So, ich melde mich nun endlich mal zu meinem Thread, sorry,...
... erst mal vielen Dank für die vielen Rückmeldungen, Tipps und die Glückwünsche!
Daria hat geschrieben:
Den LLL Artikel hast Du ja schon gelinkt bekommen. Ich denke v.a. dass die Zuversicht in den eigenen Körper viel bringt. Wenn DER entscheidet, dass er stillend schwanger werden kann, wird er nicht gleich wegen des Stillens eine Fehlgeburt herbeiführen. Und ich denke auch nicht, dass man den Körper überfordern kann - jedenfalls nciht, wenn man alles rational betreibt, ist klar. Fehlgeburten sind so vielschichtig in Ursache und Form - wenn es passieren soll, dann wird es das - aber ICH bin überzeugt, dass es nciht durch das Stillen passiert (und man sich gleichzeitig beobachtet, also - bekomm ich immer beim Stillen wirklich Wehen oder sowas, gell - hab ich übrigens nicht einmal erlebt bisher. Wehen hab ich schon, aber nie in Verbindung mit Milchspendereflex oder so).
Sehr schön gesagt. Genau das hab ich ja auch - Zuversicht in meinen Körper und die möchte ich mir von meiner FÄ oder auch von niemand sonst "ausquatschen" lassen. Ich denke, ich werde beim nächsten Mal klipp und klar sagen, dass ich vorerst nicht vorhabe abzustillen und dass ich zu dieser Meinung auch stehe und fertig.
Ich fand es halt einfach nur so schlimm, dass einem andere Menschen und eben v.a. die Frauenärztin in so einen intimen Bereich einfach reinreden wollen! Versteht ihr was ich meine? Ich hatte schließlich in keinster Weise irgendwie gesagt, dass ich zurzeit "auf dem Zahnfleisch gehe" oder mit dem Stillen überfordert bin oder so, dann könnte ich es ja noch verstehen, wenn ein Arzt einem das evtl. Abstillen nahelegt.
In Bezug auf eine Stillbeziehung sehe ich das mit dem Reinreden mittlerweile fast so wie z.B. mit dem Sexualleben, da bequatsche ich ja auch nicht einfach so andere Menschen. Ist vielleicht ein etwas extremer Vergleich, aber für mich fühlt es sich so an.
Jedenfalls finde ich es momentan o.k., wenn meine Maus tagsüber 1x zum Mittagsschlaf stillt, dann noch 1 x abends und morgens. Wenn wir mittags unterwegs sind, schläft sie im Auto oder z.B. beim Spazieren im Ergo oder Tuch oder Kiwa, also auch ohne "Bu". An den Nächten "arbeiten" wir grade ein bisschen, weil es mir doch etwas zuviel wird, auch wenn sie nur 2x wach wird, aber die Brustwarzen tun oft ganz schön weh, so dass ich für eine nächtliche Stillpause ganz dankbar wäre. Ich versuche die letzten ca. 3 Wochen, sie nachts immer nur ganz kurz trinken zu lassen und dann ohne Brust wieder zum Schlafen zu bringen. Dadurch haben sich die Stillabstände nun auch wirklich vergrößert. Heute nacht hat sie sogar zum 1. Mal in ihrem Leben von 20.30 h bis 4.20 einfach durchgeschlafen - das ist echt absoluter Rekord!
Ich für mich habe noch nicht endgültig entschieden, ob ich nun Tandemstillen werde oder nicht. Das ist sicherlich eine ganz besondere Erfahrung, die ich irgendwo auch gerne machen würde. Ich lass das einfach mal auf mich zukommen, will aber schon in den nächsten Monaten darauf hinaus, dass die Maus auch bei mir ohne Brust einschlafen kann - beim Papa klappt das nämlich sehr gut, wenn ich nicht da bin. Ob es dann noch vor der Geburt auf ein endgültiges Abstillen hinausläuft, werd ich dann einfach sehen. Im Moment kann ich mir auf jeden Fall nicht vorstellen, komplett abzustillen - ich genieße diese innigen Momente einfach viel zu sehr und sie ist ja auch noch so klein.
Schön fände ich es, wenn FÄ sich diesem Thema einfach auch mal etwas mehr widmen würden. Warum wird man denn nicht ganz einfach und objektiv darüber beraten, dass man auch in der Schwangerschaft weiterstillen kann, dass es so etwas wie Tandemstillen gibt, so dass man sich einfach selbst überlegen kann, was man für sich und die Kinder möchte? Aber dazu müssten alle FÄ gleichzeitig Stillberaterinnen werden, nehme ich an.

Jedenfalls wundert es einen doch, dass sich grade FÄ zu diesem Themenkomplex offenbar nur schlecht auskennen.