Re: Brustverweigerung, Trinkschwäche? Stillen mit Sonde
Verfasst: 10.04.2020, 12:51
Hallo Lijo, ich melde mich heute Abend bei Dir.
Viele liebe Grüße
bayleaf
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Ach super, vielen lieben Dank schonmalbayleaf hat geschrieben: 10.04.2020, 12:51 Hallo Lijo, ich melde mich heute Abend bei Dir.
Viele liebe Grüße
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Für mich klingt es so als ob er anfänglich Probleme mit Deinem starken MSR hatte (Blockstillen sollte *eigentlich* nur mit Unterstützung von Fachpersonal gemacht werden, gerade so kurz nach dem Milcheinschuss), Du hast es aber gut in den Griff bekommen und auch die Hütchen abgewöhnt. Gut gemacht!Lijo hat geschrieben: 07.04.2020, 21:08 So, die Gewichtsdaten
09.01 4480 Gramm Geburtsgewicht
11.01 4200 Gramm Entlassungsgewicht
12.01 4350 Gramm (Hebamme)
14.01 4470 Gramm (Hebamme)
16.01 4460 Gramm (Hebamme)
20.01 4500 Gramm (Hebamme)
22.01 4660 Gramm (Hebamme)
28.01 4720 Gramm (Hebamme)
31.01 4920 Gramm (Hebamme)
04.02 4960 Gramm (Hebamme)
07.02 5140 Gramm (Hebamme)
11.02 5230 Gramm (Hebamme)
11.03 5990 Gramm Kinderarzt
Du hast das Zungenbändchen anschauen lassen und er ist in osteo Behandlung.Lijo hat geschrieben: 05.04.2020, 23:03
- im Krankenhaus habe ich ihn stündlich angelegt, allerdings konnte ich ihn nicht dazu bringen seinen Mund sehr weit aufzumachen. Die Schwestern konnten mir leider nicht helfen, stillberaterin gab es nicht. Mit anderen Stillpositionen hat es mal etwas besser geklappt aber immer nur von kurzer Dauer. An der rechten Brust schnalzt er. Linke Brust hat er das erste Mal beim Milcheinschuss verweigert, mit Stillhütchen ging es. Allgemein ist er sehr unruhig beim Trinken. Am Anfang war er mit dem MSR sehr überfordert, jetzt geht es ihm viel zu langsam.
Josha macht den Mund nicht weit genug auf, die Lippen sind nicht umgestülpt, rechte Brustseite schnalzt er. Ich habe alle Stillpositionen ausprobiert, außer Hoppe reiter, da dockt er erst gar nicht an.
Beim Milcheinschuss war er ziemlich überfordert, linke Brustseite kommt deutlich mehr, die hat er dann schnell komplett verweigert, mit Stillhütchen ging es. Habe dann das Blockstillen angefangen und 3 Tage je 1 Tasse Pfefferminztee getrunken. Milchmenge ging zurück und ich konnte beide Seiten ohne Hütchen stillen. Dann fing er an sehr gut nachts zu schlafen und schlief mit 3 wochen 10 Stunden am Stück, nachmittags konnte ich seinen Hunger nicht mehr stillen und habe ihm eine Flasche gegeben. Danach habe ich mir eine Pumpe besorgt und bevor ich ins Bett ging und 1x nachts abgepumpt und ihm das nachmittags gegeben. Danach kam er nachts etwas häufiger und alles spielte sich einigermaßen ein, ich habe 1,5 Wochen gestillt ohne pumpen und zufüttern zu müssen.
Er schlief sogar hin und wieder an der Brust ein aber ich konnte ihn nicht dazu bringen seinen Mund weiter zu öffnen und das schnalzen blieb genauso. Ich akzeptierte es und dachte wenn wir aber so zurecht kommen ist es halt nicht perfekt aber für uns gut genug..
Also, der kleine hat bis jetzt meist ab 19/20 Uhr geschlafen, dann habe ich ihn in den letzten Tagen gegen 23 Uhr geweckt und konnte ab da ohne Sonde stillen (die benutze ich immer wie ein BES, allerdings mit einer 20 ml Spritze dran und mach mir direkt 2 oder 3 Spritzen fertig, dann muss ich die nur schnell wechseln) dann stille ich gegen 4/5 Uhr da wird er von alleine wach und ab dann ca. alle 2 Stunden. Bis 10/12 Uhr habe ich genug Milch, sodass er auch kein Theater bis zum MSR macht und satt wird. Danach wird er bei den nächsten Mahlzeiten sehr ungeduldig und dockt sich ständig ab bis zum MSR bzw würde irgendwann gar nicht mehr an die Brust gehen wenn dann keine Milch kommt. Deshalb muss ich diese Zeit immer überbrücken. Kurz nach dem MSR scheint dann auch nicht mehr wirklich Milch zu kommen, er saugt und saugt und saugt aber er schluckt nicht. Ab da benutze ich die Sonde bis er abends wieder ins "Bett geht". Das sind dann ca. 4 oder 5 Mahlzeiten.bayleaf hat geschrieben: 10.04.2020, 18:48 Ich weiss nicht, warum er Deine Brust verweigert hat (Infekt + Milchstau bei Dir wären Anhaltspunkte) aber es klingt nach einer sehr anstrengenden und kräftezehrenden Zeit, welche Du gut gemeistert hast. Fütterst Du seitdem nach jeder Stillmahlzeit mit Sonde? Hast Du schon mal versucht die Sonde wie ein BES zu verwenden (ein Ende in die Flasche hängen, das andere Ende an die Brust kleben)? Dann hast Du die Hände frei zum Anlegen.
