Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

Und auch hier gibt es doch immer wieder Frauen, die denken, dass sie bis zum Arbeitsbeginn das Kind abgestillt haben müssen.
Kann mir schon vorstellen, dass es einem einfacher vorkommt, das Kind von Anfang an auf Distanz zu halten, statt dann ein Jähriges mühsam von der Mutter zu entwöhnen.
Vieles ist ja auch gar keine bewusste Entscheidung, sondern läuft im Unterbewusstsein ab.

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Peppa
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Peppa »

Und ganz ehrlich, das ist doch Böhmermann hier. Du sagst etwas sehr kontroverses und durchaus beleidigendes (für mich z. B) , um dann zu sagen, ich habe ja vorher gesagt gesagt , dass es auch anders sein kann und war mir der Brisanz bewußt.
Aber nun genug, hat mich echt aufgeregt die Aussage und ich gehe mich mal abregen.

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Peppa
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Peppa »

Und zu Arbeitsbeginn abstillen ist doch nicht das Gleiche, wie ein Kind zu ferbern.... Denkst du das echt?

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EhMibima

Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von EhMibima »

Peppa hat geschrieben: Dass eine Mutter, um arbeiten zu können, Ihr Kind auf Distanz hält ist eben sehr sehr hart formuliert.


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Im Endeffekt macht ja jede Mutter damit, was ihr entspricht. Man kann fremdbetreuen und sein kind liebevoll erziehen.

Und auch wenn dieses oder jenes "vom Staat" gewünscht wird(Wirtschaft...) heißt das ja ncith daß die Mütter ihre Kinder mehr oder weniger lieben.
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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

Ich habe ja auch nicht gesagt, dass Erwerbstätigkeit der einzige Grund ist.
Aber genauso wie du dich als arbeitende Mutter angegriffen fühlst, fühle ich mich als junge Mutter verurteilt.
Du schreibst ja sogar, manche Frauen wollen ihr leben behalten, je jünger je mehr...

Verstehe einfach nicht, was an diesem Erklärungsmuster besser sein soll.

Und ich ziehe wirklich den Hut vor euch arbeitenden Müttern, die trotzdem die Bedürfnisse des Babys in den Vordergrund stellen. Ich hätte wohl nicht die kraft dazu.


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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

Peppa hat geschrieben:Und ganz ehrlich, das ist doch Böhmermann hier. Du sagst etwas sehr kontroverses und durchaus beleidigendes (für mich z. B) , um dann zu sagen, ich habe ja vorher gesagt gesagt , dass es auch anders sein kann und war mir der Brisanz bewußt.
Aber nun genug, hat mich echt aufgeregt die Aussage und ich gehe mich mal abregen.

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Ich freue mich für Jan, dass er so schnell in den Sprachgebrauch eingegangen ist. Ganz großes Kino!

Nochmal: du brauchst dich nicht beleidigt fühlen. Du hast doch alles richtig gemacht und dem Kind trotz Arbeit alles gegeben. Ich bewundere es, weil ich es wohl nicht gepackt hätte.

Es soll doch auch hier gar nicht um konkrete Fallbeispiele gehen.
Die Frage war, warum gibt es in der heutigen informierten Zeit noch Leute, die ferbern. Da haben wir halt ein bisschen rumgesponnen..

Und nein, ich denke nicht das abstillen und ferbern das gleiche ist. Frühes abstillen schafft aber auch eine Distanz zum Kind, genau wie ferbern. Ist aber auch etwas am Thema vorbei, sollte ja um ferbern gehen..

Tut mir wirklich leid, dass wir jetzt auf die Schiene "gutes Hausmütterchen" gegen "karrieregeile Rabenmutter" geraten sind. Da kann eigentlich jeder nur verlieren...

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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

Und bevor das auch falsch verstanden wird: natürlich kann man auch trotz abstillen dafür sorgen, dass die bindung zum Kind intakt ist.
Aber nicht umsonst sind hier viele Mütter über frühes abstillen aus welchen gründen auch immer sehr traurig.

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Missy
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Missy »

dulles hat geschrieben: Ich freue mich für Jan, dass er so schnell in den Sprachgebrauch eingegangen ist. Ganz großes Kino!
Hihi, das habe ich auch gerade gedacht. Gefällt mir. :)
Frühes abstillen schafft aber auch eine Distanz zum Kind, genau wie ferbern.
Sehe ich nicht so. Denn auch mit Fläschchen in der Hand kann man seinem Kind genau so nah sein, wie mit Stillen. Mit intensivem Körper- und Blickkontakt usw.
Das liegt allein in der Umsetzung der Abstillenden, jede hat also eine Wahlmöglichkeit, wie sie die Nähe zum Kind trotz Abstillen gestalten mag.

Beim Ferbern hat man aber keine Wahl. Da MUSS man eine Distanz schaffen, denn das ist ja das Ziel.
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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

Hab ich ja auch hinterher geworfen. Ich hab schneller getippt als gedacht.

Ich wollte bestimmt niemanden kränken.
Ist halt ein emotionsbelastetes Thema und jeder schleppt seine eigene Geschichte mit sich rum, die man ja auf den ersten Klick nicht sieht...

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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von miss_undercover »

Ich halte das auch für Quatsch, dass Bindungsorientiertheit irgendwas mit Berufstätigkeit oder nicht zu tun hat. Kaum eine nicht berufstätige Mutter, die ich kenne, hat länger gestillt als ich, die ich früh wieder zu arbeiten begonnen habe. Und das Ferbern passiert doch in den allermeisten Familien noch in der Zeit, in der mindestens ein Elternteil zu Hause ist. Ich empfinde es auch nicht so, dass 'der Staat' oder 'die Gesellschaft' in Richtung 'mehr Distanz zum Kind' drängt. In der NS-Zeit war das so, in der DDR auch, aber doch nicht hier und heute!

Im Übrigen gab es diese Ideologie ja auch in die andere Richtung: meine Eltern wurden im Westdeutschland der Achtziger Jahre ganz klar von der Kinderärztin, der Hebamme etc dahingehend aufgeklärt, dass Kinder in den ersten drei Jahren unbedingt zu Hause betreut werden müssen, der Bindung wegen. Kinderkrippen, wie es sie in der DDR gab, waren ihr persönliches Schreckgespenst, und sie hatten anfangs ein echtes Problem damit, dass ihre geliebten Enkelinnen (meine Kinder) zwar zum Glück lange gestillt und nicht schreien gelassen wurden, aber schon weit vor dem dritten Geburtstag außerhalb der Familie betreut wurden. Das das dann nicht Fremdbetreuung heißt, versuche ich ihnen heute noch beizubringen.
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