Ich habe gerade gesehen, dass mein erster Beitrag nicht gesendet wurde. Zum Glück war er noch im Zwischenspeicher.
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Liebe vam,
herzlich willkommen im SuT.
Ich gehe jetzt erst einmal Deine Infos durch und dann schauen wir gemeinsam, was wir verbessern können. Ich bin mir sicher, dass Du bald ohne Druck stillen kannst.
vam hat geschrieben: 27.01.2020, 23:53
Ja, seit 16.1. mit aufgerahmter Muttermilch. Die genaue Rahmmenge kann ich nicht sagen, ich konnte täglich zw. 50 und 120 ml pumpen, die ich aufrahmen ließ.
Wunderbar. Das ist eine sehr gute Methode.
Wir stillen relativ genau im 2-Stunden-Takt, tendenziell eher kürzere Abstände. Auch nachts, hier ist die max. Pause 3 Stunden, nur selten verschläft er eine Mahlzeit und es werden ca. 5 Stunden. Wir stillen meist alleine in einem anderen Zimmer, damit er nicht abgelenkt ist. Er trinkt nicht immer beide Seiten, ich biete sie aber an. Brustkompression wende ich schon an.
Das klingt so weit gut. Wie lange dauert denn eine Stilleinheit bei Euch ungefähr?
Stuhlgang jeden Tag, meist ein Mal, manchmal bis zu vier Mal; einzelne Tage werden ausgelassen, dafür nachher umso mehr. Urinwindeln sind schwer zu sagen, da wir auch abhalten, aber sicher öfter als 6 mal.
Bedeutet das, dass er 6x uriniert oder dass Du denkst, die Urinmenge entspricht 6 Windeln?
Er strampelt viel, auch beim Stillen, nach wie vor. Manchmal ist er sehr aufgedreht und ich muss ihn erst beruhigen, bevor er andocken kann.
Hast Du den Eindruck, dass Deine Milch schnell fließt oder sogar spritzt? Legst Du bei den ersten Hungerzeichen an?
kurzes Zungenbändchen, das vom Chirurgen kontrolliert und für ok befunden wurde
Entweder das Zungenbändchen ist verkürzt oder okay, sprich "normal". Kann Dein Sohn die Zunge über die Lippen strecken? Sieht seine Zunge beim Weinen herzförmig aus? Hast Du Probleme mit wunden Brustwarzen?
Der nächste Schritt ist nun das Brusternährungsset, über das ein Drittel der täglichen Gesamttrinkmenge zugefüttert werden soll (ca. 300 ml).
Ich halte diese Menge auch für sinnvoll.
Alternativ sollen Stillproben über einige Tage durchgeführt werden, um zu dokumentieren, dass er genug bekommt. Das kann ich mir aber nicht vorstellen, wie ich das nervlich schaffen soll.
Das halte ich tatsächlich auch für kontraproduktiv. Es weiß ja niemand, was sein individueller Tagesbedarf ist. Der kann in seinem Alter zwischen 680 und 920 ml liegen. Ich hielte es für sinniger, engmaschiger und unter immer denselben Umständen zu wiegen. Das geht am besten zuhause auf einer in der Apotheke geliehenen Digitalwaage für Babys.
Ich bin natürlich bereit zuzufüttern, aber Pre in der Flasche ist keine Option für mich. Da schiebe ich lieber noch eine Pumpsession ein ...
Okay. Wie gut klappt das Pumpen denn? Benutzt Du eine Handpumpe oder eine elektrische? Wenn letzteres: mit einem Einzel- oder Doppelpumpset?
Warum hat das Aufrahmen in der ersten Woche funktioniert und in der zweiten nicht? Was kann ich optimieren?
Nur, weil es sich nicht deutlicher niedergeschlagen hat, würde ich nicht sagen, dass es nicht mehr funktioniert. Es kann jedoch sein, dass Dein Sohn schlichtweg mehr braucht als die gegebene Menge.
Ist das BES die sinnvollere Anwendung in unserem Fall?
Es gibt in Eurem Fall mehrere Lösungen. Für Aufrahmen finde ich die Gewichtsentwicklung jedoch schon zu lange auffällig. Er hat ja eine Gedeihstörung. Da braucht es stärkere Maßnahmen.
Die eine wäre tatsächlich die Nutzung des BES. Ich weiß, dass der erste Versuch gescheitert ist. Hattest Du Dich vorher mit dem Gerät vertraut gemacht? War Dein Sohn noch nicht zu hungrig?
Wenn Du dem BES noch eine Chance geben magst, dann empfehle ich Dir die
ElternInfo Brusternährungsset.
Da Dein Baby schon 4 Monate alt ist, wäre es alternativ auch möglich mit
hochkalorischer Beikost zu beginnen.
Welche Variante spricht Dich eher an?
Warum ist mein Baby nie nach dem Essen unzufrieden? Er müsste dann ja vor Hunger weinen, wenn er zuwenig bekommt, oder?
Nicht unbedingt. Er bekommt ja etwas. Und manche Babys sind da eher genügsam, solange immer wieder etwas reinkommt.
Mein Baby spuckt oft (jeden Tag mehrmals). Ist das nicht ein Zeichen, dass es voll wäre? Wie gehe ich damit um, wenn dann noch mehr verfüttert werden soll?
Spucken kann an vielen Gründen liegen. Prinzipiell ist es unproblematisch. Ggf. muss man öfter kleinere Portionen füttern.
Welche Gründe für die mangelnde Gewichtszunahme kann es noch geben?
Das Zungenbändchen ist eine Möglichkeit. Ein paar andere Optionen kann ich durch Deine Antworten auf meine Fragen eingrenzen.