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Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 09:51
von rula
Libertinesse, das ist enorm stressig. Ich verstehe dich sehr gut. Es kann aber auch sein dass das eine Phase ist - ev zahnt Dein Baby? Ist sonst nicht wohl? Dieses Dauernuckeln kommt durchaus auch bei Babys vor bei welchen das Gedeihen nie ein Thema war. Ich will damit nur sagen dass es absolut nichts mit Hunger zu tun haben muss. Und im Prinzip dann vielleicht auch gar nicht mit dem Stillen. Verstehe aber sehr gut dass Dich das an die Grenzen bringt. Ich hatte letzte Woche Zahn-bedingt auch solche Nächte und es ist enorm anstrengend...
Viel Kraft wünsche ich Dir!

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 09:54
von rula
Noch etwas. Ich spüre qus Deinen Zeilen dass es Dir wirklich nicht gut geht. Nimm das ernst und versuche gut auf Dich zu schauen.

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 11:59
von Winterwunschkind
Hier auch ein Baby-Mädchen, welches keine Gedeihstörung hatte, aber auch nicht gut schläft ;).
Wir haben derzeit auch Dauerstillzeit nachts. Es wird weniger über den Tag gestillt, und alles nachts nachgeholt. Das ist wirklich sehr anstrengend. Aber das Phasenmantra hilft.

Ich will dir einen Drücker da lassen und viel Kraft. Achte auf dich und vielleicht schaffst du es (im Gegensatz zu mir) dich mit deinem Baby über den Tag mal für eine halbe Stunde hin zu legen? Es wird besser, ganz bestimmt. Es ist wirklich toll, dass du so stark bist und um das Stillen deines Babys kämpfst!

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 12:35
von Linda81
Auf dem Pezzi-Ball könnte man zumindest mal sitzen statt laufen, war so mein Gedanke... Libertinesse, Du tust mir gerade sehr leid. Schlafentzug ist die Hölle. Ich kenn das. Ich verspreche Dir, es geht vorbei!
Zwei Gedanken noch: Schlafen und Stillen haben nichts miteinander zu tun, will sagen, wenn du abstillst, wird sie davon nicht besser (ein-, aus-, durchschlafen). Du nimmst Dir aber vermutlich damit sehr effektive Trost- und einschlaf-Möglichkeiten. Ich weiß, Dauernuckeln fühlt sich gerade nicht effektiv an, aber: im TT durch die Gegend laufen wäre dann die letzte Möglichkeit, die Die zur Zeit bliebe.
Suche lieber nach anderen Möglichkeiten! Kennst Du William Sears, "Schlafen und Wachen"? Hilft weißes Rauschen (Fön, Staubsauger, Dunstabzugshaube, App?) Hilft Autofahren? Kann Dein Mann mal eine Stunde oder zwei über die Autobahn mit ihr?

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 12:46
von Linda81
Gedanke Nr 2 vergessen: wie meinte die KiÄ das mit dem Hunger und nachts nachholen? Daß sie tagsüber zuwenig trinkt? Das kann ich mir bei Deinem Tagesablauf kaum vorstellen. Ich glaube eher, daß sie wie so viele Babys zum ein- und Weiterschlafen einfach ganz viel Kontakt braucht.
Wollt ihr vielleicht mal eine Federwiege testen? Es gibt die No*nomo (Sternchen wegdenken) zu mieten, so daß man ganz unverbindlich mal testen kann. Die Federung simuliert ganz schön die Bewegung beim Laufen und springt vor allem ja auch immer an, wenn das Baby sich regt. Nach dem Stillen mit müden Baby statt pucken vielleicht in eine größere Decke einschlagen, daß die Arme ein bißchen fixiert sind, und dann in die Wiege?

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 12:55
von Libertinesse
Linda81 hat geschrieben:Auf dem Pezzi-Ball könnte man zumindest mal sitzen statt laufen, war so mein Gedanke... Libertinesse, Du tust mir gerade sehr leid. Schlafentzug ist die Hölle. Ich kenn das. Ich verspreche Dir, es geht vorbei!
Zwei Gedanken noch: Schlafen und Stillen haben nichts miteinander zu tun, will sagen, wenn du abstillst, wird sie davon nicht besser (ein-, aus-, durchschlafen). Du nimmst Dir aber vermutlich damit sehr effektive Trost- und einschlaf-Möglichkeiten. Ich weiß, Dauernuckeln fühlt sich gerade nicht effektiv an, aber: im TT durch die Gegend laufen wäre dann die letzte Möglichkeit, die Die zur Zeit bliebe.
Suche lieber nach anderen Möglichkeiten! Kennst Du William Sears, "Schlafen und Wachen"? Hilft weißes Rauschen (Fön, Staubsauger, Dunstabzugshaube, App?) Hilft Autofahren? Kann Dein Mann mal eine Stunde oder zwei über die Autobahn mit ihr?
Danke, Linda, für das Mitgefühl. Vielleicht wären die Nächte mich besser, aber wenn nun doch Hunger die Ursache für dieses fürchterliche Schlafverhalten ist, wäre mehr Zufütterung evtl. eine Erleichterung. Unsere Tochter hat ja vor dem Zungeband-Eingriff mehrere Flaschen PRE am Tag (quasi ihren gesamten Bedarf) bekommen und war quasi nur am schlummern. Davor und danach war es nie mehr so. Ohne es zu verklären, sie hat viel geschlafen und dazwischen war sie gut drauf. Das ist natürlich inzwischen schon einige Wochen her, aber ist uns in bleibender Erinnerung geblieben.
Der Fön hilft tatsächlich gut gegen Schreien, das ist nun im Vergleich zum Anfang schon deutlich weniger geworden.
Autofahren findet sie fürchterlich. Ich kannte das von meinem Neffen, der nach kurzer Zeit tief und fest im Maxi Cosi geschlafen hat. Meine Schwester ist jeden Abend um den Block gefahren. J. schreit auch mal ausdauernd 45 min beim Fahren. Wir haben einige traumatische Ausflüge hinter uns.
Was war zu erst, Huhn oder Ei? ;-) Sind wir - wie die Liebe Verwandtschaft betont - selbst schuld, weil wir sie von Beginn an im Tuch getragen haben? Ich kannte das davor auch nicht, dass Babys beim Autofahren/im Kinderwagen etc. nur brüllen. Das Buch kenne ich nicht. Ich habe lediglich "das glücklichste Baby der Welt" gelesen, hat aber auch keinen durchschlagenden Erfolg gebracht.

