im moment plane ich 4 jahre grundschule und dann zur nenaschule.
fördern, unterfordern oder überfordern ?
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kittiefred
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Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
ja, an nenas schule sind wir auch angemeldet. aber die haben gerade erst angefangen und ich glaube es braucht ein paar jahre bis sich das eingespielt hat. die haben ja 80 kinder aus dem alten schulsystem einfach dort eingeschult und die müssen sich jetzt erst mal aklimatisieren. das ist mir ein wenig zu heikel da meinen kleinen zwerg (der noch nie in einer schule war) rein zu werfen 
im moment plane ich 4 jahre grundschule und dann zur nenaschule.
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- milkshake
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Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
bin grad durch die raben auf einen tollen artikel aufmerksam gemacht worden zum thema: http://www.spiegel.de/spiegelspecial/0, ... 16,00.html
hier ein teil daraus: Einer der führenden deutschen Erforscher des Kinderhirns, der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther, schreibt in einem Aufsatz " Kinder brauchen Wurzeln. Zum Verhältnis von Bindung und Bildung", jedes Kind verfüge über einzigartige Potentiale zur Ausbildung eines komplexen, vielfach vernetzten und zeitlebens lernfähigen Gehirns. Aber ob und wie die Entfaltung dieser Anlagen gelingt, hänge auch von dem Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit ab: "Beides gibt es nur in der intensiven Beziehung zu anderen Menschen."Hüther beschreibt verlässliche emotionale Bindungen als "wohl wichtigste Voraussetzung für eine optimale Hirnentwicklung. Störungen dieser emotionalen Beziehungen stellen für Kinder, je früher sie auftreten, umso weniger zu bewältigende Belastungen dar".
pu, da habe ich ja nochmal glück gehabt - emily hat eine gute bindung zu mir und somit wird sie höchstwahrscheinlich nicht total ungebildet eingeschult werden weil ihr hirn gut funktioniert, auch ohne frühes lesen
hier ein teil daraus: Einer der führenden deutschen Erforscher des Kinderhirns, der Göttinger Neurobiologe Gerald Hüther, schreibt in einem Aufsatz " Kinder brauchen Wurzeln. Zum Verhältnis von Bindung und Bildung", jedes Kind verfüge über einzigartige Potentiale zur Ausbildung eines komplexen, vielfach vernetzten und zeitlebens lernfähigen Gehirns. Aber ob und wie die Entfaltung dieser Anlagen gelingt, hänge auch von dem Gefühl der Sicherheit und Geborgenheit ab: "Beides gibt es nur in der intensiven Beziehung zu anderen Menschen."Hüther beschreibt verlässliche emotionale Bindungen als "wohl wichtigste Voraussetzung für eine optimale Hirnentwicklung. Störungen dieser emotionalen Beziehungen stellen für Kinder, je früher sie auftreten, umso weniger zu bewältigende Belastungen dar".
pu, da habe ich ja nochmal glück gehabt - emily hat eine gute bindung zu mir und somit wird sie höchstwahrscheinlich nicht total ungebildet eingeschult werden weil ihr hirn gut funktioniert, auch ohne frühes lesen
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Captainsparrow
Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
Oh sorry, ich hab grad eben gelesen dass ich Dir wohl auf den Schlips getreten bin, das wollte ich nicht. Mit durchschnittlich begabt meine icht jetzt nicht 0-8-15 Kind , sondern ein Kind das spielerisch seine Umwelt erkundet und dabei lernt, so wie die meisten Kinder. Ich wollte jetzt aber auch nicht "normales" Kind schreiben weil ich die Eltern hochbegabter Kinder nicht verärgern wolle in denen ich sie damit ja als "unnormal" bezeichne
Ich hoffe Du verstehst das jetzt richtig. Es ist z.b. schön dass Deine Tochter eine musische Begabung hat (das würde ich tatsächlich auch fördern, denn Kreativität und Musikalität sind sehr gut für die Hirnentwicklung in ALLEN Bereichen), aber ich meine mit Hochbegabt die Kinder die mit 3 Jahren ganze Klavierkonzerte spielen wie ein Vollprofi.
