cleo hat geschrieben:Nur mal so interessenhalber: Was ist gegen 2er und 3er einzuwenden?
LG!
Gegen sog. "Folgemilchen" ist einzuwenden, dass sie NICHT wie Pre und 1er als Muttermilchersatz verwendet werden können, sondern lediglich als Milchanteil im Rahmen einer Mischkost, andernfalls droht Fehlernährung/Mangelversorgung. Während Muttermilchersatz bestimmten gesetzlichen Bestimmungen unterliegt (was drin sein muss, was drin sein darf, was nicht drin sein darf), ist Folgemilch i.d.R. einfach ein kreativer Mix aus Kuhmilch, Wasser, Vitaminen, Aromastoffen. Der Eiweißgehalt ist oft deutlich höher als bei Anfangsnahrungen (in der Muttermilch ist dies nicht so!), d.h. das viele überschüssige Eiweiß, was bei der Herstellung von Anfangsnahrung übrigbleibt, wird auf diese noch zu einem vermarktungsfähigen Produkt verarbeitet (statt dass es teuer entsorgt werden müsste...) Kritisch zu beurteilen ist außerdem, dass Folgemilch meist beworben wird als "würde sich da irgendwas dem Bedarf des Babys anpassen" o.ä. - dem ist nicht so. Folgemilch wird von den meisten älteren Babys - im Gegensatz zu vorher - toleriert. "Besser fürs Baby" ist sie nicht. Zuguterletzt: Anfangsnahrung unterliegt deutlich strengeren Werbeeinschränkungen als Folgemilch. Bekanntermaßen funktioniert Werbung aber so, dass die aggressive Werbung für "Milk 2", bei der Firmenlogo, Image und Emotion transportiert werden, automatisch auf "Milk 1" abfärbt.cleo hat geschrieben:Nur mal so interessenhalber: Was ist gegen 2er und 3er einzuwenden?
LG!
Als gesichert gilt, dass für nicht gestillte Babys die Verwengung einer Anfangsnahrung, auch während des Beikostalters, am besten ist.
LG;
Julia
