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Re: regionale Unterschiede bzgl " Stillbereitschaft "
Verfasst: 14.05.2017, 11:09
von seelenkind
Das war keine Wertung, in unserem Umfeld ist es einfach so. Und zum Zusammenhang von Stilldauer und Bildungsstand der Mutter gibt es auch Statistiken, das hab ich mir nicht ausgedacht. Das heißt nicht, dass Mütter mit Ausbildung (ich hab nirgendwo "nur" geschrieben!) nie stillen, aber statistisch gesehen ist die Wahrscheinlichkeit, dass eine Mutter lange stillt, umso höher, je höher ihr Bildungsgrad ist.
Re: regionale Unterschiede bzgl
Verfasst: 14.05.2017, 13:19
von Totoli
Marissa04 hat geschrieben:Seelenkind, das kann ich nun gar nicht bestätigen.
Ich komme aus Berlin und wohne mittlerweile in Brandenburg. Mit Haus.
Ich selbst bin dann wohl "nur" Arbeiter und mit wenig Bildung (Dankeschön...) und habe beide Kinder 2,5 und 2 Jahre gestillt. Ebenso kenne ich genug "nur" Frauen mit Ausbildung die lange stillen. Oder es toll finden.
Viele erzählen das auch einfach nicht.
Eine flüchtige Bekanntschaft (vom Kiga Weg) hat in einem Gespräch beiläufig erwähnt das sie auch noch stillt.
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Hier kann ich das auch nicht bestätigen. Bisher habe ich eher die Akademikersparte getroffen, die zügig abstillt, weil es ihnen entweder unangenehm ist mit Freundinnen stillend Kaffee trinken zu gehen oder aber weil der Vater die elternzeit übernimmt, weil sie wieder schnell in den Beruf wollen / müssen.
Ich werde eventuell auch hier mal nach einer stillgruppe suchen. Eigentlich ist so ein Müttertreff nicht so meins aber mal schauen. Ein Versuch kann nicht schaden.
Re: regionale Unterschiede bzgl " Stillbereitschaft "
Verfasst: 14.05.2017, 13:36
von koalina
klecksauge hat geschrieben:Ländliches S-H. Hier ist es auch eher selten länger als 4-6 Monate zu stillen. Mahlzeiten ersetzen ist die Norm. Alles über ein Jahr stillen ist komisch.
Kann mich nur anschließen, leider. Komischerweise haben quasi alle (?!) zu wenig Milch, weswegen abstillen logisch sei. Das Unwissen/ falsche Wissen (sehr vieler sog. Fachleute, die das an die Mütter weitergeben) macht mich traurig. Ich traf gerade eine Bekannte, der schon am 1. Lebenstag ihres Kleinen eingeredet wurde sie ließe ihn hungern, Flasche und Abstilltablette war die Lösung.
Re: regionale Unterschiede bzgl " Stillbereitschaft "
Verfasst: 14.05.2017, 13:37
von Lösche Benutzer 22277
Ich wohne in Frankfurt am Main. In meinem Umfeld stillen die meisten Mütter, wobei die meisten im Moment Brei einführen und sicherlich spätestens mit einem Jahr abstillen werden.
Ich kenne aber nun auch über eine Facebook-Gruppe zu Attachment Parenting einige Mütter, die BLW machen und Langzeitstillen gut finden

(und die insgesamt sehr sutig sind)
Eine Freundin von mir hat zwei Kinder, vier und sechs Jahre alt. Hat Kind 1 immerhin 1,5 Jahre gestillt, Kind 2 dann 3,5 Jahre. Ich habe also ein Vorbild und denke, dass diese Freundin mich unterbewusst dazu motiviert hat, mich hier im Forum anzumelden und länger stillen zu wollen, als es hierzulande üblich ist.
Die besagte Freundin freut sich übrigens total, dass ich stille und dass wir im Familienbett schlafen.