Ich hab mich z.B. tatsächlich etwas über meine Schwiegis "geärgert" als mein nichtmals zweijähriger Sohn heimkam und "aaah bäääh zäääääh deeee eee...." gemacht hat und an den Fingern bis 5 gezählt hat. Warum? Weil das einfach nur sinnlos antrainierts Zeug ist mit dem er noch nicht wirklich was anfangen kann. Da hätten sie ihm lieber ein schönes Spiel-Lied beigebracht, da hätten wir unseren Spaß gehabt. Mir kam das eher so vor, dass sie dann jedem im Bekanntenkreis erzählen können `"Mein Enkel konnte schon mit unter 2 Jahren bis 10 zählen und das ABC sagen" und das ist etwas das finde ich ganz furchtbar ehrlich gesagt (zumal er zählen kann aber noch nicht den geringsten zusammengang zwischen "sssweeeeiii" und 2 Äpfeln (also der Zahl und der Menge ) macht.
Ich hab mich z.B. tatsächlich etwas über meine Schwiegis "geärgert" als mein nichtmals zweijähriger Sohn heimkam und "aaah bäääh zäääääh deeee eee...." gemacht hat und an den Fingern bis 5 gezählt hat. Warum? Weil das einfach nur sinnlos antrainierts Zeug ist mit dem er noch nicht wirklich was anfangen kann. Da hätten sie ihm lieber ein schönes Spiel-Lied beigebracht, da hätten wir unseren Spaß gehabt. Mir kam das eher so vor, dass sie dann jedem im Bekanntenkreis erzählen können `"Mein Enkel konnte schon mit unter 2 Jahren bis 10 zählen und das ABC sagen" und das ist etwas das finde ich ganz furchtbar ehrlich gesagt (zumal er zählen kann aber noch nicht den geringsten zusammengang zwischen "sssweeeeiii" und 2 Äpfeln (also der Zahl und der Menge ) macht.
- cora
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Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
duduja hat geschrieben:Grins.....NEIN ich fürdere meine Kinder nicht extra!!!!! Ich singe mit ihnen, backe mit ihnen, lese ihnen was vor, erkläre ihnen Buchstaben, wenn sie mich fragen, geh mit ihnen auf den Berg und an den See....und fertig! Die kriegen in der Schule noch so viel Druck, da sollen sie wenigstens jetzt noch Zeit zum Kindsein haben!!!
Ich sehe das auch so, hauptsache man beschäftigt sich mit seinen Kindern, man vernachläsigt sie nicht.
Was mir auch noch zu dem Thema in den Sinn kommt: Ich kenne viele Leute die sicher einen hohem IQ haben, Karriere gemacht, aber sonst im Leben haben sie viele Schwierigkeiten, kommen nicht zurecht, sind unglücklich.
Man sieht nur mit dem Herzen gut. Das Wesentliche ist für das Auge unsichtbar. Antoine de St. Exupéry
Corinne 09/80 mit Tragemaus Céline 29.06.08
Céline ist im Geburtshaus geboren,wird gestillt, getragen, stoffgewickelt, ist geimpft und schläft meist im Mamabett. Wir leben ohne Fleisch und ohne Fernseher.
Corinne 09/80 mit Tragemaus Céline 29.06.08
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Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
ich verstehe dich nun richtigchrissi hat geschrieben:Ich hoffe Du verstehst das jetzt richtig.
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kja1985
Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
Madita ist ein helles Köpfchen und ich bin überzeugt davon dass ich ihr mit entsprechendem Ehrgeiz meinerseits lesen und schreiben beibringen könnte. Ich hab auch bei meinen zwei jüngeren Geschwistern die Grundsteine dafür gelegt. Allerdings wüsste ich nicht wozu das gut sein soll. Sie ist bislang völlig zufrieden damit, dass ich ihr ihre Bücher vorlese und zeigt noch kein Interesse an Buchstaben. Ausserdem lernt sie das sowieso in der ersten Klasse. Ich fördere mein Kind nur wenn es Interesse zeigt und etwas von mir lernen möchte. Ich wirke also nur unterstützend ein.
