Hallo,
Wir sind auch bikulturell

. Meine Kinder sind alle 4 aktiv 2-sprachig. Sie wachsen mit OPOL ( one parent one language) auf. Das Umfeld ist rein französisch und ich muss mich schon ziemlich einsetzen für die aktive Zweisprachigkeit, von selber kommt die wirklich nicht, das ist viel Arbeit und Einsatz meinerseits.
Das Übergewicht der starken Umgebungssprache , knallharte Ganztagsschule mit wenig Freizeit spätestens ab Grundschulalter und wenig Offenheit der Franzosen für Alles, was über den Normal-Horizont hinausgeht, jedenfalls hier in meinem Umfeld, macht es nicht leicht, Platz für die Zweisprachigkeit einzuräumen.
Mit " nur" OPOL und trotzdem aktiv 2-sprachigen Kindern scheinen wir hier echt die Ausnahme zu sein

deutlich bessere Chancen gibt es dann, wenn zu Hause komplett deutsch gesprochen werden kann. Wenn nur Einer die schwache Sprache vertritt, geben viele Eltern irgendwann auf, weil es doch sehr schwierig ist.
Mir hat geholfen, rechtzeitig auf die IDA gestossen zu sein. IDA = Interessenverband der Deutschen im Ausland , IDA ist inzwischen eingetragener Verein, es werden mehrere Diskussionslisten angeboten, die "Sprachmäuse" für Zweisprachige Erziehung, es gibt Regio-Listen, eine Liste für Schulkinder , Kinderliste , allgemeine Auslandsthemen, die Maustruhe mit allen möglichen Medientips zur mehrsprachigen Erziehung usw usw.
Da habe ich von der Erfahrung anderer bikultureller Familien profitieren können , tja das ist sooo viel wert. Falls es jemand interessiert:
http://zugvogel.us/ida/
da kann man sich gleich für die Listen einschreiben
Es gibt die Partnerorganisation IMF für mehrsprachige Familien in Deutschland:
http://www.mehrsprachige-familien.de/
Viel Erfolg an Alle, die sich damit auseinandersetzen, bloss nicht aufgeben, es lohnt sich!