Mir wäre es wichtig, dass er zumindest wieder bis zum MSR an der Brust bleibt. Im Moment sind wir zwar Zuhause, aber ich kann mir nicht vorstellen, wenn ich z.B. mit der Großen in der Eisdiele bin, mir die Sonde anzukleben, er dann sowieso schon brüllt weil das zu lange dauert, und dann mit diesem Gewusel in der Öffentlichkeit zu stillenbayleaf hat geschrieben: 10.04.2020, 18:48 Du hast schon sehr viel probiert, insbesondere Stillpositionen und Zufüttermethoden und Dein baby ist jetzt 3 Monate alt und ihr habt schon so viel durch.
Dementsprechend möchte ich zu allererst versuchen, Dein Stillziel zu definieren.
Was möchtest Du denn erreichen?
10-12 x stillen wird kein Problem sein, Nachts wecke ich ihn dann auf jeden Fall nach 4 Stunden.bayleaf hat geschrieben: 10.04.2020, 18:48 Als Startpunkt (und um eine klare Linie rein zu bringen) würde ich folgendes vorschlagen:
-10-12 Mal/24 Stunden stillen, Nachts nach 4 Stunden wecken
-180ml am Tag zufüttern, 3x 60ml Portionen, entweder mit Sonde im BES Style oder sogar noch besser: Bechern, dann kannst Du Dich nämlich beim Stillen aufs Asymmetrische Anlegen konzentrieren und mit Brustkompressionen den Milchfluss optimieren.
-Dazu 1-2 mal am Tag mit der Hand Milch gewinnen, Du hast geschrieben, dass Abpumpen bei Dir nicht funktionert, das ist total ok.
-Weiterhin Bockshornklee nehmen (scheint die korrekte Dosis zu sein, da sich Dein Körpergeruch verändert hat)
Kannst Du das Gewicht irgendwo kontrollieren lassen? Es wäre gut, den Gewichtsverlauf zu aktualisieren.
Wenn Du eine Reduktion angehen möchtest *müssten* wir täglich wiegen. Ich weiss, Corona usw, aber vielleicht kannst Du ja eine Waage ausleihen?
Weiterhin bitte täglich Deine Liste weiterführen.
HalloMaxmama hat geschrieben: 10.04.2020, 21:47 Hallo, ich lese bisher still mit.
Bezüglich Überbrückung bis zum MSR: Hast du schon mal versucht, ihn vor dem Stillen selbst auszulösen? Oder wenn er an einer Seite angelegt ist, an der anderen Seite die Brustwarze selbst stimulieren, dann gehts auch schneller. Hab ich zu Beginn gemacht, wenn mein Kleiner an meiner schlechten Seite angelegt war.
Brustmassage und Wärmen mit Kirschkernkissen, „An-nichts-Denkem, innerlich Loslassen (die letzten beiden klappen mit etwas Übung wirklich) erleichtert auch das Auslösen des MSR, das hab ich allerdings aus meiner Pumpzeit.
Aber bestimmt hat Bayleaf auch noch einen guten Tipp für Dich!
Alles Liebe, du machst das toll, und schon so lange Zeit unbegleitet - meinen Respekt!
Danke, das sind ja Dinge die man immer leicht (und auch außerhalb) umsetzen könnte. Das werde ich mal ausprobieren. Stimmt das mit dem trinken hab ich auch mal irgendwo gelesen aber nie versucht.Maxmama hat geschrieben: 11.04.2020, 11:26 Ich habs konkret so gemacht, dass ich an der anderen Brust meine Brustwarze gezwirbelt und gezogen hab, dann gings meiner Meinung nach schneller...
Ich bekam auch noch den Tipp, Wasser oder Apfelschorle beim Andocken zu trinken und mir vorzustellen, dass es über die Brust direkt ins Kind fließt.
Und noch eine Bemerkung - ich habe den MSR, also das Ziehen nicht immer gespürt. Aber du kennst dich eh selbst sehr gut.