Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Wiege oder Familienbett? Allein oder zusammen? Wie schlafen wir alle am besten?

Moderator: Giraeffchen

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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

Wahrscheinlich weil es einfacher ist und auch die enge Bindung zum Kind gar nicht so gewünscht ist.

Ich setz mich jetzt wahrscheinlich in die Nesseln, aber die Frau soll möglichst schnell wieder arbeiten, da tut sie sich vielleicht leichter mit, wenn sie das Kind etwas auf Distanz hält.

Bitte nicht falsch verstehen. Es gibt ja im Forum genug Beweise, dass enge Bindung und frühes Arbeiten sich nicht ausschließen müssen.

Früher sollten halt gute Soldaten für Hitler erzogen werden, heute gute Arbeiter für die Wirtschaft..

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EhMibima

Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von EhMibima »

dulles hat geschrieben:Wahrscheinlich weil es einfacher ist und auch die enge Bindung zum Kind gar nicht so gewünscht ist.

Ich setz mich jetzt wahrscheinlich in die Nesseln, aber die Frau soll möglichst schnell wieder arbeiten, da tut sie sich vielleicht leichter mit, wenn sie das Kind etwas auf Distanz hält.
Zu DDR Zeiten war das so.
(Heute ist das nicht anders, so wie heute Kita plätze ausgebaut werden.
Es ist für eine Mutter quasi unmöglich, ihre Kinder "zu Hause" zu lassen. Was eigentlich nur heißt daß es nicht in eine öffentl. Einrichtung geht.)
Neuhier
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Neuhier »

dulles hat geschrieben:Man muss auch bedenken, dass die Informationenslage eine ganz andere war.
Man konnte nicht mal eben google befragen oder im Netz Gleichgesinnte finden, wie es uns heute möglich ist. Da war man halt auf die Tipps vom Kinderarzt und der Schwiegermutter angewiesen.

Hat mit unreflektiert wenig zu tun und tut den damaligen Eltern auch irgendwie unrecht, finde ich!

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Das finde ich auch. Und auch damals wurde sich bei Problemen an Leute mit Erfahrung gewandt. Die hießen halt damals nicht Renz-Polster oder Remo Largo oder oder sondern Kinderarzt, Hebamme und ältere Generation.
Da jetzt per se Desinteresse zu postulieren finde ich den falschen Weg.

Damals hat "man" es eben so gemacht und heute macht "man" es genauso. Nur anders, weil die Zeit eben andere Erkenntnisse gebracht hat.
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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

Nicht unmöglich, aber man wird sehr misstrauisch beäugt und das arme Kind bemitleidet.

Aber das ist halt wieder so ein Ding. Setz ich mich über "das macht man so" hinweg mit allen Konsequenzen oder schwimme ich mit dem Strom..

Nur nochmal um Missverständnissen vorzubeugen.. Ich habe nichts gegen Eltern, die ihre Kinder früh fremd betreuen lassen und arbeiten gehen. Jeder sollte das wirklich frei entschieden können. Es kommt halt auch immer auf die Begleitumstände an, wieso es zu dieser oder jener Entscheidung kommt.

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Peppa
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Peppa »

Ich bin mir sicher, dass es nicht damit zu tun hat, dass die Frau arbeiten gehen soll. Erstens ist die Tendenz zu eigenen Zimmer/Bett/ "Durchschlafenlernen"/Breiflasche abends durchaus in Familien sehr beliebt, wo die Frau nicht arbeitet/nicht früh arbeitet...es ist einfach einfacher. Es ist akzeptiert und es führt früher oder später zu ruhigen Nächten, das kann man ja nicht abstreiten. Nicht jedes Kind hält das 10 Monate durch.. .die meisten gehen viel früher auf. Und die Eltern haben frei. Ganz ehrlich: bis 3 im Familienbett stillen ist schon ziemlich hart und anstrengend. MIR war/ist es das wert. Andere Mütter möchten eben ihr Leben so gut es geht behalten, je jünger, je mehr, glaube ich. Ich gebe genug sehr liebevolle und tolle Mütter, bei denen es nicht in Frage kommt, abends ab dem 3-4 Monat nicht weggehen und feiern zu können... oder das Kind vor 7 aus dem Gitterbett zu nehmen... Die sind zwar eher unter 30, aber das ganze findet sicher nicht statt, um eine frühe Berufstätigkeit zu gewährleisten. Jeder setzt eben andere Prioritäten. Ich habe seit dem 8ten Monat fast voll gearbeitet...dennoch gab es nie schreien lassen, Training, Gitterbett, Ferbern oder extra dicke Breiflaschen. Das eine hat mit dem anderen in Wirklichkeit ziemlich wenig zu tun. Früher vielleicht. Heute sicher nicht mehr (und ja, dass sind ganz schön heftige Vorurteile gegenüber arbeitenden Müttern, wenn ich das andersrum geschrieben hätte, wie würdet ihr dann darüber denken?).


