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Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 14.10.2017, 23:37
von Rinrin
Ich hätte in der Schwangerschaft gerne einen Schrieb/Flyer/etc mit Infos zum Stillen bekommen wollen (wie den "was darf ich nicht essen"-schrieb) zusammen mit Infos wo es Hilfe im Fall der Fälle gibt (Adressen für meine Region)

- Ich hab alle für mich relevanten Infos im Geburtsvorbereitungskurs bekommen (den sicher nicht alle machen). Und unsere Stillbeziehung war von Anfang an toll! Aber im Nachhinein hätte ich erstmal nicht gewusst was ich tun kann/soll wenn es nicht geklappt hätte oder dass es überhaupt sowas wie speziell ausgebildete Stillberaterinnen gibt (ich dachte das ist im Hebammenbegriff mit verwurstet) Schlauer wurde ich erst durch Bücher und das lesen in mamagruppen/Foren.

Viel wichtiger fänd ich es allerdings wenn Kinderärzte sich mit dem Thema besser auskennen würden o_o die befragt man tendenziell eher zum Thema hab ich das Gefühl?

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 14.10.2017, 23:54
von ViolaBo
Ich hätte mir ganz konkret mehr Unterstützung im Punkt Stillen bei PPD gewünscht. Das ist wahrscheinlich auch ein Thema, was viele Frauen betrifft.
Mein Gynäkologe hat mir leider ganz klar zum Abstillen geraten, im Hinblick auf Medikamente sowie Hormonstatus. (Ging dann glücklicherweise anders - an dieser Stelle noch mal ein ganz dickes Dankeschön an dich, Mondenkind!!!)

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.10.2017, 00:07
von Christiane
Mir wären drei Dinge wichtig:

- Krebsvorsorge bei laktierenden Brüsten
- Verweis auf Stillberaterinnen statt Halbwissen
- Verzicht auf diese unsägliche Storchenpost mit Pre-Pröbchen und Schnuller

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.10.2017, 08:29
von Erdnuss
Das würde ich mir an Wissen, als Hilfe für andere Frauen, auch wünschen - und schließe mich Baummädchen an: Schwanger und Stillen ist möglich.

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.10.2017, 08:41
von Teazer
Mondenkind hat geschrieben:1. Was an Mindest-Stillwissen wünscht ihr euch bei euren Gynäkologen*innen?
Zu wissen, dass es Embryotox und IBCLC gibt und dass Nicht-Stillen Nachteile hat.
2. Was wäre für euch ggf. hilfreich gewesen, wenn eure Gyn/euer Gyn etwas Bestimmtes gewusst hätte?
Hätte der VertretungsFA gewusst, dass es stillverträgliche ABs gibt und Nicht-Stillen bei einem Milchstau kontraindiziert sind, dann hätte ich vielleicht noch mein ganzes Brustgewebe, hätte eine OP weniger und meine Älteste hätte nie PRE bekommen. :? Allerdings wäre ich dann wahrscheinlich keine Stillberaterin. :lol:

Das ist wahrscheinlich (hoffentlich) ein extremer Ausnahmefall. Aber generell würde ich mir wünschen, dass Gyns verpflichtet wären sich im Stillbereich auf dem neuesten Stand zu halten.

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.10.2017, 09:18
von AnnieMerrick
Hinweis auf Embryotox bzw. Medikamente dort nachschlagen

Aussage; soooo wichtig ist stillen auch nicht, als ich verzweifelt versuchte von Milchpulver und co wegzukommen

Wenn keine Hebi vorhanden ist, das wusste meine Gyn, Hinweise zum stillen, z.b. das das auch im Liegen klappt

Nach 5 Monaten zu sagen, nun MUSS aber beikostphase starten...kind war zu dem Zeitpunkt noch vollstillkind

Nach einem jahr...WAS sie haben noch nicht abgestillt?! Na wenn sie jetzt arbeiten, dann mach sie das ganz schnell, muttis brauchen den nachtschlaf. Flasche ins Bett und nicht reagieren (ferbern als tipp)

Eigentlich war das der Grund meine FA zu wechseln.


Bisschen mehr Aufklärung zu Wochenbettproblemen und Umgang mit Milchstau wäre toll gewesen. Lag aber auch am Fehlen der Hebi....

Ansonsten fand ich meine FA gut.

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.10.2017, 09:56
von sTanja
Ich schätze meinen Gyn in vieler Hinsicht sehr, aber sogar er, in vielen Bereichen sehr mitfühlend und kompetent, hat eine Freundin in tiefe Verzweiflung gestürzt, indem er ein laut Packungsbeilage nicht stilltaugliches AB verschrieb und ihren schwachen Protest mit einer Aussage a la “Das Kind ist noch schon groß genug, um ohne Milch auszukommen“ abgetan hat. Zu Hause war die Freundin in Tränen aufgelöst und hat das AB nicht genommen.
Heißt also:
Ich wünsche mir aktuelles Grundwissen zum Stillen, keine Ammenmärchen, das Wissen um Embryotox und eine neutrale Haltung zum Stillen. Weder Frauen dazu drängen, noch selbst einschätzen zu wollen, wie wichtig Stillen in welchem Alter sein darf.
Und den Hinweis auf Stillberaterinnen.

OT aber eigentlich würde ich mir wünschen, das jemand Kinderärzten diesen Vortrag hält. Da habe ich in der Trageberatung schon viele haarsträubende Aussagen gehört.

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.10.2017, 10:06
von Ysabell
Ich kann mich dem schon geschriebenen nur anschließen. Zusätzlich hätte ich mir noch gewünscht, dass meine FÄ gewußt hätte, dass die Form der Brustwarzen und die Größe der Brüste nichts über die Stillfähigkeit aussagt. Ich hab Schlupfwarzen und durfte mir immer wieder anhören, dass ich damit gar nicht erst versuchen muss zu stillen.
Genau so erzählen mir immer wieder Frauen, ihre FÄ hätten gesagt mit zu kleinen oder großen Brüsten könne man nicht stillen.

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.10.2017, 10:19
von Atsitsa
- keine Ammenmärchen
- dass es nicht "unmöglich/besonders" ist, in der Stillzeit schwanger zu werden (steht in meinem Mutterpass: zum zweiten Mal während der Stillzeit schwanger geworden!" :roll:
- Grenzen des eigenen Wissens (er)kennen und an Fachpersonal verweisen (auch wenn dies z.B. eben keinen Doktortitel trägt :wink:)

Re: Ärzte und Stillen- was hättet ihr euch gewünscht?

Verfasst: 15.10.2017, 10:29
von Mondenkind
Danke Ihr LIeben, das hilft mir sehr!

Bitte schreibt weiter :wink: . Je mehr desto besser!

Liebe Grüße, Mondenkind, Modteam Stillberatung