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Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 25.04.2021, 16:44
von toktok
Nane85 hat geschrieben: 24.04.2021, 10:40
Leominor hat geschrieben: 24.04.2021, 09:34
Ich fände es auch deutlich besser, wenn die Impfung endlich offiziell auch stillend empfohlen wäre, weil ich glaube, dass es zu viele Frauen abhält sich impfen zu lassen. Aber das wird wohl leider noch dauern.
Oder sie stillen ab. So geschehen bei einer Freundin von mir.
Nane, so in die Richtung dachte ich auch gerade, aber eher: Es werden sich wohl viele Frauen erst ca. ein halbes Jahr nach der Sws impfen lassen, weil sie dann abgestillt haben... Wir leben ja hier doch ein wenig in der schönen SuT-Blase, was die Stilldauer angeht

Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 25.04.2021, 16:45
von toktok
Ach, eigentlich hätte ich Leominor zitieren müssen, sorry!!
Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 26.04.2021, 13:23
von Freshi
Ich bin gerade darüber gestolpert und finde es unmöglich das Stillen als Ausschlusskriterium so "absolut" formuliert wird.
Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 26.04.2021, 13:28
von Willma
Ich auch gerade bei meiner Recherche, wie mein Mann an einen Termin kommen kann. Das muss neu sein, lese ich heute zum ersten Mal und bin sehr stutzig geworden.
Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 26.04.2021, 14:56
von toktok
Das liegt wohl daran, dass man
a) Sich in D generell gern gegen jedes nur erdenkliche Risiko absichern möchte
b) neue Datenlagen oft nicht zeitnahen Eingang in einmal gestaltete Homepages finden.
Anders kann ich es mir nicht erklären, ich war der Meinung, zu Biontech lägen inzwischen schon relativ gute Daten vor, dass das eben keine Auswirkungen hat?!
Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 26.04.2021, 15:54
von Kuriburi
Screenshot_20210426-155057_OneDrive.jpg
In meinem Aufklärungsbogen steht es so:
Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 26.04.2021, 20:22
von Willma
So steht es in meinem Bogen auch und das ist schließlich auch das, was ich unterschreibe.
Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 26.04.2021, 20:24
von Mumpitz91
Ich bin heute geimpft worden. Auf dem Bogen habe ich bei der Frage zur Schwangerschaft und dem Stillen Nein angekreuzt. Der Arzt ist den Bogen noch einmal Frage für Frage mit mir durchgegangen hat allerdings nur nach einer Schwangerschaft gefragt. Somit musste ich zumindest nicht ins Gesicht lügen.
Finde es auch extrem blöd alles. Auf dem Aufklärungsbogen steht dass man davon ausgeht, dass es vermutlich keine Grund gibt sich nicht Impfen zu lassen während auf der Terminbestätigung ganz klar steht dass es keine Impfung für Schwangere und stillende gibt. Ich hatte vorher bei der Impfhotline angerufen. Die meinte ich solle das mit meinem Hausarzt klären. Dort habe ich dann angerufen und mir wurde gesagt ich solle das vor Ort im Impfzentrum klären… Naja war mir dann zu blöd und riskant deshalb abgelehnt zu werden. Ich bin nur froh dass ich nicht explizit danach gefragt wurde. Ins Gesicht lügen ist auch nicht so meine Stärke- das merkt man mir sofort an.
Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 26.04.2021, 20:40
von Leominor
Das ist interessant. Ich habe diesen Bogen auch 3x ausgefüllt und da wurde immer nach Schwangerschaft UND Stillen gefragt. Bei der „Anmeldung“ wurde dann nochmal alles von einer Helferin abgefragt. Sie hat mich tatsächlich nur nach einer Schwangerschaft gefragt, nicht nach dem Stillen. Nachdem wir uns kurz vorher darüber unterhalten hatten, dass ich 2 Kinder habe und wie alt sie sind, kann es aber auch einfach sein, dass sie auf Grund des Alters sicher war, dass ich nicht (mehr) stille.
Vielleicht frag ich nach der nächsten Impfung auch mal „für eine Freundin“. Aber erst nach der Impfung.
