Re: Verzweiflung und Stillfrust - weiß nicht mehr weiter
Verfasst: 17.01.2018, 07:36
Ich melde mich später. Tut mir leid, dass es so lange gedauert hat.
Viele Grüße,
Teazer (Stillmodteam)
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Schön, dass Du Dich gemeldet hast. Gemeinsam ist es doch leichter.Toffeenutlatte hat geschrieben: 12.01.2018, 23:37 Liebes Stillforum,
seit der Geburt meines Sohnes am 15.11.2017 lese ich hier mit (vor allem in den stillintensiven Nächten ganz am Anfang) und habe oft mit dem Gedanken gespielt, ein eigenes Thema zu erstellen. Dazu kam es aber nie, da ich einfach nicht die Muße hatte, entspannt an einem PC zu sitzen und das alles abzutippen, weil mein Sohn permanent an meiner Brust hängt und ich einfach keine Gelegenheit habe. Ich hoffe sehr, dass mir hier noch jemand Rat geben oder helfen kann.
Das klingt jetzt erst einmal nicht ungewöhnlich. Wenn man jedoch für eine normale Zunahme zufüttern muss, ist das nicht optimal.Nach dem Einschlafstillen (ca. 90 Minuten) schläft er ungefähr drei Stunden, wacht auf, trinkt zwischen 15 und 30 Minuten an einer Brust, schläft wieder ein für weitere zwei oder drei Stunden und trinkt vormittags dann die andere Brust. Oft schläft er danach noch mal für zwei Stunden.
Es gibt drei Möglichkeiten, was dahinter stecken könnte.Dann ist es mittags und der "Alptraum" geht los. Ab da trinkt er pro "Mahlzeit" beide Brüste und manchmal zwei Stunden am Stück. Bis zum Einschlafstillen bekomme ich eigentlich nur Pausen von 30 Minuten oder vielleicht mal einer Stunde zwischen den Mahlzeiten. Sobald die eine Brust "fertig" ist, wird er quengelig oder zeigt mir zumindest mit Faustlutschen und Zunge rausstrecken, dass er noch Hunger hat. Er hat also eigentlich immer Hunger
Das klingt auch echt anstrengend. ((())) Ich bin mir sicher, dass sich das durch ein verbessertes Stillmanagement ändern lässt.Das macht mich furchtbar traurig, belastet mich und schlaucht mich. Ich versuche ihn ja dauernd anzulegen, aber er hat Hunger, Hunger, Hunger. Laut App stillen wir zwischen sechs und acht Stunden in 24 Stunden.
Das kann sein. Babys können sich ja noch nicht selbst regulieren. Da hilft ihnen räumliche Einschränkung. Dem Abhalten würde ich aber auch eine Chance geben.Nur nachts erlebe ich es, dass er scheinbar zufrieden an der Brust einschläft. Tagsüber hat sich bei ihm jetzt leider auch etabliert, dass er beim Stillen irgendwann sehr zappelig wird und ich Probleme habe, ihn an der Brust zu "halten". Ich würde ihn ja weglegen, aber er hat offensichtlich Hunger, obwohl er dauernd ab- und andockt, mit Armen und Beinen fuchtelt. Vielleicht tut er es nachts nicht, weil er da gepuckt ist?
Das Zufüttern war richtig. Die Gewichtsentwicklung hat sich seitdem stabilisiert. Wieviel Bockshornkleesamen nimmst Du?Auf Anraten meiner Hebamme haben wir ab dem 3.12. zugefüttert. Weil ich zum Vollstillen zurück wollte, habe ich angefangen, Stilltee zu trinken, Bockshornkleekapseln zu nehmen und noch öfter anzulegen. Doch bei unserem Versuch, die Pre wegzulassen, nahm er wieder ab und meine Hebamme sagte, wir müssen wieder zufüttern, weil die Milch einfach nicht reicht.
