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Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 11.05.2016, 15:29
von fillin
Nein ich hab darüber auch nicht diskutiert
Eine andere Mama machte sich Sorgen um das Gewicht ihres Baby, das deutlich unter unserem lag

ich habe mir bisher noch keinerlei Sorgen gemacht, aber habe dann aus Neugierde mal nachgeschaut.
Geburtsgewicht war 3800g.
Ja, bald ist wieder eine U, bei meiner Tochter stand sowohl bei der u3 als auch der u4 immer "adipös unter Muttermilch" im u-heft. Ärztin war sehr überrascht, wenn nicht schockiert, meinte aber Stillkinder dürften das...
Naja, war nur eine Frage, Sorgen mache ich mir keine, war nur so überrascht, dass sie tatsächlich so weit über der Kurve liegt, denn sie kommt mir gar nicht so dick vor

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 11.05.2016, 15:46
von FrauPferd
fillin hat geschrieben:Ein vollgestilltes Baby kann nicht zu dick sein oder?
Komme gerade durch eine Diskussion in einer fb-Gruppe darauf und habe dann mal die WHO-Kurve heran gezogen.. meine Tochter liegt deutlich über der 97er Perzentile. Sie hat mit ihren 5 Monaten ca 11kg

Ich bin kein Mod, aber mein Sohn hatte auch 11.700g mit 6 Monaten zur U5. Heute ist er 2 Jahre und knapp 4 Monate alt und wiegt 15kg (95cm). Es hat sich also tatsächlich irgendwann normalisiert. Er ist aber relativ groß.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 11.05.2016, 16:29
von wuselknusel
Ich hatte auch so eine Speckurmel.mit drei Monaten 8 kg und mit 5 Monaten 10 einhalb. Freundlicherweise hat sich unsere KiÄ den Zusatz adipös gespart

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 11.05.2016, 17:23
von Louka
Wie war das nochmal mit Thunfisch und allg. Raubfischen in der Stillzeit (wegen der Quecksilberbelastung)? Erlaubt oder nicht erlaubt? Würde beim Italiener gern mal wieder Vitello Tonnato essen.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 11.05.2016, 19:55
von wuselknusel
Ich Meld mich mal als Lebensmittelchemikerin. Thunfisch gehört zu den Fischen, die man in der Sst nur eingeschränkt essen sollte. Das kannst du auf die Stillzeit übertragen, da das Methylquecksilber auch anteilig in die MuMi überein. Du musst ihn nicht komplett meiden. Lass ihn dir schmecken, wenn du darauf Apettit hast. Vielleicht kannst du dir die Portion auch mit jemandem teilen?
Übrigens hat für solche Fragen das BfR auch immer gute Risikoabschätzungen. Also die sind auch verständlich geschrieben.
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 11.05.2016, 20:16
von Louka
Danke dir, Wuselknusel!
Dann kann ich am Wochenende direkt zumindest ein wenig Vitello essen. Sind auf einer Hochzeit im ital. Restaurant. Falls es ein Buffet gibt, kann ich mir die Menge ja gut einteilen.
Gibt es denn eine Art Maximalgrenze? Rein aus Interesse. Kann mein Essen dort ja schlecht abwiegen.

Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 11.05.2016, 20:18
von delfinstern
ICH denke mal, dass eine Portion ok ist, ab und an und nicht jeden Tag. Direkt Mengen habe ich jetzt nicht gefunden, nur Dosenangaben, da gibts aber ja unterschiedliche Größen.... schau mal hier:
http://www.bfr.bund.de/cm/343/verbrauch ... aenken.pdf
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 12.05.2016, 07:18
von deidamaus
fillin hat geschrieben:Ein vollgestilltes Baby kann nicht zu dick sein oder?
Leider kann auch ein vollgestilltes Baby zu dick sein. Produziert die Mutter sehr viel Milch, so kann es passieren, dass das Baby, wenn es einen Saugreflex hat, der stärker als die Sattwahrnehmung ist, nicht aufhört zu trinken. Viel mehr, als es eigentlich bräuchte.
Überfütterung kann sich im Zusammenhang mit überhoher Gewichtszunahme auch durch den Kreislauf "Baby quengelig, dauerstillen, häufiges Spucken, Baby immernoch quengelig" zeigen. Oder bei Babys, die generell sehr viel weinen und angespannt sind, sich nicht wohlfühlen, Koliken haben usw. und zum Trost deshalb 20 mal pro Tag gestillt werden.
Auch kann dies bei Müttern passieren, die praktisch keine andere Reaktion auf Unmutsäußerung des Babys als das Stillen haben.
Das bedeutet aber nicht, dass automatisch jedes schwere Stillbaby übergewichtig ist, sondern nur, dass Frau auch durch Stillen das Baby überfüttern kann.
Liebe Grüße von deidamaus
ModTeam-Stillberatung
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 12.05.2016, 10:20
von Fortresca
Ich bin von diesem "künstlicher Sauger löst den Saugreflex aus -> Kind hört nicht auf zu trinken" irritiert.
Da wir ja zufüttern, habenw ir evrschiedene Sauger durch, aber bei keinem war es so krass. Manche konnte die Nebelhexe gar nciht richtig fassen (es siffte alles seitlich raus), aber bei jedem hat sie es hinbekommen, wenn sie satt war, einfach den Kopf wegzudrehen.
Ich will ja fast fragen, ob ich was falsch mache, aber da glaub ih nicht, schließlich nimmt sie gut zu.
Aber: Woher kommt diese Regel und wie "unumstößlich" ist sie?
Re: Stillen: kurze Frage- kurze Antwort
Verfasst: 12.05.2016, 11:14
von bayleaf
Fortresca hat geschrieben:Ich bin von diesem "künstlicher Sauger löst den Saugreflex aus -> Kind hört nicht auf zu trinken" irritiert.
Da wir ja zufüttern, habenw ir evrschiedene Sauger durch, aber bei keinem war es so krass. Manche konnte die Nebelhexe gar nciht richtig fassen (es siffte alles seitlich raus), aber bei jedem hat sie es hinbekommen, wenn sie satt war, einfach den Kopf wegzudrehen.
Ich will ja fast fragen, ob ich was falsch mache, aber da glaub ih nicht, schließlich nimmt sie gut zu.
Aber: Woher kommt diese Regel und wie "unumstößlich" ist sie?
Stillen und Flasche sind zwei grundverschiedene Methoden. Die Brustwarze ist weich und der Sauger ist relativ hart im Vergleich dazu. Der Gaumen des Babys wird mit dem Sauger mehr stimuliert, was zu schnellerem Saugen und Schlucken führt. Dazu kommet das beim Stillen der Milchfluß vom Baby reguliert wird: anfängliche schnelle kurze Saugbewegungen lösen den MSR aus, die Milch fließt schnell, Baby schluckt vermehrt, Milch fließt langsamer, Baby nuckelt, saugt dann wieder schneller, löst neuen MSR aus, usw.
Bei der Flasche ist der Milchfluß ziemlich stetig (nämlich schnell) und Baby hat eine andere Saugtechnik.