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Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 09:51
von jente
Die Ärztekammer prüft schon ein berufsrechtliches Vorgehen. Und das finde ich auch den richtigen Weg. Das Tor, dass Zulassungen aufgrund von öffentlichem Druck entzogen werden, sollte man nämlich aus meiner Sicht nicht öffnen, egal wie gerecht man es im Einzelfall vielleicht fände.
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 09:56
von nougatcreme
Mutterhenne hat geschrieben: 04.09.2021, 23:02
IndieRina hat geschrieben: 04.09.2021, 22:28
nougatcreme hat geschrieben: 04.09.2021, 17:58
Ist ja irgendwo auch eine bequemere Theorie (bilde ich mir zumindest ein). Wir wissen glaub ich alle hier, dass Attachment Parenting bzw. bedürfnisorientierte Erziehung erst einmal für die Eltern und insbesondere die Mutter einen gewissen „Mehraufwand“ bedeutet (der sich meiner Meinung nach aber irgendwann doppelt und dreifach auszahlt).
Genau so ist es. Es ist viel einfacher, den Fehler beim Kind zu suchen. Ich glaube auch, dass sich der Stress durchs Wutanfälle begleiten u.ä. später hundertfach auszahlen wird. Die Eltern, die mit harter Hand "regieren", bekommen dann in der Pubertät die Quittung, glaube ich.
Hinzu kommt das, was Renz-Polster letztens "autoritäre Bereitschaft in der Gesellschaft" genannt hat.
Mich macht das echt krank, dass Winterhoff unbehelligt weiterpraktiziert.
Mich auch... Besonders perfide die Titel der Bücher, die ja suggerieren, es gehe darum, "die Kindheit zu retten".
Da muss ich übrigens gleich auch an „Jedes Kind kann schlafen lernen“ denken. Dort wird den Eltern ja auch ein schlechtes Gewissen gemacht, dass sie etwas sehr schlimmes tun, wenn sie ihren Kindern nicht dabei helfen schlafen zu lernen.
Sorry für OT, aber der Mann geht für mich überhaupt nicht und hat mMn seinen Beruf komplett verfehlt.
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 11:25
von Lösche Benutzer 22277
jente hat geschrieben: 05.09.2021, 09:51
Die Ärztekammer prüft schon ein berufsrechtliches Vorgehen. Und das finde ich auch den richtigen Weg. Das Tor, dass Zulassungen aufgrund von öffentlichem Druck entzogen werden, sollte man nämlich aus meiner Sicht nicht öffnen, egal wie gerecht man es im Einzelfall vielleicht fände.
Danke für die Info!
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 11:33
von pqr
jente hat geschrieben: 05.09.2021, 09:51
Die Ärztekammer prüft schon ein berufsrechtliches Vorgehen. Und das finde ich auch den richtigen Weg. Das Tor, dass Zulassungen aufgrund von öffentlichem Druck entzogen werden, sollte man nämlich aus meiner Sicht nicht öffnen, egal wie gerecht man es im Einzelfall vielleicht fände.
Das sehe ich nicht so kritisch. Öffentlicher Druck kann ja auch nur die Überprüfung forcieren, und das finde ich okay.
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 11:38
von pqr
Und gerade bei Leuten, die gut vernetzt sind, kann etwas öffentlicher Druck nicht schaden, um eine sorgfältige Überprüfung anzustoßen.
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 11:53
von jente
pqr hat geschrieben: 05.09.2021, 11:33
jente hat geschrieben: 05.09.2021, 09:51
Die Ärztekammer prüft schon ein berufsrechtliches Vorgehen. Und das finde ich auch den richtigen Weg. Das Tor, dass Zulassungen aufgrund von öffentlichem Druck entzogen werden, sollte man nämlich aus meiner Sicht nicht öffnen, egal wie gerecht man es im Einzelfall vielleicht fände.
Das sehe ich nicht so kritisch. Öffentlicher Druck kann ja auch nur die Überprüfung forcieren, und das finde ich okay.
For Überprüfung läuft ja schon. Und da ist öffentlicher Druck durch eine Petition aus meiner Sicht nicht mehr(!) angebracht. Falls sich das Verfahren tatsächlich hinziehen sollte dann schon ggf.
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 15:05
von Elena
jente hat geschrieben: 05.09.2021, 11:53
pqr hat geschrieben: 05.09.2021, 11:33
jente hat geschrieben: 05.09.2021, 09:51
Die Ärztekammer prüft schon ein berufsrechtliches Vorgehen. Und das finde ich auch den richtigen Weg. Das Tor, dass Zulassungen aufgrund von öffentlichem Druck entzogen werden, sollte man nämlich aus meiner Sicht nicht öffnen, egal wie gerecht man es im Einzelfall vielleicht fände.
Das sehe ich nicht so kritisch. Öffentlicher Druck kann ja auch nur die Überprüfung forcieren, und das finde ich okay.
