Re: Artikel im SZ-Newsletter: Stillen als Religionsersatz
Verfasst: 16.10.2009, 14:02
hallo zusammen,
jetzt will ich auch mal meine 2 cent zu dem thema dalassen.
ich bin natürlich schockiert darüber, dass die sz-tante in ihrem artikel forenuser namentlich zitiert, das finde ich schlichtweg unanständig.
mir tut es für die userin sehr leid, dass sie auf diese art und weise bloßgestellt wurde.
ich habe den liebesbrief vor einigen wochen auch gelesen und kann zu 100% nachempfinden, was die mutter damit meint. mir geht es nämlich genauso. allerdings hätte ich so intime empfindungen nicht in der öffentichkeit preisgegeben - denn, jetzt kommt's, in stillforen befinden sich halt nicht nur stillfreundinnen, sondern auch gegner kommen vorbei, und auch journalisten, die einen an der klatsche haben udn auf kosten anderer ihren unfrieden verarbeiten. und ich kann genausogut verstehen, dass so ein text für viele menschen einfach befremdlich ist oder sie ihn vielleicht sogar aufgrund seiner intimität abstossend finden. jetzt kann man sagen: sie müssen ihn ja nicht lesen - aber da fängt die diskussion an sich im kreis zu drehen, denn: man muss den text ja auch nicht veröffentlichen.
trotzdem, manchmal gehen die hormone mit einem durch und ich kann wie gesagt solche gefühle vollkommen verstehen. ich hoffe, die verfasserin kommt über diese kränkung (so würde ich es jedenfalls empfinden - wäre für mich ganz schwer, damit klar zu kommen) gut hinweg und hat vielleicht genug kaltschnäuzigkeit, da einfach drüber zu stehen.
was den rest angeht: es sind in meinen augen zu einem großten teil die foren, die zu der polarisierung zwischen still- und nicht-stillmüttern angeht. die themen tragen, familienbett, beikosteinführung gehören da genauso zu. ich habe mich da ganz schön mit reinreißen lassen, bin teilweise auch etwas aggressiv geworden und war schon gar nicht mehr objektiv. stillen ist in der tat nicht nur ein ernährungsthema, sondern eine ganze szene geworden.
DAS ist der punkt, wo mir dieser artikel die augen geöffnet hat. denn ein gutes hat er: man kann sehen, wie die "stillszene" von einigen außenstehenden wahrgenommen wird (schon klar, dass die trulla da die tatsachen verzerrt hat, aber ich bin sicher, dass das schlicht und ergreifend schemakonsistente erinnerungen oder ergänzungen waren und das sagt mir über das, was sie subjektiv gesehen hat, genug). und da fällt mir auf, dass ich aber auch nicth immer objektiv bin, wenn ich mich über mütter ärgere, die mit meiner meinung nach fadenscheinigen argumenten kommen, um nicht zu stillen.
kurz und gut: die sz-tussi hat gegen die regeln des guten anstands komplett verstoßen. ich habe versucht, aus schei*e gold zu machen und für mich das beste rauszuholen: mich immer wieder zur objektivität aufzurufen. ich werde weiterhin gerne stillen und versuchen, frauen, die stillprobleme haben, zu unterstützen, ich werde weiterhin in foren posten und bestimmt auch mal mitstreiten, wenn eine frau schreibt, sie will nciht stillen, damit sie am weihnachtsmarkt glühwein trinken kann, aber ich werde mich mehr darum bemühen, mit den füßen auf dem boden zu bleiben.
lg
rm
jetzt will ich auch mal meine 2 cent zu dem thema dalassen.
ich bin natürlich schockiert darüber, dass die sz-tante in ihrem artikel forenuser namentlich zitiert, das finde ich schlichtweg unanständig.
mir tut es für die userin sehr leid, dass sie auf diese art und weise bloßgestellt wurde.
ich habe den liebesbrief vor einigen wochen auch gelesen und kann zu 100% nachempfinden, was die mutter damit meint. mir geht es nämlich genauso. allerdings hätte ich so intime empfindungen nicht in der öffentichkeit preisgegeben - denn, jetzt kommt's, in stillforen befinden sich halt nicht nur stillfreundinnen, sondern auch gegner kommen vorbei, und auch journalisten, die einen an der klatsche haben udn auf kosten anderer ihren unfrieden verarbeiten. und ich kann genausogut verstehen, dass so ein text für viele menschen einfach befremdlich ist oder sie ihn vielleicht sogar aufgrund seiner intimität abstossend finden. jetzt kann man sagen: sie müssen ihn ja nicht lesen - aber da fängt die diskussion an sich im kreis zu drehen, denn: man muss den text ja auch nicht veröffentlichen.
trotzdem, manchmal gehen die hormone mit einem durch und ich kann wie gesagt solche gefühle vollkommen verstehen. ich hoffe, die verfasserin kommt über diese kränkung (so würde ich es jedenfalls empfinden - wäre für mich ganz schwer, damit klar zu kommen) gut hinweg und hat vielleicht genug kaltschnäuzigkeit, da einfach drüber zu stehen.
was den rest angeht: es sind in meinen augen zu einem großten teil die foren, die zu der polarisierung zwischen still- und nicht-stillmüttern angeht. die themen tragen, familienbett, beikosteinführung gehören da genauso zu. ich habe mich da ganz schön mit reinreißen lassen, bin teilweise auch etwas aggressiv geworden und war schon gar nicht mehr objektiv. stillen ist in der tat nicht nur ein ernährungsthema, sondern eine ganze szene geworden.
DAS ist der punkt, wo mir dieser artikel die augen geöffnet hat. denn ein gutes hat er: man kann sehen, wie die "stillszene" von einigen außenstehenden wahrgenommen wird (schon klar, dass die trulla da die tatsachen verzerrt hat, aber ich bin sicher, dass das schlicht und ergreifend schemakonsistente erinnerungen oder ergänzungen waren und das sagt mir über das, was sie subjektiv gesehen hat, genug). und da fällt mir auf, dass ich aber auch nicth immer objektiv bin, wenn ich mich über mütter ärgere, die mit meiner meinung nach fadenscheinigen argumenten kommen, um nicht zu stillen.
kurz und gut: die sz-tussi hat gegen die regeln des guten anstands komplett verstoßen. ich habe versucht, aus schei*e gold zu machen und für mich das beste rauszuholen: mich immer wieder zur objektivität aufzurufen. ich werde weiterhin gerne stillen und versuchen, frauen, die stillprobleme haben, zu unterstützen, ich werde weiterhin in foren posten und bestimmt auch mal mitstreiten, wenn eine frau schreibt, sie will nciht stillen, damit sie am weihnachtsmarkt glühwein trinken kann, aber ich werde mich mehr darum bemühen, mit den füßen auf dem boden zu bleiben.
lg
rm