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Marissa04
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Marissa04 »

Unsere Geschichte: meine Oma hat ihre Kinder weinen lassen. Allein im zimmer.
Meine Mutter hat das komplette Gegenteil gemacht. Tragen,stillen und Familien Bett.
Meine Schwiegermutter hat alle 7 Kinder schreien lassen und nur nach der Uhr gefüttert. Hat es so auch an Ihre Kinder weitergegeben und alle bis auf wir machen es genauso. Bzw. Haben. Das jüngste derer ist jetzt 3.
Ich finde leider man merkt deutlich die Herkunft. DDR. Sie findet es nach wie vor richtig.
Meine Oma (Westen) hingegen überlegt schon mehr das es vielleicht doch nicht so optimal war und kann unseren Weg deutlich besser akzeptieren.

Liebe grüße, geschrieben vom Handy
Liebe grüße
Mit Juli Mädchen *13 und Mai Jungen *15
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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

dulles hat geschrieben:Wahrscheinlich weil es einfacher ist und auch die enge Bindung zum Kind gar nicht so gewünscht ist.

Ich setz mich jetzt wahrscheinlich in die Nesseln, aber die Frau soll möglichst schnell wieder arbeiten, da tut sie sich vielleicht leichter mit, wenn sie das Kind etwas auf Distanz hält.

Bitte nicht falsch verstehen. Es gibt ja im Forum genug Beweise, dass enge Bindung und frühes Arbeiten sich nicht ausschließen müssen.

Früher sollten halt gute Soldaten für Hitler erzogen werden, heute gute Arbeiter für die Wirtschaft..

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Ich zitiere mich selbst.. Es gibt solche und solche, auf beiden Seiten.
Ich wollte auch keine Diskussion pro contra arbeitende Mütter anfangen.
Tut mir leid, wenn es trotz meiner Relativierung als Angriff ankam...


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dulles
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von dulles »

Und du verurteilst ja im Gegenzug auch junge Mütter, die nicht bereit wären, auf weggehen zu verzichten..

Ich kenne genug ältere Mütter, die eben aufgrund ihres Alters schon so eingefahren waren in ihrer Lebensweise, dass sie sich da von einem kind nicht einschränken lassen wollten.

Vorverurteilungen funktionieren halt in beide Richtungen..

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Peppa
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Peppa »

Na ja, wenn ich sage, es gibt sicher auch ganz tolle fleißige Hausmütter, keine Frage, aber es ist halt schon einfacher zu Hause zu bleiben.... dann ist die Relativierung ja letztlich nur eine Bestärkung und dient nur der Absicherung. Und die"Regel" ist ja für dich eine andere...kommt jedenfalls so raus.
Fand ich sehr hart die Aussage und halte sie für falsch. Ich weiß, du meintest es nicht böse... aber du schreibst ja selbst, dir war klar, dass du dich in die Nesseln setzt ;-)
Dass eine Mutter, um arbeiten zu können, Ihr Kind auf Distanz hält ist eben sehr sehr hart formuliert.


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Peppa
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Re: Erfahrungsberichte und Links zum Thema Schreien lassen

Beitrag von Peppa »

dulles hat geschrieben:Und du verurteilst ja im Gegenzug auch junge Mütter, die nicht bereit wären, auf weggehen zu verzichten..

Ich kenne genug ältere Mütter, die eben aufgrund ihres Alters schon so eingefahren waren in ihrer Lebensweise, dass sie sich da von einem kind nicht einschränken lassen wollten.

Vorverurteilungen funktionieren halt in beide Richtungen..

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Tue ich nicht. Lies bitte nochmal. Es war von sehr liebevollen und tollen Müttern die Rede, die andere Prioritäten als ich setzen. Nicht von generell jungen/arbeitenden/ nicht-arbeitenden Müttern, sondern von den individuellen Gründen, es so zu halten, welche eben nicht in der Berufstätigkeit liegen.
Verurteilen läge mir extrem fern.

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