For Überprüfung läuft ja schon. Und da ist öffentlicher Druck durch eine Petition aus meiner Sicht nicht mehr(!) angebracht. Falls sich das Verfahren tatsächlich hinziehen sollte dann schon ggf.
Ich würde mich fragen, an wen eine Petition gerichtet sein sollte und was gefordert wird. Eigentlich ist eine Petition doch eine konkrete Forderung an eine konkrete Stelle. Nicht ein "Sich mal öffentlich Luft machen". Die Ärztekammer wäre wohl nicht die richtige Adresse, wenn sie schon mitten im Verfahren sind. Mindestens eine Strafanzeige ist auch schon gestellt, weitere sollen folgen. Bevor ich mir da Arbeit mit einer Petition machen würde, würde ich erstmal genau überlegen, was ich erreichen möchte und an wen ich mich dafür wenden muss.
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 21:15
von Mutterhenne
jente hat geschrieben: 05.09.2021, 09:51
Die Ärztekammer prüft schon ein berufsrechtliches Vorgehen. Und das finde ich auch den richtigen Weg. Das Tor, dass Zulassungen aufgrund von öffentlichem Druck entzogen werden, sollte man nämlich aus meiner Sicht nicht öffnen, egal wie gerecht man es im Einzelfall vielleicht fände.
Auf jeden Fall. Ich erwarte aber, dass es in potentiell problematischen Fällen eben diese Untersuchung gibt und dass öffentliche Einrichtungen – je nach Schwere der Vorwürfe – ggf. die Zusammenarbeit ruhen lassen – im Sinne des Schutzes höhergewichtiger Rechte (hier geht es ja um das Recht auf körperliche Unversehrtheit der betreffenden Kinder). Und um eine Überprüfung anzustoßen braucht es kritischen Journalismus (und eine kritische Öffentlichkeit). Damit ist ja noch keine Lynchjustiz gutgeheißen (da wär' ich auch nich' für

)...
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 21:23
von Mutterhenne
jente hat geschrieben: 05.09.2021, 11:53
pqr hat geschrieben: 05.09.2021, 11:33
jente hat geschrieben: 05.09.2021, 09:51
Die Ärztekammer prüft schon ein berufsrechtliches Vorgehen. Und das finde ich auch den richtigen Weg. Das Tor, dass Zulassungen aufgrund von öffentlichem Druck entzogen werden, sollte man nämlich aus meiner Sicht nicht öffnen, egal wie gerecht man es im Einzelfall vielleicht fände.
Das sehe ich nicht so kritisch. Öffentlicher Druck kann ja auch nur die Überprüfung forcieren, und das finde ich okay.
For Überprüfung läuft ja schon. Und da ist öffentlicher Druck durch eine Petition aus meiner Sicht nicht mehr(!) angebracht. Falls sich das Verfahren tatsächlich hinziehen sollte dann schon ggf.
Oh, ich glaube, mein Post von eben hatte sch schon erledigt. Sorry

...
Natürlich sollte eine Petition kein erweiterter Stammtisch sein, an dem man unspezifisch seinem Ärger Luft macht; und 'die da oben' ist keine adäquate Adresse. Das würde die Petition als demokratisches Instrument verwässern bzw. unwirksam machen.
(Klar: So etwas gehört gut recherchiert, vorbereitet und durchdacht – deshalb suche ich auch immer, ob sich schon jemand die Arbeit gemacht habe, bevor ich's selbst tu'
)
Re: Winterhoff praktiziert weiter
Verfasst: 05.09.2021, 22:31
von Elena
Mutterhenne hat geschrieben: 05.09.2021, 21:23
Natürlich sollte eine Petition kein erweiterter Stammtisch sein, an dem man unspezifisch seinem Ärger Luft macht; und 'die da oben' ist keine adäquate Adresse. Das würde die Petition als demokratisches Instrument verwässern bzw. unwirksam machen.
Nicht nur das, eine Petition an "die da oben" wäre einfach irgendwie nutzlos, jedenfalls, falls damit die Politik gemeint ist. Die hat ja keinen direkten Hebel.
Winterhoff hat möglicherweise gegen berufsrechtliche Vorschriften verstoßen -> ein Fall für die Ärztekammer, die letztendlich auch die Zulassung entziehen kann. Das läuft schon.
Er hat möglicherweise mit seinen Abrechnungen betrogen -> ein Fall für die - äh, keine Ahnung, Krankenkasse? Verband? Kassenärztliche Vereinigung? Oder sowas. Das läuft ja offenbar auch schon.
Er hat außerdem möglicherweise Körperverletzungen begangen -> ein Fall für die Staatsanwaltschaft. Auch das läuft schon.
In meinen Augen ist das irgendwie kein Anwendungsfall für das Instrument "Petition", sondern letztendlich eine juristische Frage, die von den zuständigen Stellen sachlich und ohne Einmischung der Politik geprüft wird.