Du hast den Artikel ja schon gelesen. Dass Dein Sohn selbst nach der Flasche noch an den Fäustchen saugt, spricht dafür, dass er noch ein Nuckelbedürfnis hat, sicher keinen Hunger mehr. Ein zwei Monate altes Baby trinkt statistisch 610-954 ml am Tag. Da sind 150 ml locker 2-3 Stilleinheiten.Im Moment stille ich ihn, mein Freund kommt nach Hause und gibt dem Kleinen die Flasche (meine Hebamme wollte, dass wir mit Medela Calma Sauger zufüttern), da zieht er locker 120 bis 150ml weg - obwohl ich ihn ja gerade noch gestillt habe!Das ist zum Verzweifeln.
Da hattet Ihr echt keinen leichten Stillstart. Toll, dass Du so dran geblieben bist. Eure Probleme können auf dem hohen Gaumen beruhen, den Du weiter unten erwähnst. Bei hohem Gaumen klappt das klassische Anlegen i.d.R. nicht.In den ersten 24 Stunden klappte das Anlegen überhaupt nicht, trotz großen Bemühens der Hebammen und der Stillberaterin im KH. Am zweiten Tag fing ich dann mit abpumpen an und wenn das Anlegen nicht klappte, fütterte ich die Muttermilch per Fingerfeeding. Andocken klappte bis zur Entlassung am 5. Tag höchstens zwei Mal am Tag und die anderen Versuche nicht, bis eine Hebamme mit einem Stillhütchen kam. Seitdem funktioniert das Anlegen zumindest problemlos und er trinkt jedes Mal.
Gut, dass Du keinen Schnuller gibst. Das lange und häufige Stillen ist ein Symptom, dass durch den Schnuller nicht behoben, ggf. sogar verschlimmert wird.Medela Calma Flasche und Stillhütchen, kein Schnuller (obwohl meine Hebamme sagte, ich solle ihm einen geben, weil es nicht normal sei, dass er nach einer halben Stunde oder Stunde schon wieder an die Brust wolle).
Stillhütchen sollten zu Deiner Brust und Brustwarze passen. Zu große können das Entleeren der Brust, das durch die Stillhütchen ohnehin schon eingeschränkt ist, verschlechtern. Dadurch kann Dein Sohn weniger trinken und Deine Milch geht zurück. Und Du hast ja schon selbst gemerkt, dass die falsche Größe Dir nicht gut tut. Nimm also wieder die richtige.Wegen des hohen Gaumens empfahl sie, die Größe der Stillhütchen an seinen Mund anzupassen, also Größe L statt M zu benutzen. Wie sie es mir erklärte, klang es so logisch und vielleicht muss ich ja doch noch etwas mehr Geduld haben, aber ich stille jetzt seit etwas mehr als einem Tag mit den größeren Hütchen und es hat sich nichts verändert(Meine Versuche, die Stillhütchen loszuwerden, sind bisher übrigens leider immer gescheitert. Ohne Stillhütchen fasst er die Brust nicht.)
Mit Eurem KiA darüber zu reden, schadet sicher nicht. Frag ihn bitte auch, ob er den hohen Gaumen bestätigen kann.Wegen des KiSS möchte mein Freund, dass ich bis nächste Woche warte, weil wir am 18. einen Termin zum Impfen haben und er möchte, dass der Kinderarzt auch einen Osteopathen empfiehlt.
Für die Milchbildung ist eine gut eingestellte Schilddrüse sehr wichtig. Frag auch nach den freien Werten.Ich habe eine Schilddrüsenunterfunktion und habe in der Schwangerschaft auf 125 Mikrogramm gesteigert, Termin zur Kontrolle habe ich auch nächste Woche erst bekommen.
Nein. Dein Sohn hält sich mit der Zufütterung seit mehreren Wochen auf einer Perzentile. Ich würde jedoch die Zufütterungsmethode und die Portionsgröße verändern. Mehrmals kleine Portionen sind deshalb sinnvoll, weil nach großen Mengen Babys nicht mehr gut saugen und die Brust ggf. über Stunden nicht richtig geleert wird. Dann "denkt" die Brust, dass keine Milch gebraucht wird und fährt die Milchproduktion herunter. Genau das Gegenteil von dem, was Du brauchst.Soll ich die Zufüttermenge erhöhen?
