Pustemuffin hat geschrieben:Nunja, ich habe bisher leider nur die Erfahrung gemacht, dass die Ergebnisse von Arzt zu Arzt variieren - ansonsten kann ich mir nicht erklären, warum der Gnubbel in der Schwangerschaft vom einen auf den anderen Tag 3cm gewachsen und 500 Gramm abgenommen hat (ich war zwei Tage im KH, weil ein CT kontrollbedürftig war)
Also, ich kann mir das schon erklären

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3cm geschrumpft? In der Länge? Die gibt man in Terminnähe gar nicht mehr an- wie auch, das Kind passt ja nicht mehr im Ganzen unter den Schallkopf- und Terminnähe wird es ja gewesen sein, wenn es ums CTG ging.?
DIe 500g sind leicht zu erklären.
1. 2 verschiedene Schaller, 2 verschiedene Geräte, möglicherweise 2 verschiedene Messgrundlagen !? Man muss schauen, WAS man vergleicht. Hat der eine nach Hadlock, der andere nach Hansmann berechnet oder ganz anders? Das kann einen deutlichen Unterschied machen. Möglicherweise hätten sie beide nach gleicher Berechnungsgrundlage ganz ähnliche Schätzgewichte angegeben.
2. Kinder halten nicht still, gerade ältere Feten machen Atembewegungen etc. Da kann sich so ein Abdomenumfang schon mal von jetzt auf gleich ganz schön verändern, einer misst in In- einer in Expiration und schon ist der Unterschied da. Deine Schilddrüse hält still (solange Du nicht schluckst). Daher sind Messungen am ungeborenen Kind grundsätzlich schwieriger und mitunter etwas ungenauer.
3. Eine Messungenauigkeit, die je nach Gewicht unterschiedlich, aber bei Feten > 4000g bei 10% liegen kann, ist normal und nicht Schuld des Schallers. Denn Menschen sind nun mal unterschiedlich. Eine Biometrie besteht im Allgemeinen aus den Parametern biparietaler Durchmesser, Kopfumfang, Abdomenumfang, transabdomineller Durchmesser, Femurlänge. Aber Menschen sind unterschiedlich, der Computer rechnet daraus ein _Schätz_gewicht. Dabei gibt er eine +/- -Schwankungsbreite an, die bei Feten über 3000g im Allgemeinen bei über 300g liegt, bei Feten über 4kg deutlich höher.
Beispiel: die Kopfform des Feten ändert sich dadurch, wie er im Bauch liegt. Feten in BEL haben eine ganz andere Kopfform als Feten in Schädellage. 2 Kinder, die exakt gleich sind (zB einiige Zwillinge), werden unterschiedliche BIPs und KUs haben, wenn der eine in SL, der andere in BEL liegt. Obwohl sie eigentlich fast identisch sind. Der Computer weiß aber nicht, wie das Kind liegt.
Verständlich?
Ich mache seit 2003 Ultraschall und lerne immer noch dazu. Das ganze ist wirklich komplex und nicht so einfach, wie man vielleicht auf den ersten Blick denkt.
Desweiteren gibt es natürlich immer noch die Möglichkeit, dass da jemand Murks gemessen hat. Im ersten Weiterbildungsjahr misst man mitunter schon anders als als Facharzt

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