Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

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Muschelsucherin
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von Muschelsucherin »

Muli, das hast du prima geschrieben. :D
Liebe Grüße von B. mit Bär (März 2008), Maus (März 2010) und

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ClauWi-Trageberaterin GK
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LaLeMi
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von LaLeMi »

Vielen Dank, Muli.
Lieben Gruß von LaLeMi mit den beiden Maimäusen 2007 und 2010 und dem Septembermäuserich 2013

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Altraia
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von Altraia »

Danke für diesen Beitrag, Muli, das kann ich gut nachvollziehen!
Liebe Grüße,
Christine mit Sohn (2/05), Tochter (6/07) und Tochter (2/14)
baldfruehling
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von baldfruehling »

Tiamat hat geschrieben:
xknäckebrotx hat geschrieben:
Ist ein Kaiserschnitt eigentlich - summa summarum und ganz ehrlich ohne Glorifizierung - weniger schmerzhaft, als eine Geburt? Wobei das wahrscheinlich kaum objektiv einschätzbar ist...

Die Schmerzen g.i.n.g.e.n.


SCHLIMM, waren für mich Kreislaufprobleme, nicht die Fähigkeit haben mich ums mein eigenes Kind kümmern zu können.
Das waren die eigentlich schmerzen... und die sind noch nicht weg.
ich war eine der fitteren nachm KS im KH und alle "lobten" mich weil ich in der Früh nachm KS schon brav meine Runden drehte (ich schaute von Anfang an drauf viel zu gehen) - ABER wenn ich tief in meinen Körper hineinhorchte merkte ich die Müdigkeit, das Trauma des Gewebes, auch heute noch hab ich beim Balletttraining (1,5 Jahrenspäter) noch bei bestimmten Bewegungen ein ziepen - gehe regelmäßig die Narbe entstören bei meiner Shiatsu Praktikerin. Außerdem stört die Wunde einfach auch im Alltag mit Baby am Anfang, na ja man muss sich halt drum kümmern und hat in der Körpermitte eine horizontale Störung, das ist wirklich ein sehr ungünstiger Ort. Plus die ganze Rückbildung dauert länger. Ich bin noch relativ jung und hab das daher auch ganz gut weggesteckt, aber auch gespürt dass es eine Anstrengung ist, die noch lange braucht - viel länger als wenn man sich oberflächlich gesehen (was bei mir schnell so war) fit fühlt um Haushalt, Kind und Babyschwimmen über die Runden zu bringen =) Wenn ich zB unter tags total auspowere und mich abends hinlege, pulsiert sie ein bisschen manchmal, oder auch wenn der Blasenmeridian der genau durch die Narbe verläuft und daher gestört ist bei mir an den Zehen (!) behandelt wird - dann brennts und kribbelts auch total an der Narbe....
Plus ich finds eher unschön einen Strich über meine Muschi zu haben. Das hab ich unterschätzt. Es ist nunmal eine dicke rote Wulst, klar wird die iiirgendwann mal blasser aber bäh. Sorry - bei mir ists halt so - gibt sicher auch schönere KS Narben (obwohl meine eh total gerade und so ist) - na ja
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Mathildas-Mum
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von Mathildas-Mum »

Hallo ihr Lieben!

Ich muss jetzt auch was zu dem Thema schreiben, da ich persönlich auch eine KS Geburt hatte.

Zum Ende meiner Schwangerschaft entschied ich mich bewusst für einen KS, nachdem ich eine Geburt live miterleben durfte und davon "traumatisiert" war. (Geburt bekam ich während meiner Geburtsvorbereitenden Akkupunktur im KKH mit)

Ich würde jederzeit mich wieder für einen KS entscheiden!

Nach der Geburt bekam ich keine Einzigsten Schmerzmittel, stand am zweiten Tag schon wieder auf den Beinen um mein Kind zu wickeln und habe bis heute niemals Probleme mit meiner Narbe gehabt.

Auf meiner Station lagen noch vier weitere Frauen. Zwei Frauen die Horrorgeburten auf natürlichem Wege erlebt haben und zwei KS Mamis, die natürlich entbinden wollten.

Keiner der Frauen war so schnell fit wie ich!

Eine Frau die natürlich entbunden hatte, berichtete von den schlimmsten und schmerzvollsten Stunden in ihrem Leben und sagte sie wolle nie wieder ein Kind bekommen.

Die KS Mütter waren so frustriert nicht natürlich entbunden zu haben, das sie in ihren Betten lagen, sich selbst bemitleideten und die Papas nur mit den Babys gesehen wurden.

Klar hatte ich die ersten drei Tage Schmerzen beim gehen, aber ich war so stolz auf mein Baby, das alles erträglich war.
s
Nach 4 Tagen wurden wir entlassen und ich bin froh mich für diesen Weg dentschieden zu haben.
Trotz KS bin ich eine vollstillende und tragenden Mutter und tragende Mutter
Lösche Benutzer 1828

Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von Lösche Benutzer 1828 »

:?:
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Zierbanane
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von Zierbanane »

Mittlerweile bin ich mir sicher man kann es einfach nicht sagen: Was ist weniger schmerzhaft. Also wenns jetzt um die Schmerzfrage geht bzw. darum was man als "Gewalt" empfindet. Das ist sicher, sowohl beim KS als auch bei der natürlichen Geburt, so individuell wie jede Frau.
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Nähen, Stricken, Werkeln: https://www.tragmal.de/blog/
Lösche Benutzer 9567

Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von Lösche Benutzer 9567 »

Nein,man kann das nicht sagen.Schmerz ist ja absolut subjektiv.Ich behauptete 3h nach der Geburt kaum Schmerzen gehabt zu haben.Denke ich immernoch.Mein Mann meinte dazu :" Naja,dafür hast du aber nicht schlecht geschrien..."
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Anakinre
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Re: Isabelle Azoulay "Die Gewalt des Gebärens"

Beitrag von Anakinre »

Ich würde mich wirklich gerne an der Diskussion beteiligen...
Nur irgendwie schaffe ich es nicht, die Ereignisse und Gefühle in Worte zu fassen.
Nur soviel: Die körperlichen Schmerzen bei der versuchten vaginalen Geburt waren nichts gegen die seelischen, die ich tagtäglich bis heute mit mir herumschleppe. Nicht nur mein eigenes "Versagen", auch das Ausgeliefertsein, die Entscheidungen, die über meinen Kopf hinweg getroffen worden sind, die medizinischen Interventionen, und zuletzt der Moment, den ich mir lange lange ausgemalt habe. Die Geburt meines Babys. Das bei vollkommener Gesundheit von der Hebamme geschnappt und rausgerannt wurde. Das ich nicht sehen,berühren, bestaunen konnte.
Bitte nochmal Presswehen... wenn ich das nicht verarbeiten müsste.
mit Sternchen im Herzen, großem Bruder (07/11), kleiner Schwester (04/14) und Baby im Tuch (09/19)
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