Zuckerfrei(er) leben!

für die schwangere und/oder stillende Mutter (und ihre Familie)

Moderator: britje

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JulieSonne
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von JulieSonne »

Oh super, ich freu mich!
Ich werde jetzt erstmal ein Overnight Oat fürs Frühstück vorbereiten, das ist nämlich eine der großen Süß-Baustellen hier.
Julie mit Rabauke (12/2014) und Räubertochter (05/2017)
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Tutti
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Tutti »

Ich möchte nicht zuckerfrei leben. Aber deutlich zuckerfreier.
Meine neuen Regeln sind also :
Süßes nur abends, wenn die Kinder schlafen. Und auch nur eine Sache. Der Tag bleibt Süßigkeiten - frei.
Jeden Donnerstag Abend, wenn mein Mann singen ist und ich meinen Rumchill - Abend habe, darf ich was Besonderes essen. Brownie, Eis oder Ähnliches.

Mir geht es vorallem darum, tagsüber ohne Süßigkeiten zu bleiben. Ich hab mich wunderbar erfolgreich darauf konditioniert, dass Müdigkeit und Anstrengung und Entspannung sofort Süßigkeiten - Konsum erfordert. Das ist total ätzend. Und das ändere ich jetzt. So.
There is no way to be a perfect parent
but a million ways to be a good one

E (05/12)
R (07/16)
JulieSonne
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von JulieSonne »

Bei mir ist das Ziel auch definitiv weniger Zucker, zuckerfrei scheint mir momentan absolut utopisch zu sein und würde mir im Alltag auch mit Sicherheit zu viel Stress machen, als dass ich es durchziehen könnte. Aber morgens Schokoaufstrich, mittags Nachtisch, nachmittags Kuchen und zwischendurch fleißig naschen kann echt nicht so weitergehen...
Julie mit Rabauke (12/2014) und Räubertochter (05/2017)
Lösche Benutzer 15449

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 15449 »

Nachdem mein Mann den Film "voll verzuckert - that sugar film" geguckt hat, haben wir jetzt allen Zucker aus dem Haus verbannt. (Man muss dazu sagen, mein Mann hat bis vor einer Woche 2-3 l Softdrinks + 1-2 Hände Gummibärchen oder Schokolade + 1/2 Tüte Chips täglich gegessen. Heute setzen die Entzugserscheiningen ein... ich bin gespannt. :? ) Ausnahme bildet lediglich Obst und Kokosblütenzucker (wegen des niedrigen Glyx-Index). Auch Kohlenhydrate an sich wollen wir reduzieren.

Ich kann es ja Unverträglichkeitsbedingt eh nicht essen, aber wir stellen dann halt für alle um - auch für die Kinder. Das sorgt im Bekanntenkreis für viel Unverständnis, wie wir unseren Kindern das "antun" können. (Dazu muss man sagen, wie lassen unsere Kinder außer Haus alles essen, wir thematisieren nur, warum wir bestimmte nicht mehr selbst einkaufen.) Andere die sich auch so ernähren sagen immer nur, dass würden ihre Kinder nicht mitmachen... also vielleicht sind meine extrem pflegeleicht, aber es ist ja nicht so als ob ich sie zwinge. Wenn die Kleine keinen selbst gemachten Eistee trinken will, muss sie halt Wasser trinken. Und wenn das erstmal "normal" ist bei uns, wird sich da sicher auch noch einiges ergeben. Auf Dauer essen sie doch eh das, was wir vorleben... Klar achten wir drauf, auch etwas "kinderfreundlich" zu kochen und es gibt mal selbst gemachte Pizza oder Nudeln und Avocado für den Salat leg ich extra, dann muss ich sie nicht rausholen, weil die Kinder lieber nur Salat mit Mais und Tomaten wollen. Aber ansonsten... warum sollten sie nicht mitmachen? :shock:

Unsere Kinder sehen das in dieser ersten Woche noch recht locker. Es irritiert sie etwas, dass wir kein Brot mehr kaufen, da sie aber gerne Omlett und Joghurt essen, ist das andere Frühstück für sie kein Problem. Und wenn es uns doch mal überfällt, backen oder kaufen wir mal frische Brötchen fürs Sonntagsfrühstück. Halt als was besonderes...

