Hallo Johannsl,
ich beneide dich
Und ich finde es gut, dass du eine Entscheidung getroffen hast und den Entschluß den du gefasst hast realisieren konntest.
Matilda stillt nun seit 13 Monaten und langsam aber sicher bin ich wirklich total geschafft.
Sie isst gut, stillt aber trotzdem sehr häufig, ob in der Nacht oder am Tag.
Vor allem in der Nacht bin ich derzeit sehr genervt von ihrer "Stillsucht" und manchmal dauert es auch recht lange, bis ich mich ihr wieder zuwenden kann um dann zu stillen. Oft hoffe ich einfach, dass sie sich wieder beruhigt und sich mit der Flasche zufrieden gibt.
Letztens bin ich sogar auf die Couch ausgewandert und habe sie dem Papa überlassen, nachdem sie in kurzen Abständen nach der Brust gebrüllt hat
Mein Körper sehnt sich nach Schlaf und meiner persönlichen Empfindung nach ist solch ein Verhlaten (stündliches wachwerden eines 13 Monate alten Kleinkindes über Monate) einfach nicht normal/gesund - für Mutter wie für Kind.
Da ich mit der derzeitigen Situation einfach überfordert bin überlege ich nun auch schon seit mehreren Wochen wie es bei uns weitergehen kann. Gerne würde ich endlich ein Signal setzen, damit Matilda weiß was nun los ist, denn dieses ewige "jetzt bitte nicht stillen" in mir macht mich total fertig und dieses hin und her, jetzt ja, jetzt nicht, fürs Kind ist sicherlich nicht okay.
Ich bin auch noch ein Mensch, wenn auch Mutter und ich empfinde es nicht als das Recht meines Kindes meine Partnerschaft zu zerstören oder mich selbst krank zu machen (eine Beziehung ohne Sex und das über ein Jahr... ja, da tut mir auch der Mann leid und natürlich auch die Frau)
Manchmal denke ich wirklich, dass wir den Absprung verpasst haben und alles nur verzwickter und schwieriger für uns wird.
Vielleicht würde Matilda ja auch gerne mal durchschlafen ohne das Bedürfnis zu haben nun nur mit Brust weiterschlafen zu können (aus Gewohnheit?) und eigentlich traue ich meiner Tochter auch zu, dass sie schlafen kann!
Ich weiß, dass die Meinungen über die Stilldauer weit auseinandergehen und hier wohl die meisten für natürliches Abstillen vom Kind ausgehend sind, doch manchmal zweifle ich sehr daran, dass ein Kind diese Aufgabe übernehmen kann.
Dafür denke ich, dass ein Kind lernen kann Rücksicht zu nehmen auf Mama und Papa und auch dass es auf dieser Welt andere Menschen gibt die Bedürfnisse haben: und ich habe das Bedürfnis eine Partnerschaft zu führen und zu schlafen (im Übrigen hat auch mein Partner Bedürfnisse!)
Trotzdem stellt sich bei mir immer noch die Frage: Kann Matilda schon verstehen? Ist sie alt genug?
Das einzuschätzen finde ich wirklich eine riesen Aufgabe und meine Gedanken kreisen seit Wochen!
Wie es weitergehen wird? Keine Ahnung!
Matilda liebt ihre Oma abgöttlich und nächste Woche werden wir versuchen sie dort auch schlafen zu lassen. Da sie in meiner Abwesenheit am Tag ganz ohne Stillen auskommt wird es vielleicht auch in der Nacht klappen und wenn nicht, dann bin ich in 5 Minuten bei ihr um sie nach Hause zu holen.
Sollte es klappen, dann werden wir uns wohl einmal die Woche eine kinderfreie Nacht gönnen um durchzuschlafen. Ich glaube damit wäre uns momentan schon sehr viel geholfen!
Vielleicht könnte man auch irgendwann eine ganze Omaschlafwoche machen um dann in der Nacht tatsächlich abzustillen - sollte es ohne großen Protest klappen.
Sollte es nicht klappen dann werden wir vielleicht den Weg gehen, dass ich es versuche ähnlich zu machen wie Weepi.
Vielleicht klappts ja! Nur muss ich mir dann auch 100 prozentig sicher sein, dass ich diesen Weg gehen will und nicht wieder "schwach" werden, wenns am Anfang schwierig wird. Ob das so sein würde, das weiß ich momentan aber auch noch nicht so ganz
Normalerweise geht bei Mama nur Brust!
Noch einmal ganz zum Schluß: Ich find's echt toll, dass ihr es geschafft habt und ich denke wirklich, dass euch das nächtliche Abstillen viele Vorteile bringen wird und euer Sohn nicht darunter leidet!
Liebe Grüße!