Der Ernst des Lebens beginnt früh genug, hier wird niemand gedrillt.
Meine Kinder müssen nicht in jedem Bereich (oder in jedem den ich mir einbilde) die Schnellsten und Besten sein. Jedes Kind hat ein eigenes Tempo und vor allem auch eigene Interessensgebiete, auf denen es sich vielleicht besonders schnell oder intensiv entwickelt. Ich sehe meine Aufgabe darin meine Kinder in ihren Interessen zu begleiten, anstatt ihnen irgendeinen Kram beizubringen, der für sie in dem Moment uninteressant ist.
Der Ernst des Lebens beginnt früh genug, hier wird niemand gedrillt.
Meine Kinder müssen nicht in jedem Bereich (oder in jedem den ich mir einbilde) die Schnellsten und Besten sein. Jedes Kind hat ein eigenes Tempo und vor allem auch eigene Interessensgebiete, auf denen es sich vielleicht besonders schnell oder intensiv entwickelt. Ich sehe meine Aufgabe darin meine Kinder in ihren Interessen zu begleiten, anstatt ihnen irgendeinen Kram beizubringen, der für sie in dem Moment uninteressant ist.
- milkshake
- alter SuT-Hase
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Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
unsere kleinen sind ja ähnlich alt, oder?! ich sehe das ganze wie du.
erst gestern hatte ich ein weiteres gespräch mit dem papa von emily, in dem er mir erzählte wie wichtig es für ihn gewesen sei früh lesen zu lernen, es hätte sein selbstwertgefühl enorm gesteigert. natürlich trifft er damit einen punkt bei mir, denn mit emilys äußerlicher "andersartigkeit" (sie ist dunkelhäutig) wird sie sicher an grenzen stoßen.
was denkt ihr darüber`? stärkt es das selbtsbewußtsein und selbstwertgefühl eines kindes wenn es zb in der 1. klasse weiter ist als die anderen kinder?
generell denke ich halt auch daß ein kind nur dann gefördert werden sollte wenn es speziell interesse zeigt. momentan zeigt sie normales interesse an buchstaben, ihr absoluter favorit ist zz das singen, sie trällert mir hier den ganzen tag die ohren voll, dass es manchmal schon dröhnt
erst gestern hatte ich ein weiteres gespräch mit dem papa von emily, in dem er mir erzählte wie wichtig es für ihn gewesen sei früh lesen zu lernen, es hätte sein selbstwertgefühl enorm gesteigert. natürlich trifft er damit einen punkt bei mir, denn mit emilys äußerlicher "andersartigkeit" (sie ist dunkelhäutig) wird sie sicher an grenzen stoßen.
was denkt ihr darüber`? stärkt es das selbtsbewußtsein und selbstwertgefühl eines kindes wenn es zb in der 1. klasse weiter ist als die anderen kinder?
generell denke ich halt auch daß ein kind nur dann gefördert werden sollte wenn es speziell interesse zeigt. momentan zeigt sie normales interesse an buchstaben, ihr absoluter favorit ist zz das singen, sie trällert mir hier den ganzen tag die ohren voll, dass es manchmal schon dröhnt
kja1985 hat geschrieben:Madita ist ein helles Köpfchen und ich bin überzeugt davon dass ich ihr mit entsprechendem Ehrgeiz meinerseits lesen und schreiben beibringen könnte. Ich hab auch bei meinen zwei jüngeren Geschwistern die Grundsteine dafür gelegt. Allerdings wüsste ich nicht wozu das gut sein soll. Sie ist bislang völlig zufrieden damit, dass ich ihr ihre Bücher vorlese und zeigt noch kein Interesse an Buchstaben. Ausserdem lernt sie das sowieso in der ersten Klasse. Ich fördere mein Kind nur wenn es Interesse zeigt und etwas von mir lernen möchte. Ich wirke also nur unterstützend ein.
Der Ernst des Lebens beginnt früh genug, hier wird niemand gedrillt.
