Amber hat geschrieben: 30.06.2025, 16:46
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Wenn du wirklich kaufen willst im Baumarkt vor Ort nach Schnäppchen gucken, so groß sind im Hobbybereich die Unterschiede nicht. Wichtiger sind bei harten Betondecken gute Bohrer.
Dazu ein kurzer Einwurf von jemandem, der jahrelang in Plattenbauten gelebt und hunderte Löcher in diversen Wohnungen (Altbau, 90er Jahre, Stahlbeton, Trockenbauwände, ...) gebohrt hat: Wenn es um
Beton geht, sollte man nicht versuchen, mit einer Schlagbohrmaschine zu hantieren (die verzweifelten Versuche habe ich oft genug in Nachbarwohnungen gehört). Da hilft nur ein
Bohrhammer- der schafft das, und ist nichtmal so laut. Außerdem geht das Wechseln der Bohrer superfix - die eingespannten Enden sind da ja alle gleich dick und werden reingeklickt. (Man kann das Hämmern auch ausschalten, wenn man z.B. in die Fliesenschicht in Bad/Küche erstmal nur durchbohren will, ohne die zu sprengen, und kann danach den Hammer wieder zuschalten, wenn man dahinter in den Beton muss. Ein Bohrhammer kann beides).
Die entsprechenden Bohraufsätze sind superwichtig, ja. Ich habe bei meiner letzten Stahlbetonwohnung zu Beginn in den zwei geläufigsten Größen (für mich sind das 5er und 6er) sehr gute Bohrer gekauft und einen billigeren dickeren (8er) ergänzt. Letzterer ist nicht ganz so hochwertig, weil ich bei so dicken Löchern gern mit einem dünneren Bohrer präziser vorbohre und dann mit dem dickeren nur verbreitere. Die Bohrer haben jedenfalls jahrelang mitgemacht. Die eigentliche Maschine dazu hab ich mir wochenweise geborgt. Von Freunden oder - wenn das gerade mal nicht ging und ich dringend was aufhängen musste - auch mal gegen Gebühr einen Tag aus dem Baumarkt geliehen.
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Wenn man noch einen Beutelstaubsauger besitzt, der Bohrstaub verträgt (ich glaube, beutellose mögen das nur bedingt), dann kann man in so einen Absaugaufsatz für den Staubsaugerschlauch investieren. Die beste Billiganschaffung, die ich fürs Bohren in einer nebenbei bewohnten Wohnung je gemacht habe (meiner war von tch*bo

). Auch wenn ein Bohrhammer ansich nciht halb so laut ist wie eine Schlagbohrmaschine: für den Staubsaugaufsatz braucht man Hörschutz. Schreckliches Geheule und Pfeifen. Brrrrr.
[Achso, und da zumindest ich am Anfang schneller mal abgedriftet bin: besonders bei einem Bohrhammer lohnt es sich, die Bohrlöcher mit einem ca. 2x2 cm Bleistiftkreuz zu markieren und nicht nur mit einem kleinen X oder Punkt, die man dann nach drei Sekunden nicht mehr sehen kann. Aber vielleicht machen das sowieso alle Leute so und nur ich musste das mal mit Mitte 20 beigebracht bekommen
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Letzter Tipp:
ich finde verschiedene Baumärkte SEHR unterschiedlich gut im Beraten und vor allem auch im Schraubenkaufen. Bei vielen bekommt man so Kleinteile nur in Blisterpackungen zu soundsoviel Stück. Ich brauchte aber manchmal nur drei von einer Sorte oder mal zehn oder so. Bei Hornb*ch bin ich immer gut beraten worden und man kann Schrauben, Haken und so Kram auch einzeln in Tüten abgewogen kaufen.
Wenn man viel schraubt: Torx, nicht Pozidriv/"Kreuzschlitz". Torx dreht es einfach nicht raus aus dem Schraubenkopf, wenn es schwerer zu werden beginnt. Dadurch muss man nicht so drücken wie bei Philips- oder Pozidriv-Schrauben. Echter Game-Changer (unaufgeforderte Beratung des Mitarbeiters im Baumarkt, als ich Schrauben kaufte

)