Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

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MaiNacht
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von MaiNacht »

Danke für eure Ideen! Das hatte ich noch gar nicht so auf'm Schirm, dass man die Sprache auf konkrete Situationen oder Bücher/Lieder/etc. beschränken kann. Ich hab schon überlegt, ob ich dann komplett auf die andere Sprache umsteigen müsste, und ob ich das wohl wollen würde (ich mag die Sprache total gern, aber Deutsch ist halt Muttersprache, ich bin darin eher "zuhause", klar...)
Aber mal nach Liedern schauen und später dann nach Büchern, das finde ich super. Auch die Idee, dass man damit eine Tür aufmachen kann, und es nicht darum geht, die Sprache direkt voll zu lernen. Irgendwie haben das meine Ma und Oma bei mir ja dann doch auch gemacht - auch wenn es nur die Urlaube waren, hab ich schon, was Aussprache und Melodie angeht, einiges mitgenommen, glaube ich.
Was es ansonsten für konkrete Situationen geben könnte, in denen man die Sprache nutzt, da muss ich mal überlegen. Oma und Uroma sind ja, wie gesagt, eher selten da, und wir wohnen nicht so nah an der Grenze, dass man mal schnell rüber fährt zum Rinkaufen oder für ein Wochenemde (wie schade das ist!).
...mit der Erbse (10/23) und dem tollen Typen 💚 ❤️
Lösche Benutzer 24994

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

MaiDri hat geschrieben: 21.07.2024, 09:47 Danke für eure Ideen! Das hatte ich noch gar nicht so auf'm Schirm, dass man die Sprache auf konkrete Situationen oder Bücher/Lieder/etc. beschränken kann. Ich hab schon überlegt, ob ich dann komplett auf die andere Sprache umsteigen müsste, und ob ich das wohl wollen würde (ich mag die Sprache total gern, aber Deutsch ist halt Muttersprache, ich bin darin eher "zuhause", klar...)
Aber mal nach Liedern schauen und später dann nach Büchern, das finde ich super. Auch die Idee, dass man damit eine Tür aufmachen kann, und es nicht darum geht, die Sprache direkt voll zu lernen. Irgendwie haben das meine Ma und Oma bei mir ja dann doch auch gemacht - auch wenn es nur die Urlaube waren, hab ich schon, was Aussprache und Melodie angeht, einiges mitgenommen, glaube ich.
Was es ansonsten für konkrete Situationen geben könnte, in denen man die Sprache nutzt, da muss ich mal überlegen. Oma und Uroma sind ja, wie gesagt, eher selten da, und wir wohnen nicht so nah an der Grenze, dass man mal schnell rüber fährt zum Rinkaufen oder für ein Wochenemde (wie schade das ist!).
Es gibt auch Spielgruppen, in denen sich Eltern mit Kindern treffen, um dort gemeinsam in der "Muttersprache" zu sprechen, spielen, singen etc.

Vielleicht gibt es das in deiner Nähe auch
Serafin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Serafin »

Wir merken, dass wir hier keine Chance gegen den Druck der Umgebungssprache haben. Die Grammatik beim kleinen ist falsch,folgt der Umgebungssprache. Beim großen fängt es auch langsam an. Ich sag nur: Was ist die Uhr?

Ich hoffe, dass sie später mehr deutsche Bücher lesen und es dann klick macht. Aber so viel nur deutsche Sprachzeit haben wir halt auch nicht. Oft ist noch ein Kind Nachmittag zu Besuch, isst bei uns, da sprechen wir dann natürlich auch nicht deutsch.
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Larala
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Larala »

Der Druck der Umgebungssprache ist hier auch sehr hoch und bestimmte Grammatikfehler halten sich extrem hartnaeckig (Das Niederlaendische ist dem Dativ sein Tod). Erklaeren oder ueben wird konsequent verweigert. Also ist es halt so wie es ist. Sie kann alles auf Deutsch verstehen und sich gut verstaendigen, das finde ich schonmal sehr viel gewonnen. Jetzt faengt sie auch an deutche Buecher zu lesen. Vielleicht klickt da auch noch irgendwann etwas.
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Serafin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Serafin »

Larala hat geschrieben: 21.07.2024, 19:29 Der Druck der Umgebungssprache ist hier auch sehr hoch und bestimmte Grammatikfehler halten sich extrem hartnaeckig (Das Niederlaendische ist dem Dativ sein Tod). Erklaeren oder ueben wird konsequent verweigert. Also ist es halt so wie es ist. Sie kann alles auf Deutsch verstehen und sich gut verstaendigen, das finde ich schonmal sehr viel gewonnen. Jetzt faengt sie auch an deutche Buecher zu lesen. Vielleicht klickt da auch noch irgendwann etwas.
Net bloß des Dativs seiner hier. Akkusativ darf gleich mit dran glauben hier. Und so Sachen wie ich bin gestanden auf.
Mir rollts die Zehennägel auf.