Re: regionale Unterschiede bzgl " Stillbereitschaft "
Verfasst: 14.05.2017, 13:50
von Totoli
@ koalina, wir traurig.... Man das gibt's doch nicht. Gerade ( unter und) nach der Geburt bräuchte liebevolle Unterstützung.... Wie 1900 Zwieback solche Zustände
Raya hat geschrieben:
Eine Freundin von mir hat zwei Kinder, vier und sechs Jahre alt. Hat Kind 1 immerhin 1,5 Jahre gestillt, Kind 2 dann 3,5 Jahre. Ich habe also ein Vorbild und denke, dass diese Freundin mich unterbewusst dazu motiviert hat, mich hier im Forum anzumelden und länger stillen zu wollen, als es hierzulande üblich ist.
Die besagte Freundin freut sich übrigens total, dass ich stille und dass wir im Familienbett schlafen.
Ja das kenne ich auch, die Motivation durch Freunde / bekannte.... Bei mir sind es 3 " Internetfreundinnen" auf Grund von Mangel an hier ansässigen Vorbildkandidaten. Ich kannte es eben nur so " typisch DDR ", wie ich auch aufgewachsen bin. Dieses negativ behaftete Bild von Kindern, die nur im Sinn haben ihre Eltern zu tyrannisieren. Sobald die kleinen Quälgeister einen schwachen Punkt im elterlichen machtgefüge erahnen, schlagen sie zu, wie hungrige velociraptoren. Bloß nicht verwöhnen. Ich spürte aber nach der Geburt des Großen, dass es völlig suspekt ist im Kampf mit meinen Kind zu sein, soll doch da eher Liebe und Vertrauen sein, statt Argwohn und Misstrauen. Zum Glück traf ich dann die richtigen Ansprechpartner und traute mir, doch anfangs verunsichert durch dir ganzen ungebetenen Kommentare zu, auf mein Gefühl zu hören. Ich möchte auch das Familienbetten nicht missen wollen.
Re: regionale Unterschiede bzgl " Stillbereitschaft "
Verfasst: 14.05.2017, 14:47
von babette89
Hier Kleinstadt in Ostbayern. Aus meinem GVK stillen von 10 Frauen nur 4 (von denen ich weiß), von diesen wiederum will eine unbedingt bis zur Taufe abstillen (weil sie in der Kirche nicht stillen will, ist ihr unangenehm oder so), also wenn ihr Kind 4 Monate alt ist. Eine weitere hat von Anfang an Zwiemilch gegeben weil sie sich "nicht stressen wollte" und mittlerweile natürlich abgestillt, weil die Milch zu wenig wurde, die nächste hat den Beginn des 6. Lebensmonats ihres Sohnes schon taggenau ausgerechnet und fängt ab diesem Tag mit Anstattkost nach Lehrbuch an, obwohl das stillen klappt. Die 4. will natürlich abstillen wenn sie anfängt zu arbeiten (Kind dann 7 Monate alt) und halt - noch eine stillt voll, nämlich ich

Der Rest: clustern als zu wenig Milch missverstanden, dann durch die ach so verständnisvolle Hebamme die ja so lieb ist und nicht so stillmafiamäßig, gesagt bekommen dass ja beim Pumpen viel zu wenig kommt... Zufüttern, Fresskoma, zufriedenes Kind, abgestillt. Die Abstillen-nach-Lehrbuch-Mama hat die gleiche Hebamme und hat es wohl nur zum Vollstillen geschafft, weil sie sich selbst informiert hat. Ich muss mir bei den Treffen soo auf die Zunge beißen.
Ansonsten hab ich zwei Freundinnen: eine ziemlich sutige die ihre Tochter 1,5 Jahre gestillt hat und eine bei der das Stillen nicht geklappt hat, zu wenig Milch, das Kind hatte ja über 4 kg bei Geburt, klar dass sie das nicht satt bekommen hat - muss ich dazu sagen dass diese Freundin die gleiche Hebamme wie oben genannt hatte...?
