Vielen Dank an alle, ich glaube, dass ich einfach alle paar Monate hören muss, dass das Verhalten meiner Tochter normal ist. In meinem Umfeld schlafen alle Babys durch und das führt einfach zu Selbstzweifel. Danke also für die Kameradschaft

Das kenne ich. Ich kann Dir versichern, hier höre ich nach und nach von ALLEN Müttern, die immer behauptet haben, ihr Kind würde von Beginn an durchschlafen, dass sie nachts eben DOCH mindestens einmal, wenn nicht gar mehrfach aufstehen und das Kind beruhigen müssen! Es gibt da wirklich bislang keine Ausnahme. Beim Thema Durchschlafen wird aus irgendeinem Grund scheinbar viel - "gelogen" will ich es nicht nennen, aber - falsch dargestellt. Vielleicht, weil man ständig gefragt wird, ob das Kind schon durchschläft...
Nun ändert das nichts daran, dass Dich die Situation belastet. Vielleicht hilft Dir auch meine Erfahrung ein bißchen weiter - hier war es genauso, dass es von ca. dem zehnten Monat an nachts besonders extrem wurde mit dem Aufwachen, Stillen wollen und auch dem nicht einschlafen können. Es war die Zeit, in der er körperlich sehr aktiv wurde, Stehen und Laufen gelernt hat. Er kam einfach anders nicht zur Ruhe. Ich dachte damals auch, das verfestigt sich und geht nie vorbei. Das tat es aber. Im Nachhinein kommen mir die bisherigen Phasen, in denen er solche Probleme hatte, überhaupt nicht mehr so tragisch vor, ich ärgere mich eher, dass ich mich nicht wirklich darauf einlassen konnte und nicht einfach öfter mit ihm gemeinsam schlafen gegangen bin. Allerdings wäre mir 18/19 Uhr dafür auch zu früh, unserer ist und war ein ausgesprochener Spätschläfer. Die Idee mit den Kopfhörern find ich daher sehr gut. Tablet lesen hat meinen eher wieder wach gehalten. Aber Musikhören/Hörbuch ging.
Meiner geht heute mit 2,5 Jahren noch immer nur mit Mama schlafen, er braucht scheinbar einfach die Kuschelei an der Brust. Da er gerade die letzten Backenzähne bekommt - das dauert ewig - will er extrem viel Nuckeln. Wir haben es vor ca. drei Monaten schon mal versucht, ihn nachts abzustillen, was in extremem Geschrei endete. Es ging nicht. Es war zu früh. Jetzt haben wir es - wie beim ersten Mal auch in Anlehnung an Gordon - wieder versucht und nach drei Nächten mit relativ vielen Tränen wird es besser. Er schafft jetzt nachts bis zu 8 Stunden ohne Brust, mit einmal aufwachen und kurzem Meckern, aber kein wirkliches Weinen mehr. Danach aber geht es nur mit Brust. Das Einschlafen klappt immer öfter nach anfänglichem Stillen, indem ich ihm erkläre, die Milch sei nun alle und er könne sich neben Mama legen. Dann muss ich ihm Vorsingen und ggf. Händchen halten. Das funktioniert, solange er nicht krank ist oder ganz starke Zahnungsschmerzen hat. An den anderen Tagen wird er eben noch mehr gestillt. Ich habe auch Rückenprobleme durch das komische Liegen nachts, aber es ist ein gangbarer Kompromiss. Hätte ich die Rückenprobleme nicht, wäre es mir egal.
Ja, Eure Situation ist in dem Alter Deines Kindes aus meiner Sicht also völlig normal!