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 13:28
von rula
Ich habe vier Kinder, drei davon haben das Autofahren gaaaar nicht geschätzt, und zwar von Anfang an, obwohl es sonst sehr zufriedene Babies waren... da mach Dir mal keinen Kopf!

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 13:41
von Linda81
Als wir in den ersten Wochen mit der Flasche gefüttert haben, hat Sohnio danach auch völlig platt auf uns gelegen und war dann für vier, fünf Stunden weggetreten. Ich erkläre mir das im Nachhinein mit einem Freßkoma (postprandiale Bewußtseinsstörung, für die Mediziner unter uns): mit der Flasche haben wir ihm bis zu 120ml auf ein Mal gegeben. Flasche nach Bedarf kannten wir nicht, daß der Sauger dafür sorgt, daß der Reflexpunkt aktiviert wird und das Baby deshalb saugen MUß (und damit dann auch die Flasche leer macht), wußten wir nicht, wir haben es schlicht und einfach eingefüllt. Danach war das Baby platt. Magen voll bis zum Anschlag. Schwerverdauliches Zeug.
Die Umstellung aufs Stillen war auch in der Hinsicht eine Erfahrung O_O. Da hatten wir nämlich auch keine stundenlangen Pausen mehr, sondern nachts gerne mal Dauernuckeln und teils stündlich wach. (Und das haben wir jetzt ab und an auch noch, wenn zB gezahnt wird.) Ich kann mir gut vorstellen, daß es bei euch ähnlich war mit der Flasche?
Schau Dir den Sears ruhig nochmal an, er erklärt das Baby-Schlafverhalten sehr gut und gibt wirklich Hilfen an die Hand.
Unter Schlafentzug kann ich kaum klar denken und komme oft nicht auf Handlungsalternativen, da war das Buch hilfreich.
Ich glaube, daß die Stillmods hier sehr klar darauf schauen, ob das Baby genug zunimmt. Und ein Baby, das nach Bedarf gestillt wird und zunimmt, das kann nicht an Hunger leiden. Ich weiß aber selbst, daß man mit einem Hintergrund wie dem Euren immer, immer, immer Angst hat, daß das Baby hungern könnte. Ich bin überzeugt, daß es das nicht tut!

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 19.05.2015, 21:16
von Mondenkind
Libertinesse hat geschrieben:Ihr Lieben, ich muss heute direkt weiter jammern. Wir sind auf dem Tiefpunkt. Die Nacht war sowas von fürchterlich.
Ich möchte stillen. Aber nicht so, das halte ich nicht aus. ...
Ich will das so nicht. Ich möchte auch dieses pausenlose Einschlafstillen nicht. Meine Abneigung gegen das Stillen wird zunehmend größer...
Ich denke ich möchte wieder mehr zufüttern und dann Mitte Juni mit Beikost anfangen (J. ist sehr weit entwickelt und schaut jetzt schon immer ganz interessiert beim Essen zu)?

Viele müde Grüße
Ist ok, wenn Du das wirklich möchtest, dann machen wir das so! Auf welche Menge möchtest Du gehen?

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung

Re: Unsere Stillodyssee - wer kann uns helfen?

Verfasst: 20.05.2015, 08:27
von Libertinesse
Mondenkind hat geschrieben:Ist ok, wenn Du das wirklich möchtest, dann machen wir das so! Auf welche Menge möchtest Du gehen?
Die heutige Nacht war leider nur minimal besser. Kann sie sich wirklich innerhalb weniger Tage angewöhnt haben, nur noch mit Brust einzuschlafen? Inzwischen denke ich nämlich auch, dass sie nicht ständig hunger haben kann. Sie sucht teilweise nach weniger als einer Stunde wieder. Und wenn ich die Brustwarze rausnehme, bevor sie richtig schläft fängt sie sofort mit weinen an. Wenn sie wenigstens einen Schnuller nehmen würde (ich weiß, das wird hier weniger befürwortet) oder am Finger nuckeln würde...
Ich denke ich bleibe erst einmal bei 100ml die nächsten Tage und überlege mir, wie es weitergehen könnte...
Gibt es eine Möglichkeit, ihr das Einschlafstillen wenigstens ein bisschen abzugewöhnen? ich will sie selbstverständlich immer stillen wenn sie hunger hat, aber nicht mehrmals pro Stunde zum einschlafen...
lg