Re: Corona Impfung und Stillen
Verfasst: 26.04.2021, 21:44
von Theolino
Gerade eben habe ich die Erklärung des Impfzentrums Freiburg zum Thema Stillen gelesen und finde es ganz schön harten Tobak. Als nur Stillberaterin kenne ich mich zu wenig aus, vielleicht weiß hier jemand mehr wie das fachlich einzuschätzen ist? Dargestellt wird z.B. dass das Stillen gegenüber der Flaschennahrung längerfristig bezüglich Schutz gegen Erkrankungen keinen nachgewiesenen Benefit habe, die in die Muttermilch übergehenden Antikörper (auch bei anderen Erkrankungen) keinen nachweisbaren Schutzeffekt fürs Kind hätten und der Teile des Impfstoffes in die Muttermilch übergehen könnten.... Kann jemand weiterhelfen?
"Häufig wird fälschlicherweise angenommen, dass Bundesministerien oder Bundesbehörden (z.B. Bundesministerium für Gesundheit) bzw. wissenschaftliche Fachgesellschaften (z.B. Deutsche Gesellschaft für Gynäkologie und Geburtshilfe) für die Festlegung von Impfpriorisierungen oder Impfempfehlungen maßgeblich bzw. zu berücksichtigten seien. Dies ist ausschließlich Aufgabe der Bundesländer und den in diesen zuständigen Ministerien bzw. Behörden. Im Zusammenhang mit einer SARS-CoV-2-Impfung und gleichzeitigem Stillen wird oft auf einen Artikel in der Ärztezeitung verwiesen[5], auch dieser bestätigt lediglich die obigen Ausführungen bzgl. SARS-CoV-2-Impfung bei einer Schwangeren bzw. Stillenden und ist darüber hinaus nicht für unser Vorgehen relevant.
Das Stillen eines Säuglings wird von der WHO, dem NHS, der CDC sowie deutschen Fachgesellschaften etc. empfohlen. Muttermilch ist die ideale Säuglingsnahrung und bietet für das Kind und die Mutter eine Vielzahl von Vorteilen. Insbesondere im 1. Lebensjahr kann durch Stillen das Auftreten von gastrointestinalen Infekten bei Säuglingen reduziert werden. Hinsichtlich des langfristigen Outcomes bzgl. Prävention von Erkrankungen beim Kind durch Stillen, gibt es keine verlässlichen Daten welche zeigen würden, dass Stillen einer Flaschenernährung überlegen ist. Selbst hinsichtlich des Auftretens von Leukämien, hier wird häufig eine Arbeit aus dem JAMA Network zitiert[6], ist die Evidenz äußerst schwach und es handelt sich praktisch ausschließlich um Fall-Kontroll-Studien, welche auch im JAMA Artikel äußerst kritisch diskutiert werden und die möglichen Mechanismen einer Protektion sind rein hypothetisch beschrieben.
Entgegen einer weitverbreiteten Vorstellung/Meinung, bieten über die Muttermilch sezernierte Antikörper/Immunzellen keinen Schutz des Kindes vor systemischen Infektionskrankheiten, entsprechende Studien beschreiben immer nur einen Nachweis in der Muttermilch (daher müssen Säuglingen auch ab dem 2. Lebensmonat geimpft werden, da die noch im Mutterleib erfolgte Übertragung von IgG-Antikörpern und damit verbundene Immunität beim Säugling zeitlich limitiert ist). Dagegen ist gesichert, dass z.B. Flaviviridae durch unpasteurisierte Milch eine systemische Infektion beim Menschen verursachen können (z.B. FSME).
Im Rahmen einer SARS-CoV-2-Impfungen können Bestandteile des Impfstoffes in die Muttermilch gelangen und möglicherweise auf den Säugling übertragen werden und zu einer systemischen Immunreaktion führen. Die derzeitige Diskussion beim Impfstoff von AstraZeneca zeigt, dass eine Gefährdung aufgrund der minimalen Datenlage derzeit nicht ausgeschlossen ist und die Impfstoffe keine Zulassung bei Kindern haben. Bei weiteren Fragen stehen Ihnen zwischenzeitlich auch die kassenärztlichen Hausärzte zur Verfügung, welche ebenfalls SARS-CoV-2-Impfungen durchführen können"