Re: regionale Unterschiede bzgl " Stillbereitschaft "
Verfasst: 14.05.2017, 15:01
von Lösche Benutzer 20453
Hier "nicht so kleine" Stadt in Ostbayern - mir wurde schon mal gesagt, dass hier die Mütter alle "soooo lange" stillen würden, ganz anders als in München (wo die betreffende Mutter zuvor gewohnt hatte). Ein bisschen was scheint mir schon dran zu sein, stillen ist hier schon sehr hoch angesehen. Für mich stellt es sich aber schon auch sehr deutlich als eine Milieufrage dar. Im akademischen Umfeld geht die Stillquote gefühlt gegen 100 Prozent.
Re: regionale Unterschiede bzgl " Stillbereitschaft "
Verfasst: 14.05.2017, 16:45
von Milchreis0284
Wenn mich die Krankenschwestern oder Hebammen "zwingen" würden Stillproben durchzuführen oder zum abpumpen, hätte ich schneller das Krankenhaus verlassen als sie verhungern oder zu wenig Milch sagen könnten. Frechheit, dass zu einer frisch gebackenen Mutter zusagen.
Am besten noch von einer kinderlosen. Das macht mich echt sauer. Meine Hebamme hatte damals zu mir gesagt, ja nicht zu früh abpumpen, du machst deine ganze Produktion durcheinander. Und dann auch nur wenn man mal am nächsten Tag weg muss.
Re: regionale Unterschiede bzgl
Verfasst: 14.05.2017, 17:14
von Mutterhenne
Totoli hat geschrieben:
Hier kann ich das auch nicht bestätigen. Bisher habe ich eher die Akademikersparte getroffen, die zügig abstillt, weil es ihnen entweder unangenehm ist mit Freundinnen stillend Kaffee trinken zu gehen oder aber weil der Vater die elternzeit übernimmt, weil sie wieder schnell in den Beruf wollen / müssen.
Ich werde eventuell auch hier mal nach einer stillgruppe suchen. Eigentlich ist so ein Müttertreff nicht so meins aber mal schauen. Ein Versuch kann nicht schaden.
Bin Akademikerin, habe nach 7 Monaten wieder gearbeitet, stille heute noch (Kind ist 3,5). Viele meiner Kolleginnen haben 2 Jahre und mehr gestillt (trotz frühen Wiedereinstiegs). Ja, mein Mann hat beruflich einige Monate zurückgesteckt - und mir die Kleine zum Stillen gebracht. Will sagen: Mütter, die ihren Beruf mögen und nicht lange aussteigen möchten sind nicht gleich Rabenmnütter (sorry, da reagiere ich allergisch)...
Re: regionale Unterschiede bzgl
Verfasst: 14.05.2017, 18:05
von Totoli
Mutterhenne hat geschrieben:
Bin Akademikerin, habe nach 7 Monaten wieder gearbeitet, stille heute noch (Kind ist 3,5). Viele meiner Kolleginnen haben 2 Jahre und mehr gestillt (trotz frühen Wiedereinstiegs). Ja, mein Mann hat beruflich einige Monate zurückgesteckt - und mir die Kleine zum Stillen gebracht. Will sagen: Mütter, die ihren Beruf mögen und nicht lange aussteigen möchten sind nicht gleich Rabenmnütter (sorry, da reagiere ich allergisch)...
Och menno, ich habe mit keinem Wort gesagt, dass ihr irgendwer rabenmutter ist, ich habe nur geschrieben. Was ich bisher HIER so kennengelernt habe.
Ich finde im Gegensatz dazu es total schade, dass wir jetzt hier in Akademiker und " Arbeiter " unterteilen. Aber so geht es hier in eine völlig falsche Richtung.
Tut mir leid, wenn du dich verletzt fühlst, das wollte ich nicht.