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Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 10.10.2017, 10:12
von AnnaH85
Und hier mein Bericht zur 4. Nacht.
Es war wieder ok, nicht ganz so toll wie die Nacht zuvor. Ich wurde diesmal 2x gehauen und generell war A etwas unruhiger und fand lang nicht in den Schlaf zurück. Er verlangte nach ewigem wühlen und seufzen dann nochmal die Brust, aber schlussendlich gelang es ihm doch nochmal einzuschlafen. Ich glaube es lag auch daran, dass er sehr früh ins Bett gegangen war - auf Grund des Hustens ist er einfach noch nicht fit und am Ende des Tages dann zum wegschmeißen.
So, ich glaube das reicht vorerst mal als Tagebuchbericht. Ich hoffe ich kann auch noch anderen damit Mut machen, es einfach zu versuchen! Bei uns hat es vorerst offenbar geklappt und ich hätte niemals, niemals gedacht, dass es so "einfach" wird. Wirklich nur 1 Nacht richtiger Kampf. Vielleicht hat auch der Zeitpunkt genau gestimmt weil A mit seinen 18 Monaten doch schon recht viel versteht.
Ich melde mich wieder sollten wir einen "Rückfall" erleben - aber momentan sieht es nicht danach aus. Ich bin einfach happy

Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 10.10.2017, 12:10
von PaleFire
Das klingt total super! Bei uns wurde es auch nach einigen guten Nächten nochmal schwieriger, aber diesen "Durchhänger" habe ich umso motivierter durchgestanden, weil ich ja wusste, jetzt hab ich angefangen und zurück möchte ich nicht mehr. [emoji6]
Bei uns hat es übrigens bei beiden Kindern (nachts abgestillt mit 21 bzw 18 Monaten) geholfen, auch tagsüber bei passender Gelegenheit zu thematisieren, dass ja jetzt nachts die Milch schläft und erst morgens wieder wach wird. Dadurch haben die Kinder mitbekommen, dass es jetzt wirklich Teil der "Realität" ist und waren nachts nicht mehr so überrascht. [emoji6]
Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 11.10.2017, 10:27
von AnnaH85
PaleFire, ja ich traue dem ganzen noch nicht sooo wirklich. Ich warte auf die Nacht wo alles schief läuft, liegt vielleicht auch an meiner pessimistischen Natur. Aber ich werde diese Nacht dann wie du umso motivierter durchstehen.
Die letzte (5.) Nacht war übrigens auch wieder ok. Er hat allerdings seeeehr lang gebraucht um zurück in den Schlaf zu finden. Aber es ging. Mit viel singen und wühlen und kuscheln. Das kuscheln finde ich übrigens einen mega Bonus. Habe es sehr genossen!
Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 11.10.2017, 10:40
von soda
AnnaH85 hat geschrieben:Das kuscheln finde ich übrigens einen mega Bonus. Habe es sehr genossen!
Wie bei uns. Mein Kind hat vorher nicht (gar nicht) gekuschelt. Null. Seitdem gern.
Solange Stillen ruhig und gemütlich war, konnte ich damit zwar gut leben, dass sie nicht schmusen wollte. Stillen ist ja wie kuscheln. Aber als nach dem 1. Geburtstag irgendwann das Gehopse und abendliche Endlosstillen anfingen, habe ich mich dabei nicht mehr wohl gefühlt. Da war und ist mir Kuscheln lieber, auch wenn einschlafen deutlich länger dauert, als in der Babyzeit mit Stillen.
Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 21.01.2018, 14:12
von smin
Ha AnnaH85,
danke für deinen Bericht, den ich gerade gefunden habe, und der mir zusammen mit den Erfahrungen der anderen Mut macht, weiterzumachen... Ich bin gerade etwas ratlos, da unser nächtliches Abstillen stockt. Bis 1.30/2 Uhr klappt es gut mit Wiegen im Arm (vorher rumtragen und Ball-Hopsen). Dann wird die Maus (17 Monate) rabiater und möchte unbedingt trinken. Ich müsste sie vermutlich dann rumtragen, damit sie weiter schläft, aber ich frage mich, ob es Hunger ist. Sie isst noch nicht so große Mengen, vor allem abends leider nicht. Wasser biete ich ihr an, aber das will sie nur ganz selten. Etwas anderes möchte ich nicht so gerne anbieten, dann haben wir da ja die nächste Baustelle zum Abgewöhnen.
Hat dazu jemand noch hilfreiche Gedanken?
Danke und liebe Grüße
Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 21.01.2018, 14:13
von smin
"Hi" sollte es natürlich heißen

Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 21.01.2018, 14:36
von Serafin
Wann stillt ihr denn davor das letzte Mal? Und vielleicht braucht dein Kind da einfach nen Tankstopp. Was ist, wenn du sie da stillstund dann nochmal drei bis vier Stunden nicht? Oder du lässt es jetzt so und versuchst, in zwei Monaten den Zeitraum weiter auszudehnen.
Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 21.01.2018, 14:44
von DolphinFFM
AnnaH85 hat geschrieben: 06.10.2017, 12:51 Ich will abstillen und bin unsicher, ob es richtig ist. Werde ich dann unsere Nächte damit verbringen ihn durch das Schlafzimmer zu schleppen? Darauf habe ich keine Lust.
I
Ich habe jetzt nur den Eingangspost gelesen und grad auch nicht die Zeit um auf alles einzugehen, was in da steht und wozu ich was sagen könnte.
Aber hierzu: Wenn du nachts abstillst und er sich dann nur mit einer Methode beruhigen lässt, die es für dich noch schlimmer macht, kannst du auch zum nächtlichen Stillen zurückkehren. Solang du nicht ganz abstillst, ist es möglich wieder anzufangen.
Meine Große habe ich einmal abgestillt und nach ner Weile wieder angefangen (die Kleine hat die Milchproduktion erhalten). Endgültig abgestillt haben wir dann erst später.
Und bedenke das dein Kind womöglich ein Nuckelbedürfnis hat, das dann nachts nicht mehr gestillt wird. Mein Kind nuckelt seit dem sie abgestillt ist, extrem an allem herum. Manchmal habe ich schon gewitzelt das sie eigentlich noch einen Schnuller braucht ... und da ist was wahres dran.
Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 21.01.2018, 14:46
von DolphinFFM
Ach sorry, hab nicht gesehen, das der Post schon älter ist und nur auf das Datum der letzten Posts geachtet...

Re: Ambivalenz gegenüber dem Stillen - es zehrt so. Abstillen?
Verfasst: 21.01.2018, 19:55
von smin
Serafin hat geschrieben: 21.01.2018, 14:36
Wann stillt ihr denn davor das letzte Mal? Und vielleicht braucht dein Kind da einfach nen Tankstopp. Was ist, wenn du sie da stillstund dann nochmal drei bis vier Stunden nicht? Oder du lässt es jetzt so und versuchst, in zwei Monaten den Zeitraum weiter auszudehnen.
Ich stille sie zum Einschlafen, also gegen 19, spätestens 20 Uhr. Danach lässt sie sich mittlerweile sehr schnell auf dem Arm beruhigen, wenn sie wach wird. Also 5 bis zehn Minuten wiegen und dann kann ich sie wieder ablegen. Und das geht gut bis ca. 1.30 Uhr. Wenn sie ab da aufwacht, ist es schwieriger. Deshalb die Vermutung mit dem Hunger. Aber ich versuche es jetzt noch mal mit Rumtragen und Ball-Hopsen. Denn so wie es jetzt ist - dass sie ab dem Zeitpunkt des ersten Stillens dann ständig trinken will, geht es einfach nicht.
Danke...