Wenn ein Baby so aussieht, dann ist es massiv mangelernährt, ggf. sogar lebensgefährlich. Eine Gedeihstörung kann schon bestehen, wenn ein Baby noch fröhlich ist und Fettreserven hat. Ich bitte Dich die Beurteilung des Gedeihens hier im Forum dem Stillmodteam zu überlassen.Rosanna hat geschrieben: 15.01.2018, 09:40Du muss nur dann eine Flasche geben, wenn dein Kind soviel abnimmt, dass sein Leben oder Gesundheit darunter leidet. Hat die Hebamme gemeint du KANNST die Flasche geben oder ist das Zufüttern DRINGEND ERFORDERLICH? Sieht dein Kind auf dem ersten Blick schwach, krank, abgemagert aus?
Weil das alles nicht so einfach ist, gibt es Stilberater*innen wie uns hier im Forum, die Gewichtsdaten auswerten. Bitte beschränke Dich bei Empfehlungen auf Deine persönlichen Erfahrungen und Mutmachen. Das ist sehr wichtig und davon lebt das Forum hier. Aber wenn es ums Zufüttern geht, dann überlass das bitte uns Fachfrauen. Danke.Rosanna hat geschrieben: 16.01.2018, 21:50Dann regelmässig wiegen, wenn das Gewicht stehen bleibt hoffen, wenn es zunimmt freuen, wenn es abnimmt dann wohl zufüttern.
Hab ich befürchtetStechende Schmerzen und weiße Brustwarzenspitzen klingen tatsächlich nach Vasopasmus. Das kann man aber gut mit Magnesium (plus evt. Calcium und Vit.B) behandeln.
Ich wollte wohl zu schnell zu vielDie Stillhütchen sind dazu da stillenden Frauen zu helfen. Sollte das Stillen ohne Hüttchen funktionieren ist es besser ohne, wenn es nicht funktioniert dann benutze es dafür wurden diese Hüttchen geschafft...
Warte bis deine Brustwarzen geheilt sind und probiere es später nochmal aus.
Auch dir danke für den HinweisHast du schon den Meldebutton genutzt? Mondenkind schrieb dazu im "Beratungssituations"-Thread:
"In besonders dringenden Fällen, zB Gedeihstörungen und Zufütterbedarf, könnt ihr, wenn sich binnen 48 Stunden niemand gemeldet hat, Euren Beitrag über den Meldebutton (oben rechts im Posting) als besonders dringlich kenntlich machen. Bitte macht dies wirklich nur in dringenden Fällen."
Hallo Teazer, vielen Dank, dass du dich meiner annimmstTeazer hat geschrieben: 17.01.2018, 09:54 Guten Morgen!
Mein Beitrag wird jetzt viel zu lesen sein. Keine Sorge: Das ist nicht immer so.
Meine Hebamme empfahl folgendes Vorgehen: Am ersten Tag eine, am zweiten Tag zwei, am dritten Tag drei Kapseln oder aufhören und bei der Dosierung bleiben, bei der sich was tut. Da aber GAR NICHTS passierte, habe ich mal ein bisschen gegoogelt und bin dann bei 3x3 Kapseln am Tag gelandet. Das mache ich jetzt seit Mitte Dezember. Die Stillberaterin, bei der ich war, meinte, ich könne auch Piulatte ausprobieren und Bockshornklee ausschleichen. Das würde ich eigentlich gerne machen, weil mich mein eigener Gestank anekeltDas Zufüttern war richtig. Die Gewichtsentwicklung hat sich seitdem stabilisiert. Wieviel Bockshornkleesamen nimmst Du?
