Warum ist das nur immer alles so kompliziert?
Wir hatten ja vor einer Weile auf ein Haus geboten. Dann kam aber jemand und hat mehr geboten und dann war es weg... ich war traurig, weil uns sehr selten Häuser entgegenkommen, die wirklich zu uns passen. Das Haus war zu großen Teilen das, was wir wollten.
Erstmal hab ich darum getrauert. Dann hab ich versucht, mir all die Sachen einzureden, die bei dem Haus Mist waren... gleichzeitig machte sich aber Verzweiflung breit, weil es so gar nichts auf dem Markt gibt, was zu uns passt. Nichts, wo es "klick" macht.
Und gerade, als ich so langsam über das Haus drüber wegkomme, damit abgeschlossen habe... zack, ist es wieder auf dem Markt.
Wir haben jetzt unser Gebot wiederholt, schauen wir mal, was draus wird. Aber wisst ihr, was doof ist? Nachdem ich so um das Haus getrauert habe, müsste ich doch komplett aus dem Häuschen sein, dass wir nochmal eine Chance haben... aber kaum dass es real wird, sehe ich plötzlich wieder all die Dinge, die wir aufgeben würden: unsere gute Schule, die fußläufig zu erreichen ist, unsere super Neuvolatante, die Kindergartenplätze, die wir für Herbst bekommen haben in dem Kindergarten den wir wollten, wo schon die Großen waren, wo sich die Leiterin grad um eine Begleitperson für unsere Zwillis mit special effects kümmert... grad heute kam der Anruf, dass das jetzt in die Wege geleitet wird mit der Begleitperson. Auf den Kindergartenstart freue ich mich eigentlich total - jetzt wieder alles umschmeißen? Die Schule, wo sich beide Kinder wohlfühlen und Freunde haben, wo es kein Mobbing gibt und keine Schimmelprobleme wie in so vielen anderen Schulen... wechseln? So viel finanzielle Verantwortung wuppen, sich um so vieles, was bisher bequem war (Wasser, Abwasser, Müll etc) selbst kümmern müssen... kriegen wir das hin?
Solange es nur ein Traum ist, sehne ich mich so sehr nach einem eigenen Haus, dass es wehtut... und kaum wird es real, klemme ich den Schwanz ein und sehe nur alles negative. Ist das normal? Oder bin nur ich so komisch?