Gummibärchen, Apfelschorle und Überraschungseiern trauern sie etwas hinterher, aber sie wissen von mir ja, dass es andere Süßigkeiten gibt. Wir machen Popcorn selbst und süßen es mit wenig Kokosblütenzucker oder es gibt Schoko mit Kokosblütenzucker oder wir backen Brownies aus Avocado, Banane, Eiern und Backkakao. (Alles nicht täglich, aber so als Option.) Abends koche ich Tee, den ich mit frischem Obst etwas süße und aromatisiere als Eistee am nächsten Tag und bereite ONOs (mit viel Samen und wenig Haferflocken) für den Hunger zwischendurch vor. Zum Knabbern gibt es hauptsächlich Nüsse und Gemüsesticks.

Ernährt nur ihr euch so oder zieht eure Familie mit?
Es scheint mir seltsam, wenn ich etwas als schädliche erkenne, es meinen Kindern trotzdem zu geben... :oops:

Auf dem Bild seht ihr unsere "umgebaute" Ernährungspyramide, was so der Plan vorerst ist. Auf Dauer sollen vor allem Kohlenhydrate und Gemüse ihren Platz noch tauschen...
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JulieSonne
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von JulieSonne »

Ich finde die Frage, inwieweit die Kinder mitziehen (müssen), nicht ganz einfach. Einerseits ist der Gedanke, sie vor dem bösen Zucker zu schützen, bestimmt absolut richtig. Andererseits kenne ich es von meiner besten Freundin, die ich quasi von Geburt an kenne, ganz klischeehaft so: bei ihr zu Hause wurde immer extremst gesund gegessen, selbst gebackenes Brot aus frisch geschrotetem Getreide, Gemüse aus dem eigenen Garten, Joghurt wurde selbst hergestellt usw. Kommt ziemlich nah an mein Ernährungsideal, glaube ich :) Süßigkeiten gab es kaum; selbstgemachtes Eis, mal Schokoaufstrich aufs Brot oder Pudding zum Nachtisch aber schon (also kein Komplettverzicht). Sobald es irgendwo auswärts etwas Süßes gab, hat meine Freundin das so dermaßen weggeschlungen, sie konnte sich da wirklich Null bremsen. Klar, das ist ein Einzelfall, aber mir steht das total vor Augen und solche Heißhungerattacken möchte ich für meine Kinder nicht. Ich will deshalb versuchen, meinen Kindern einen (möglichst gesunden 8) ) Mittelweg zu zeigen... die gemeinsamen Mahlzeiten so gesund und zuckerarm wie möglich, auf versteckte Zucker in Getränken, Fertigkram usw. achten, dafür den Schokoriegel oder auch mal den gewünschten quitschbunten Joghurt als Besonderheiten nicht zu verteufeln. Gute Alternativen aufzeigen und vorleben. Ich bin gespannt, wies klappt :D
Und für mich persönlich möchte ich zumindest die vier Wochen komplett ohne Süßigkeiten und anderen offensichtlichen Zuckerkram einfach mal durchziehen, um zu sehen, ob ich's kann. Ich hätte eigentlich gedacht, ich halte es nicht durch...aber bisher finde ich es überraschend leicht! Die letzten zweieinhalb Tage hatte ich durchgängig Kopfweh, seit heute Mittag ist es weg - ob das wohl ne Entzugserscheinung war?
Julie mit Rabauke (12/2014) und Räubertochter (05/2017)
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Teppilein »

