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Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 10:07
von Yelma
bei Kindern ist das total ok, denen feht ja oft auch die Erfahrung, dass zB in ner Bolognese Zwiebeln sind.

Obwohl, die Fischstäbchen Nummer finde ich auch bei Kindern arg.

PS, ich mache auch keine merkwürdigen Zutaten an mein Essen, mache es nicht zu scharf etc. Alles ganz normal, dümmstenfalls hab ich die Bolognese aus stückigen statt passierten Tomaten gemacht.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 10:40
von Tardis
Ich bin einfach der Meinung, dass ich anderen Leuten (ob Kind oder Erwachsenem) nicht aufzudiktieren habe, was er zu essen hat und ich mache auch nicht meine Gefühle davon abhängig (beleidigt sein). Es gibt so viele Unverträglichkeiten, so viele Zubereitungsmöglichkeiten, so viele kulturelle Unterschiede und so viele Vorlieben.
Ich möchte, dass meine Kind wissen, dass sie sich zu nichts gezwungen fühlen müssen. Wie man zu unbeliebten Essen Stellung nimmt, müssen sie halt lernen. Und dass es Dinge gibt, die man tun muss auch wenn man es nicht so ganz gern möchte, lernen sie anhand der Konsequenz (z.B. früh aufstehen und zur Schule gehen :wink: ), aber was ist die natürliche Konsequenz, wenn ich nicht alles esse, was andere(!) zubereitet haben?

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 11:06
von Yelma
Tardis hat geschrieben: 21.07.2018, 10:40 aber was ist die natürliche Konsequenz, wenn ich nicht alles esse, was andere(!) zubereitet haben?
dass andere nichts mehr für dich zubereiten wollen und dich undankbar finden?

Mir geht es zumindest so, und ich hab kein Problem, auch was für Veganer zu machen, wenn man es vorher sagt. Ich lade so Leute nicht mehr ein, wenn wir zusammen essen, weil das eben meine persönliche Grenze ist.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 11:26
von Carlotta
Da hätte ich dann auch wirklich kein Problem nicht mehr eingeladen zu werden. Dann lieber auf Drinks treffen als mit der Höflichkeit halber was reinzwängen. Je besser meine Freunde desto selbstverständlicher ist auch das umsortieren, finde ich ehrlich schön und vertraut.
Ich finde es echt schwierig bei einer Einladung alle Eventualitäten zu denken bei einer Einladung. Es gibt ja so viele verschiedene Möglichkeiten Dinge zu zubereiten. Meine schwiegerfamilie tendiert auch zum persönlich beleidigt sein, was ich einfach nicht nachvollziehen kann.
Gerade wenn die essen eh nicht wichtig ist yelma verstehe ich es noch weniger. Schmeckt dir selber denn sein essen?

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 11:34
von 08u11
Yelma hat geschrieben: 21.07.2018, 11:06 dass andere nichts mehr für dich zubereiten wollen und dich undankbar finden?
Grundsätzlich stimme ich Dir da zu, Yelma. Ich finde es schon sehr einschränkend für das normale Leben, wenn ich aus meinem Speiseplan -zig Zutaten und Zubereitungsweisen streiche, nur weil es nicht exakt das ist, wie ich es genau am liebsten haben möchte.
Gleichzeitig habe ich natürlich Respekt vor Unverträglichkeiten und auch vor Lebenseinstellungen.

Gemeinsam essen, ist, wie ich finde, schon etwas sehr wichtiges. Das scheitert nicht daran, dass jemand grundsätzlich keinen Fisch mag oder keine Zwiebeln verträgt. Darauf kann ich Rücksicht nehmen. Aber irgendwann endet es dann halt. Und ich finde gemeinsame Mahlzeiten ein viel zu hohes Gut, um sie auf's Spiel zu setzen, nur weil ich persönlich die Sauce jetzt anders gewürzt hätte.

