Nö.
Ob man dann trockene Haut von bekommt, ist wohl eh sehr individuell und generell oft auch mehr von den eingesetzten Ölen (viel Schaumfett ...) und nicht (nur) vom Laugenunterschuss abhängig.
Ein Punkt könnte sein, dass Handseife halt meist 24/7 mehr oder weniger nass in einer Seifenschale schwimmt. Haarseife dagegen kann (wenn man's richtig macht) zwischen einer Benutzung und der nächsten ordentlich abtrocknen. Richtige Handseife-Rezepte sind daher tendenziell eher darauf ausgelegt, eine feste Seife zu ergeben. Während Haarseife oft eher weich machende Pflegeöle enthält und sich dann halt, wenn sie ständig halb aufgeweicht am Waschbecken liegt, schnell auflöst und verbraucht.
Ich hab übrigens bei Haarseife alles mögliche von ca. 2 % bis ca. 25 % Laugenunterschuss ausprobiert, benutze jetzt so 12 % und plädiere eindeutig dafür, lieber zu hoch als zu niedrig!
Dieses "Haarseife muss wenig Überfettung haben!!!" ist ein inzwischen eher veralteter Mythos, weil die Leutchen sich dachten, Überfettung=Fett=fettige Haare. Das erste Gleichheitszeichen stimmt mitnichten und inzwischen hat sich eher die Theorie durchgesetzt, dass ein höherer Laugenunterschuss (=korrekte moderne Bezeichnung für Überfettung) günstiger ist, weil damit Kalkseifen verringert werden und die mildere Reinigung die Kopfhaut beruhigt und zu weniger Fettproduktion anregt, also höherer Laugenunterschuss=mehr Emulgatoren=weniger Klätsch und Fettkopp.
Ich könnte halbe Romane über Seife schreiben ... *pfeif
