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Biologie heute (Ausgabe 1997) hat geschrieben:Nesthocker, Nestflüchter, Tragling. Neugeborene Katzen und Amseln sind zunächst völlig hilflos, ihre Sinnesorgane funktionieren kaum, sie können sich nur sehr eingeschränkt bewegen. Sie müssen einige Zeit im Nest bleiben, bis sie weiter entwickelt sind, daher bezeichnet man sie als Nesthocker. Neugeborene Rehkitze und junge Entenküken können sich eigenständig bewegen und haben funktionstüchtige Sinnesorgane. Junge Enten verlassen das Nest sofort. Sie sind Nestflüchter. In diese EInteilung passen Primatenbabys und menschliche Neugeborene nicht hinein. Bei Affenkindern sind die Sinnesorgane schon leistungsfähig, sie können auch viele Bewegungen ausführen, sich aber noch nicht auf Dauer selbstständig bewegen und der Mutter folgen. Sie klammern sich aktiv an ihre Mutter an und werden von ihr umhergetragen. Man bezeichnet sie daher als aktive Traglinge. Menschliche Neugeborene können sich aktiv nicht festhalten. Ihre Bewegungsfähigkeit und ihre Sinnesorgane sind, verglichen mit Äffchen, noch nicht so weit entwickelt. Sie sind passive Traglinge.
