr, dann ist sie wieder etwas weniger. Im Infekt zählt es eh nicht, da ist es ganz normal, wenn die Zunahme stagniert.
jaloca hat geschrieben:Jetzt hat er fast keine Chance der Arme, denn ich habe sie schon zu fest an die Brust gewöhnt: selber schuld. Immer wenn sie aufgeregt ist oder Schmerzen hat oder so: sofort an die Brust und in 95% der Fälle hilft das fast sofort. Ja, es ist gut und schön und alles tipp topp, nur halt schon ermüdend und schade, dass nur ich auf diese Art und Weise helfen kann.
Bereust Du es? Klingt fast so. Das fände ich schade... Ist doch aber toll, etwas zu haben, dass so zuverlässig klappt!? Ich erinnere mich an Zeiten mit meinem ersten Kind, die hat stundenlang gebrüllt und lies sich durch gar nichts beruhigen, auch nicht durchs stillen. Wie versucht Dein Mann denn, sie zu beruhigen?

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.09.2015, 12:30
von jaloca
Nein, um Gottes Willen, ich bereue absolut nichts und bin so dankbar, dass ich das Vollstillen erleben durfte. Es ist so schön, wie wir uns beim Stillen manchmal anschauen, die Nähe: es ist einfach ein extrem inniger und intensiver Moment, wenn man sich darauf konzentrieren kann und nicht die ganze Zeit hören muss, ob sie denn schluckt oder die BW anstarren muss, ob sie gut umfasst wurde oder ob der Mund richtig offen ist usw. Abgesehen vom praktischen Aspekt (keine Milch wärmen müssen, flexibel sein mit auswärts), es ist einfach so herrlich und ich entspanne mich dabei auch richtig. Es ist eine Gelegenheit, um sich hinzulegen oder hinzusetzen und abzuschalten. Ich hätte nie gedacht, dass wir das je erreichen, wenn sie die ersten 2.5-3 Monate einfach nur ein Problemfall war. Ich bin extrem glücklich und froh darüber.

Es geht nur darum, dass ich beim Ganzen nicht daran gedacht habe, dass dadurch diese starke Abhängigkeit entsteht. Bei unserem Sohn war mein Mann viel aktiver involviert: sei es mit Fläschchen geben oder vorbereiten oder auch in der Nacht aufstehen. Nicht dass es mich jetzt stören würde, dass ich nur stille und alles so viel einfacher geworden ist, aber ich merke es ihm schon an, dass er gerne näher dran wäre und sorry, da hat man als Mann einfach keine Chance gegenüber der Brust :lol: . Wir haben es schon versucht, dass ich sie nach dem Stillen ihm überlassen habe, aber irgendwann fängt das Schreien einfach an und spätestens nach 10 min, als ich es nicht mehr ertragen kann, komme ich und reisse sie ihm aus den Händen, was sicher nicht so toll für ihn ist. Was macht er: mehr kann er nicht machen, als ruhug mit ihr zu liegen, verschiedene Positionen zu versuchen, manchmal die Hand auf dem Bauch mit sanftem Druck (das hilft ihr sehr bei den Blähungen, manchmal hört sie auch sofort auf zu weinen, wenn sie diesen grossen Druck auf den Bauch spürt: er hat ja grosse Hände im Vergleich zu mir) und so in diese Richtung. Laufen auch manchmal... Das meinte ich: auf keinen Fall bereuen, nur schade finden. Gar nicht zu reden, wenn ich rausgehen muss: das ist einfach für alle mühsam. In diesem Sinne sollte ich Dich fragen, ob es denn ein Versuch wert wäre, ihr in meiner Abwesenheit irgenwie Milch zu geben und zu schauen, ob das klappt mit dem Weinen. Aber wie? Normaler Becher? Oder wieder Softcup? Ich meine sicher keine Flaschen, da würden wir zu viel riskieren.

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.09.2015, 13:23
von Morgaine47
Wie wäre es denn, wen Dein Mann die Kleien einfach öfters mal tragen würde? So kann man auch ganz toll eine Beziehung zu seinem Kind aufbauen.