Meine Kinder müssen nicht in jedem Bereich (oder in jedem den ich mir einbilde) die Schnellsten und Besten sein. Jedes Kind hat ein eigenes Tempo und vor allem auch eigene Interessensgebiete, auf denen es sich vielleicht besonders schnell oder intensiv entwickelt. Ich sehe meine Aufgabe darin meine Kinder in ihren Interessen zu begleiten, anstatt ihnen irgendeinen Kram beizubringen, der für sie in dem Moment uninteressant ist.
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Kaluso
- alter SuT-Hase
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- Registriert: 11.06.2008, 23:58
Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
Meine Tochter ist 4 Jahre alt, sie bringt sich zur Zeit selber Lesen, Rechnen und Schreiben bei.
Bei ihr habe ich eher die Befürchtung, dass sie sich später in der Schule langweilen wird, wenn sie in dem Tempo weitermacht.
Bei ihr habe ich eher die Befürchtung, dass sie sich später in der Schule langweilen wird, wenn sie in dem Tempo weitermacht.
Liebe Grüße von Kaluso
- Kristallkind
- gehört zum Inventar
- Beiträge: 515
- Registriert: 15.05.2008, 15:06
- Wohnort: Im Schwobaländle
Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
Super! Komplett unterschreib! Und ansonsten kann ich mich Kittie nur anschließen. Ich find es überhaupt eine grenzenlose Anmaßung, zu meinen, dass WIR unseren Kindern etwas beibringen müssen/sollen/können. Unsere Kinder sind viel viel weiter als wir und wir können so unglaublich viel von ihnen lernen. Ihren Kopf mit unseren Vorstellungen darüber, was wichtig ist und was nicht, vollzustopfen, hat für mich rein gar nichts mit Förderung zu tun. Förderung bedeutet für mich, ein Kind so wachsen zu lassen, wie es will - ungeachtet dessen, dass ich mir einbilde, dies besser zu wissen. SIEHE HIERduduja hat geschrieben:...NEIN ich fürdere meine Kinder nicht extra!!!!! Ich singe mit ihnen, backe mit ihnen, lese ihnen was vor, erkläre ihnen Buchstaben, wenn sie mich fragen, geh mit ihnen auf den Berg und an den See....und fertig! Die kriegen in der Schule noch so viel Druck, da sollen sie wenigstens jetzt noch Zeit zum Kindsein haben!!!
....
Was ich nur so seltsam finde, ist, dass Bildung für Viele alleine als das gilt, was man lernen kann.....aber die Herzensbildung, auf die es im Leben WIKRLICH ankommt zählt nicht.....
Liebe Grüße
Andrea und Wichtelmännchen ( 29.02.2008
)
________
Falls Dus vergessen hast....
Man sollte die Kinder lehren, ohne Netz auf einem Seil zu tanzen, bei Nacht alleine unter freiem Himmel zu schlafen,
in einem Kahn auf das offene Meer hinauszurudern.
Man sollte sie lehren, sich Luftschlösser statt Eigenheime zu erträumen, nirgendwo sonst als nur im Leben zu Hause zu sein
und in sich selbst Geborgenheit zu finden.
Hans-Herbert Dreiske
Andrea und Wichtelmännchen ( 29.02.2008
________
Falls Dus vergessen hast....
Man sollte die Kinder lehren, ohne Netz auf einem Seil zu tanzen, bei Nacht alleine unter freiem Himmel zu schlafen,
in einem Kahn auf das offene Meer hinauszurudern.
Man sollte sie lehren, sich Luftschlösser statt Eigenheime zu erträumen, nirgendwo sonst als nur im Leben zu Hause zu sein
und in sich selbst Geborgenheit zu finden.
Hans-Herbert Dreiske
- milkshake
- alter SuT-Hase
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Re: fördern, unterfordern oder überfordern ?
danke für den link *schnüff*, das ist ja eine krasse seite (im positiven sinne)
Kristallkind hat geschrieben: Förderung bedeutet für mich, ein Kind so wachsen zu lassen, wie es will - ungeachtet dessen, dass ich mir einbilde, dies besser zu wissen. SIEHE HIER