Die Frage ist halt, wo genau man da die Grenze zieht? Viel wichtiger ist vielleicht sogar: wie die eigenen Wünsche kommuniziert werden.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 12:04
von Tardis
Das heißt, du erwartest von deinen Gästen, dass sie Bauchschmerzen und Übelkeit bekommen, weil sie nicht das essen, was du zubereitet hast, sondern z.B. glücklich Nudeln mit Ketchup essen anstatt deine Soße? Ich persönlich möchte, dass meine Gäste sich wohl fühlen. Wenn ich mich als Gast gezwungen fühle zu essen, weil sonst der Abend gelaufen ist, gehe ich da eh nicht wieder hin.

Ich habe als Grundschulkind Migräne bekommen. Bei mir gehörten neben den normalen Anfällen ausgelöst durch Licht, Gerüche wie Lavendel, Minze, bestimmte Gewürze und Lebensmittel mit starken ätherischen Ölen oder rauchigen Aromen auch leichte Übelkeit und Kopfschmerzen. Ich gehe davon aus, dass es viel auch die Psyche bei mir war. Wenn du nach gewissen Lebensmitteln als Kind so starke Migränekopfschmerzen bekommst, willst du damit einfach keinen Kontakt mehr haben und reagierst auch körperlich.
Bis ich und meine Familie das aber begriffen haben, vergingen mindestens 5 Jahre und das Verständnis von einigen Gastgebern war dann immer noch nicht gegeben.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 12:15
von Mandala345
Tardis, es ging eher um persönliche Vorlieben und Abneigungen bzw. selbst gewählte Ernährungsformen. Ich glaube, dass richtige Unverträglichkeiten oder Reaktionen da doch noch einmal anders bewertet werden

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 12:21
von Tardis
Ich wollte damit aber aufzeigen, dass du nie weisst warum es diese Abneigung gibt und man sie vielleicht einfach so akzeptieren sollte.
Bei einer Freundin wurde die Zöliakie erst mit 30 festgestellt, eine andere Freundin hat ein Kindheitstrauma mit einem bestimmten Lebensmittel, meint ihr vor 40 Jahren hatten es Vegetarier und Veganer
einfach...
Warum nicht einfach die Macken von manchen Leuten annehmen und wenn es zu schwierig ist, sich als Gastgeber anzupassen, trifft man sich halt erst nach dem Essen auf ein Getränk oder so.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 12:38
von Missy
Yelma hat geschrieben: 21.07.2018, 11:06
Tardis hat geschrieben: 21.07.2018, 10:40 aber was ist die natürliche Konsequenz, wenn ich nicht alles esse, was andere(!) zubereitet haben?
dass andere nichts mehr für dich zubereiten wollen und dich undankbar finden?

Dann ist es wohl eh keine richtige Freundschaft und besser für alle Beteiligten. Und falls es keine Freundschaft ist, ob mich irgendwer anders undankbar findet ist mir z.B. relativ schnuppe und warum sollten solche Leute überhaupt für mich kochen?
Gestern auf dem Kindergartenfest gab es auch einen Nudelsalat, aus dem ich so einiges aussortieren musste. Dabei mag ich Nudelsalat eigentlich.
Aber ich bleib dabei, ich nehme nichts in den Mund, was mich ekelt.

Re: Gegessen wird, was auf den Tisch kommt...?

Verfasst: 21.07.2018, 13:10
von Mandala345
Tardis hat geschrieben: 21.07.2018, 12:21 Ich wollte damit aber aufzeigen, dass du nie weisst warum es diese Abneigung gibt und man sie vielleicht einfach so akzeptieren sollte.
Bei einer Freundin wurde die Zöliakie erst mit 30 festgestellt, eine andere Freundin hat ein Kindheitstrauma mit einem bestimmten Lebensmittel, meint ihr vor 40 Jahren hatten es Vegetarier und Veganer
einfach...
Warum nicht einfach die Macken von manchen Leuten annehmen und wenn es zu schwierig ist, sich als Gastgeber anzupassen, trifft man sich halt erst nach dem Essen auf ein Getränk oder so.
Dann wird diese Freundin aber vermutlich auch einen bestimmten Grund haben, warum sie das Lebensmittel nicht isst (Unwohlsein, Bauchschmerzen,... =Reaktion)