Ich lege ihn nicht lang danach zum Einschlafstillen an und das dauert trotzdem meistens Minimum eine Stunde, eher mehr. Natürlich sehe ich nicht, wie viel er dabei wirklich trinkt, aber es hat mich eben verunsichert.Du hast den Artikel ja schon gelesen. Dass Dein Sohn selbst nach der Flasche noch an den Fäustchen saugt, spricht dafür, dass er noch ein Nuckelbedürfnis hat, sicher keinen Hunger mehr. Ein zwei Monate altes Baby trinkt statistisch 610-954 ml am Tag. Da sind 150 ml locker 2-3 Stilleinheiten.
Ich würde es glaub ich zuerst lieber mit dem Bechern probieren.Alle Sauger können eine Saugverwirrung auslösen und alle Flaschen können zur Überfütterung führen. Ein Umstieg auf das Brusternährungsset (BES) wäre für Euch sehr sinnvoll.
Ich war ja wegen des Anlegens ohne Stillhütchen auch noch mal bei der Stillberaterin, aber das war leider ein Schuss in den OfenStillhütchen sollten zu Deiner Brust und Brustwarze passen. Zu große können das Entleeren der Brust, das durch die Stillhütchen ohnehin schon eingeschränkt ist, verschlechtern. Dadurch kann Dein Sohn weniger trinken und Deine Milch geht zurück. Und Du hast ja schon selbst gemerkt, dass die falsche Größe Dir nicht gut tut. Nimm also wieder die richtige.
Ich würde das (passende) Stillhütchen jetzt erst einmal beibehalten. Sollte Dein Baby tatsächlich einen hohen Gaumen haben, ist jedoch jeder Fremdkörper im Mund problematisch (Stillhütchen, Schnuller, Flaschensauger).
Deshalb ist auch Rosannas Tipp für Euch nicht gut. Auch der Finger ist ein Fremdkörper und kann bei hohem Gaumen richtig Probleme bereiten. Also bitte nicht in den Mund damit.
Was bei hohem Gaumen allerdings hilft, ist mit der Brustwarze in die Mitte des Munds zu zielen und die Brust parallel zu den Lippen flach zu drücken ("Sandwich statt Apfel").
Wurde (leider?) nicht bestätigt. Er fand den Gaumen unauffällig, hat aber ein Rezept für Physiotherapie wegen des Kopfes und Nackens ausgestellt. Am Montag gehe ich dann zum ersten Mal mit dem Kleinen zur Physio und hoffe, dass es fruchten wirdMit Eurem KiA darüber zu reden, schadet sicher nicht. Frag ihn bitte auch, ob er den hohen Gaumen bestätigen kann.
Der TSH wir morgen wohl da sein, aber die freien Werte muss ich immer extra anfordern, kann also wohl noch bis nächste Woche dauernFür die Milchbildung ist eine gut eingestellte Schilddrüse sehr wichtig. Frag auch nach den freien Werten.
Ich wollte eigentlich heute mit allem loslegen, aber das Impfen hat dem Kleinen doch ziemlich zugesetzt, da wollte ich ihn jetzt nicht mit Wechselstillen dauernd umlagern. Ihm tun nämlich die Beinchen von den Einstichen so wehIch schlage Dir folgende Vorgehensweise vor:
- mindestens 10-12 x stillen in 24 h
- tags alle 2h, nachts alle 3hvon Stillbeginn zu Stillbeginn gerechnet
- Wechselstillen oder Brustkompressiondadurch bekommt Dein Sohn mehr Milch und bleibt länger satt
- Wechselstillen bzw. Brustkompression mind. 20 min, danach kann genuckelt werden
- 3x 45 ml NACH dem Stillen mit Becher/Löffel oder mit dem BES während des Stillens zufüttern
- Flasche weglassen
Ich denke, einen Versuch wage ich nochWenn Du versuchen möchtest die Zufütterung langsam zu reduzieren, dann ich es notwendig das Gedeihen zu dokumentieren (Gewicht, Zufüttermengen, Windeln). Was denkst Du darüber?