Manchmal habe ich das Gefühl, norwegisch und deutsch sind zu ähnlich, so dass das schwieriger zu sortieren ist. Wäre ja bei euch auch so. Mich würde interessieren, wie das ist, wenn noch ne ganz andere Sprache mitmischt.
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Lösche Benutzer 24994

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Was, wenn es möglich ist, natürlich auch sehr wichtig für eine komplette Zweisprachigkeit ist, ist auch der Schriftspracherwerb. Also falls es eine Samstagsschule gibt, kann das sehr förderlich sein
Serafin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Serafin »

Gibt es für deutsch hier leider nicht. Momentan hat der große einmal die Woche mit einer deutschen Klassenkameradin Deutschunterricht für Muttersprachler. Da liegt das Hauptaugenmerk aber darauf, dass sie ordentlich im Unterricht mitkommen.
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Lösche Benutzer 24994

Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Lösche Benutzer 24994 »

Serafin hat geschrieben: 21.07.2024, 19:44
Larala hat geschrieben: 21.07.2024, 19:29 Der Druck der Umgebungssprache ist hier auch sehr hoch und bestimmte Grammatikfehler halten sich extrem hartnaeckig (Das Niederlaendische ist dem Dativ sein Tod). Erklaeren oder ueben wird konsequent verweigert. Also ist es halt so wie es ist. Sie kann alles auf Deutsch verstehen und sich gut verstaendigen, das finde ich schonmal sehr viel gewonnen. Jetzt faengt sie auch an deutche Buecher zu lesen. Vielleicht klickt da auch noch irgendwann etwas.
Net bloß des Dativs seiner hier. Akkusativ darf gleich mit dran glauben hier. Und so Sachen wie ich bin gestanden auf.
Mir rollts die Zehennägel auf.

Manchmal habe ich das Gefühl, norwegisch und deutsch sind zu ähnlich, so dass das schwieriger zu sortieren ist. Wäre ja bei euch auch so. Mich würde interessieren, wie das ist, wenn noch ne ganz andere Sprache mitmischt.
Also hier ist ja arabisch und deutsch bei deutscher Umgebungssprache. Die Grammatik wird aber altersgemäß in beiden Sprachen richtig angewandt.

Ob das jetzt daran liegt, dass es sehr unterschiedliche Sprachen sind, weiß ich aber nicht
Serafin hat geschrieben: 21.07.2024, 19:52 Gibt es für deutsch hier leider nicht. Momentan hat der große einmal die Woche mit einer deutschen Klassenkameradin Deutschunterricht für Muttersprachler. Da liegt das Hauptaugenmerk aber darauf, dass sie ordentlich im Unterricht mitkommen.
Ok, aber schon mal schön, dass er sieht, dass es andere deutsche Kinder gibt
Buttermilch7
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Buttermilch7 »

@Serafin
wie reden deine Jungs denn untereinander? Bayerisch, hochdeutsch oder norwegisch? Hat der Kleine schon gesprochen, als ihr ausgewandert seid?
Bei den fremdsprachigen Kindern in meinem (Schul)Umfeld sprechen die Geschwister idR die Familiensprache (hier meist albanisch, türkisch oder arabisch) miteinander.
Bei meinen eigenen Kinder handelt es sich ja 'nur' um 3 Arten von Deutsch, ich hätte mir gewünscht, dass sie meinen Dialekt auch untereinander sprechen würden. Aber sie reden miteinander schweizerdeutsch.
Eva mit E (07/06) und M (03/09)


"Da Gud skapte Adam og Eva, var de små nysgjerrigebarn som klatret i træerne og spradet omkring i den store hage han nettopp hadde skapt. Det hadde jo ingen hensikt å eie en stor hage hvis det ikke også fantes noen barn som kunne leke i den." Jostein Gaarder, I et speil i en gåte
Serafin
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Re: Zwei- bzw. mehrsprachige Erziehung

Beitrag von Serafin »

Der kleine hat quasi noch nicht gesprochen, der war erst 16 Monate. Bei ihm ist es viel wilder als beim großen. Untereinander sprechen sie meist deutsch, aber nicht immer. Auch mit uns werden vor allem so Standardsätze aus dem Kiga (Pass auf, das war nicht mit Absicht!...) nicht auf deutsch gesagt.
kleiner Maulwurf 12/15
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