Gna, jetzt macht mir meine Dame schon wieder Sorgen. Und wieder so wenig greifbar...
Ich hole mal kurz aus: Vor 1,5 Jahren hatte ich den Eindruck, dass meine Stute schneller aus der Puste kommt als sonst. Nach gemeinsamen Ausritten hat sie mehr gepumpt als die anderen Pferde und war auch nicht mehr so gehfreudig. Da sie aber ansonsten keinerlei Symptome hatte, schob ich es erst auf den Fellwechsel, dann auf mangelnde Kondition. Bis sie eines Tages beim Ausritt 1x (!) hustete. Da habe ich doch mal den TA gerufen, der hat sie abgehört und festgestellt, dass die Lunge ziemlich verschleimt war. Es folgte eine wochenlange Therapie mit Schleimlösern, der TA hörte mal was in der Lunge, dann wieder nicht mehr, dann doch wieder ("aber nur sehr wenig"), aber den ganzen Sommer über blieb meine Stute kurzatmig. Und immer wieder hörte ich von den anderen im Stall, dass es doch gar nicht so schlimm sein könne, mein Pferd würde ja nicht husten

(Und ja, sie hatte wirklich keinerlei andere Symptome. Kein Ausfluss, nix.) Die Erlösung brachte dann der Inhalator - eine Woche nachdem wir das Inhalieren anfingen, konnte mein Pferd plötzlich abhusten. Na ja, zumindest 1-2x nach dem ersten Trab. Nicht viel, aber immerhin glaubten mir dann die anderen

Und der Zustand besserte sich zusehends.
Seither war wieder Ruhe eingekehrt. Bis ich diesen Sommer das Gefühl hatte, dass mein Pferd gerne mal auf den Randstreifen drängelt, und nicht auf dem (geschotterten) Weg bleiben will. Zuerst schob ich das auf den miserablen Zustand der Wege (es war vor allem an sehr grob geschotterten Stellen), dann auf die Härte der Feldwege. Vielleicht merkt ihr schon die Analogie zu oben

Und irgendwann hatte ich auch den Eindruck, dass mein Pferd lieber auf dem Platz läuft als im Gelände. Selbst in Begleitung zog sie nicht mehr so richtig auf dem Ausritt. Vor zwei Wochen sprach ich mit dem Hufschmied über diese Fühligkeit, der testete gleich mal mit der Zange, ob die Vorderhufe druckempfindlich waren. Nichts, keine Reaktion. Letztes Wochenende zog meine Stute dann plötzlich auch auf der Teerstraße in Richtung Randstreifen (war mir gar nicht recht, ein paar Zentimeter neben meinem Knie war ein Elektrozaun...). Und irgendwie bin ich nun ins Grübeln geraten, weil mir doch Parallelen zu der Lungengeschichte auffallen. Dieses langsame Einschleichen und Krankheit-Nicht-Zeigen-Wollen. Der gesamte Stall ist der Meinung, dass mein Pferd kein Fitzelchen lahm geht (ich auch) und es deshalb ja nichts Ernstes wäre. So eine Art Spleen quasi. Der Meinung bin ich nicht, mein Bauchgefühl sagt was anderes. So vage habe ich auch den Eindruck, dass die Stute manchmal etwas klamm geht. Aber das ist echt minimal, und kann wahrscheinlich nur gefühlt und nicht gesehen werden.
Vielleicht frage ich den TA gleich bei der Terminvereinbarung, ob er röntgen kann. Ich glaube, sonst kann ich mir den Termin gleich sparen. Der wird mich nur schulterzuckend ansehen und sagen, dass er nichts finden kann. Und dann hoffen auf - tja was denn? Irgendwas gut Behandelbares.