Hier ist es auch ähnlich. Ich ernähren mich aktuell zuckerarm, ab und zu gönne ich mir ein zwei Stücke Bitterschokolade (85%). Die Kinder dürfen Süßigkeiten essen, aber halt auch nicht eine ganze Tüte Gummibärchen. Jeder bekommt so viel Bärchen wie alt er ist. Das funktioniert ganz gut. In der Schule ist die Große deutlich mehr Süßigkeiten als zu Hause. Die Mitschüler bringen etwas mit und teilen mit allen. Oder es gibt einen Geburtstag und dann isst sie dort auch mit. Mir ist es wichtig dass sie wissen warum ich Zucker meide. Sie essen zu Hause den Kuchen der mit Datteln gesüßt ist gern mit und stört sie in keinster Weise. Kurzum, ich möchte ihnen Alternativen zeigen, entscheiden dürfen sie selber.
Unterwegs mit Mausebeere (7/11), Pu(ps)Bär (12/12) und dem Minimädchen (7/16).
Meine persönliche unendliche Geschichte: :25: :19:

Trageberaterin, TS DD (GK 2/18, AK 3/18)
Lösche Benutzer 15449

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 15449 »

JulieSonne hat geschrieben: 05.01.2019, 20:03 Die letzten zweieinhalb Tage hatte ich durchgängig Kopfweh, seit heute Mittag ist es weg - ob das wohl ne Entzugserscheinung war?
Sehr wahrscheinlich. ist eine der häufigsten
Lösche Benutzer 15449

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 15449 »

JulieSonne hat geschrieben: 05.01.2019, 20:03 Ich finde die Frage, inwieweit die Kinder mitziehen (müssen), nicht ganz einfach.
Ich find das halt auch nicht so einfach. Einerseits will ich keine Heißhungerattaquen. Aber sobald ein Suchtmittel erstmal DA war und entzogen wird - ist die Wahrscheinlichkeit ja recht hoch dafür. :? Andererseits will ich ihnen nicht etwas zu essen geben, was ich wirklich als schlecht, nahe am Gift für uns erlebe und einstufe. Gerade weil ich und mein Körper total extrem drauf reagieren und ich das auch bei Mann und Tochter beobachte. Mann musste selbst zur Erkenntnis kommen, aber so wie die Situation ist, kann ich Tochter versuchen weitgehend zu schützen. Mit dem Zuckerverzicht merkte man nach drei, vier Tagen, dass sie zwei richtig schlechte Tage hatte: weinte ohne Grund, hatte Durchfall etc - sie hat richtig gelitten. Mir tat das richtig mit weh. Aber siehe da. Die offenen Stellen im Gesicht, gegen die wir gecremt haben wie ein Weltmeister, gegen die nix so wirklich half und die sich keiner erklären konnte... werden besser. Die Laune auch.
Der Große, der der einzige ist, der scheinbar überhaupt nicht auf Zucker reagiert, findet den Verzicht wiederum überhaupt nicht schlimm. Er realisiert aber auch an mir, wie viel besser es mir geht und wie "giftig" Zucker für mich ist... (Er warnt immer schon, wenn ich was esse, bei dem er unsicher ist: "Mama, Achtung! Ist da Zucker drin?!")
Lösche Benutzer 15449

Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Lösche Benutzer 15449 »

Aber ihnen das bewusst weiterhin anzubieten in Apfelschorle, Joghurt, Nutella, ... finde ich auch irgendwie verantwortungslos, gerade wenn ich merke, wie die Kleine reagiert...
Munin
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Re: Zuckerfrei(er) leben!

Beitrag von Munin »

Hier mag ich mich mal dazusetzen, mein einziges richtiges Vorhaben für das neue Jahr ist eine Zuckerreduktion!
Backen geht irgendwie meistens deutlich " einfacher" mit Haushaltszucker :oops:
Hier will ich Alternativen suchen und beibehalten!

Ein Problem ist noch ein wenig meine Arbeit, da steht fast täglich irgendwelcher Süßkram neben der Kaffeemaschine und irgendein leckerer Kuchen auf dem Tisch :shock:
Das ist eine riesen Falle, weil im Stress doch immer wieder zugelangt wird, so im vorbei gehen, das nervt mich extrem!
Mit kleiner Springmaus *11/2016
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