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 24.09.2015, 16:56
von koalina
In den ersten 6 Monaten konnte mein Mann den Krümel auch kaum beruhigen. Wenn, dann durchs Tragen. Mit dem Tuch kam er nicht zurecht, weswegen wir eine Tragehilfe haben, die IHM gut passt und gefällt :mrgreen:
Inzwischen schläft der Kleine sogar regelmäßig (ohne Stillen) auf seinem Arm ein... so schnell ändert sich alles (aber er trägt ihn immer noch gern).

Liebe Grüße
koalina

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 27.09.2015, 21:34
von Mondenkind
jaloca hat geschrieben:Nein, um Gottes Willen, ich bereue absolut nichts und bin so dankbar, dass ich das Vollstillen erleben durfte.
Das beruhigt mich :D
jaloca hat geschrieben: In diesem Sinne sollte ich Dich fragen, ob es denn ein Versuch wert wäre, ihr in meiner Abwesenheit irgenwie Milch zu geben und zu schauen, ob das klappt mit dem Weinen. Aber wie? Normaler Becher? Oder wieder Softcup? Ich meine sicher keine Flaschen, da würden wir zu viel riskieren.
In der Tat würde ich da erstmal den Becher versuchen.
Zu Deinem Mann: ich würde es da mehr mit Tragen versuchen. Hat er eine Tragehilfe?

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 28.09.2015, 12:47
von jaloca
Liebe Mondenkind,
Hmm... in der letzten Woche 20 g Zunahme ... Sollte ich echt schon mit Beikost anfangen? Sie ist jetzt Woche 22... Ansonsten hatte ich am WE einen kleinen Schreck. Habe schön gestillt, sie hat gut getrunken und da ich am Abend 3-4 Stunden weg wollte, dachte ich mir, dass ich mal nach 2 Monaten wieder abpumpe und meinem Mann das Becher und den Softcup überlasse und er käme schon irgendwie zurecht. OK, das letzte Pumpen ist zwar schon ca 2 Monate her, aber ich dachte nicht, dass da nach 10 Min 20 ml von beiden Brüsten zusammen kommt! Entweder hat sie alles vorher leer getrunken oder ich habe einfach zu wenig Milch oder Stillen und Pumpen kann man nicht vergleichen und auch Pumpen will geübt sein...? Na ja, auf jeden Fall war ich zum Glück dann doch paar Stunden draussen, um den Kopf zu lüften und mich schnell zu beruhigen und mir zu sagen: Hey, wenn Du 20 ml Milch in den Brüsten hättest, dann wäre sie nicht schon 6 kg und seit 2 Monaten nur mit Vollstillen... Ich war aber dennoch etwas verunsichert, teilweise immer noch einbisschen und weiss nicht, was ich davon halten soll. Klar hätte ich auch im Tiefkühler Milch gehabt, aber ich wollte frisch lassen und nicht so viel: eingefroren habe ich meistens so 100-150 ml und ich wollte so 50-60 ml lassen, für den schlimmsten Fall... Na ja, gelassen habe ich nichts, sie hat wieder lang geschriehen und irgendwann eingeschlafen, bevor ich nach Hause kam, ca. in 3 Stunden.

Betreffend einschlafen sind wir am experimentieren. Ich stille sie schön und viel, den ganzen Abend hängt sie mir fast an die Brust und dann aber gegen 23.00 merke ich langsam, dass ich keine Nerven mehr habe. Ich müsste mich mit ihr im Schlafzimmer hinlegen und noch 30-45 min mit der Brust im Mund da liegen, in die Wand starren und da schläft sie schon irgendwann ein. Bis jetzt habe ich das immer gemacht und gar genossen, es ist ein friedlicher Moment, aber ich merke langsam, dass mir das zu viel wird. Ich sehne mich auch danach mal wenisgtens 30 min vor dem TV zu setzen und zu entspannen: stillend mit ihr kann ich keine TV schauen, da sie immer den Kopf dreht, um auch zu schauen, super abgelenkt ist und ich finde das für ihre Augen nicht so gut (vor allem, weil sie manchmal so komisch nur mit einem Auge blinzelt.... habe ich bei meinem Sohn nie beobachtet und macht mir schon etwas Sorgen: nicht immer zum Glück, aber ab und zu blinzelt nur das eine Auge und das Andere bleibt offen... deswegen will ich ihre Augen schonen, wenn es um Anstarren von digitalen Medien wie Bildschirme, Ipads etc. geht), also muss ich einfach da liegen und nichts machen. Buch lesen auch schwierig. Tja, und so habe wir jetzt ab udn zu versucht, dass mein Mann sie dann zum Schlafen bringt und 1-2 Mal ist es auch super gelungen, aber schon mit ca. 30 min periodischem Schreien. Ich weiss, dass sich jetzt diverse Mitleserinnen ev. wieder auf mich stürzen würden: quasi die Rabenmutter, die das aushält, dass ihr Kind 30 min weint :oops: . Wie gesagt: wenn ich es nicht aushalte, gehe ich schon mal rein und übernehme sie wieder. Tragen und Laufen zum Einschlafen geht bei ihr nicht: sie ist dann zu interessiert und aktiv, schaut sich alles an, dreht den Kopf nach links, nach rechts: keine Chance. Zu spannend alles.

So, das sind unsere news...

01.05. 3540 g Geburt KH
02.05. 3440 g, 7 x gestillt, 0 x Stuhl, 3 x Pipi
03.05. 3300 g, 7 x gestillt, 3 x Stuhl, 3 x Pipi
04.05. 3210 g, 8 x gestillt, 4 x Stuhl, 6 x Pipi
05.05. 3220 g, 8 x gestillt, 100 ml Muttermilch mit Becher, 2 x Stuhl, 6 x Pipi
06.05. 3210 g, 10 x gestillt, 25 ml Muttermilch mit Schoppen, 4 x Stuhl, 6 x Pipi
07.05. 3170 g, 5 x gestillt, 30 ml Muttermilch mit Schoppen, 4 x Stuhl, 6 x Pipi -> Entlassung aus dem Krankenhaus
22.05. 3580 g, 5 x gestillt, 345 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 540 ml total
01.06. 3850 g, 5 x gestillt, 520 ml MuMi, 6 x abgepumpt: 765 ml total
01.07. 4440 g, 7 x gestillt, 280 ml MuMi, 3 Flaschen
01.08. 5050 g, 9 x gestillt, 0 ml MuMi, 6 x Pipi
01.09. 5710 g, 8 x gestillt, 0 ml Mumi, 6 x Pipi
02.09. 5670 g, 9 x gestillt, 0 ml Mumi, 5 x Pipi
03.09. 5740 g, 9 x gestillt, 0 ml Mumi, 5 x Pipi
04.09. 5740 g
05.09. 5750 g
06.09. 5810 g
07.09. 5890 g
08.09. 5860 g
09.09. 5800 g
10.09. 5820 g
11.09. 5920 g
12.09. 5880 g
13.09. 5880 g
14.09. 5900 g
15.09. 5890 g
16.09. 5870 g
17.09. 5960 g
19.09. 5940 g
21.09. 5980 g
23.09. 6010 g
25.09. 6120 g
28.09. 6010 g

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 28.09.2015, 15:31
von Carraluma
Wie wäre es mit einem schönem Hörbuch als "Beschäftigung" beim Einschlafstillen?
Ich habe die Erfahrung gemacht, umso weniger ich schnell "fertig" sein will, umso schneller schläft das Kind ;-)

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 28.09.2015, 16:06
von jaloca
Schau mal, wirklich eine gute Idee! Ich muss mich einfach irgendwie beschäftigen, weil ich von der Sorte bin, die sonst einbisschen zappelig wird oder anfängt, düstere Grübelgedanken und Sorgen zu wälzen etc. :( . Ich schaue mal, was es so für Hürbücher gibt.

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 28.09.2015, 17:25
von Morgaine47
Carraluma hat geschrieben: Ich habe die Erfahrung gemacht, umso weniger ich schnell "fertig" sein will, umso schneller schläft das Kind ;-)
Das kann ich so unterschreiben!

Re: Frust mit Pumpstillen, Zufüttern und Stillen

Verfasst: 28.09.2015, 18:31
von Marissa04
Im Tuch oder in der tragehilfe sind beide Kinder immer zuverlässig eingeschlafen beim Papa.
Er hat dann halt was gemacht. Putzen ist immer gut. 8)

So rumtragen ist natürlich schwierig und auch schwer irgendwann.

Aber in der trage schläft sogar unsere 2 jährige noch ein wenn sie müde ist. :D