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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 05.07.2016, 21:43
von Vivilotta
Danke, Mia! Stimmt schon, vom Temperament her würde sie auf jeden Fall schreien, wenn es ihr so gar gar nicht passen würde.
Letztendlich kann ich sehr dankbar sein, dass sie es so schnell akzeptiert hat.
So langsam taste ich mich auch an die neuen/alten Möglichkeiten ohne Stillen ran: scharfes Essen, vielleicht mal Alkohol, im Winter will ich mich dann tätowieren lassen.... Aber so richtig Freude kommt nicht auf. Es wäre einfach schöner gewesen, wenn das Signal eher von ihr aus gegangen wäre...
Ich drücke bei euch die Daumen, dass ihr eine Lösung findet, mit der ihr beide gut leben könnt!
mit Fini 02/15
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 05.07.2016, 22:13
von Lösche Benutzer 20900
Für mich war das abstillen ja voll ok, und trotzdem bin ich mal heulend wie ein schlosshund vor meinem Freund zusammen gebrochen. bei mir gings dann hauptsächlich darum dass Pippi schon so groß ist um ohne stillen leben zu können - noch dazu ohne Probleme!
Und die Hormonumstellung hat mir schon auch zu schaffen gemacht.
Und, ich finde schon, dass einem nicht-stillen ein bisschen was an Lebensqualität zurück gibt, eben wie du schon meintest, Alkohol, ausgehen, tätowieren,...

Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 06.07.2016, 06:58
von Mia90
Danke für den Quetschi Tipp [emoji15] [emoji28] [emoji85] um 11 wurde er unruhig, Wasser war doof, quetschies nahm er zwei Stück, dann ein Schluck Wasser ubd bis früh halb 6 war Ruhe [emoji2]
A. mit Zwergnase J. (03/15)
und Weihnachtsüberraschung im Bauch ♡
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Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 06.07.2016, 07:46
von Ginevere
Puh, also ich bin ja schon länger aus dem Thema raus aber ich finde dass man als Mutter auf jeden Fall auf seine eigenen Gefühle hören sollte.
Es ist hier ja immer die Rede davon, der Natur, dem Frauenkörper zu vertrauen und vielleicht sollte man das auch in diesem Fall tun.
Ich denke dass unser Körper und auch unsere Psyche uns da ganz klar sagt: Jetzt ist es genug.
Schon länger bin ich ja der Ansicht dass es auch ein individuelles Abstillalter von Müttern gibt. [emoji6]
Bei uns war es so dass mein Kind damit schneller war als ich und das musste ich akzeptieren. Daher denke ich dass es andersrum genauso sein sollte.
Ich finde niemand, auch nicht euer Kind darf etwas mit eurem Körper tun was ihr als unangenehm empfindet und nicht möchtet.
Passt auf euch auf!
Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 06.07.2016, 08:23
von Jadzia
Ich kenne diese Gefühle auch.
Ich habe ganz klare Still-regeln gehabt.
Ich habe uns abwechslend den Vorrang gegeben. Als sie ganz mini war, da noch nicht. da war es nur sie.
Nur wenn Kind krank, bin ich einfach durch die Gefühle durch. das habe ich dann so entschieden.
dadurch daß ich es klar entshcieden habe ( jetzt geht Kind vor)
haben sich die Aggressionen dann auch meist gelegt. Bzw haben sich nicht hochgeschaukelt.
Nuckeln konnte ich noch nie leiden, auch nicht als dax ein baby war.
Letztendlich haben wir dann doch 4 Jahre getstllt. Das war schon wirklich erstaunlich, weil ich mir wirklich nie vorstellen konnte jemanden freiwillig an meine brustwarzen zu lassen. Nuckelnd. Wenn sie heute manchmal im spaß sagt, sie will noch mal stillen, dann zucke ich noch immer zusammen.
das ist ein ganz tiefes körperliches gefühl.
stillen war aber nicht die hölle für mich. nicht daß das jetzt so rüberkommt.
aber ich mußte in dem punkt sehr konsequent auf mich achten, damit das nicht kippt.
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 06.07.2016, 09:04
von sabbelschnuut
Ginevere hat geschrieben:Puh, also ich bin ja schon länger aus dem Thema raus aber ich finde dass man als Mutter auf jeden Fall auf seine eigenen Gefühle hören sollte.
Es ist hier ja immer die Rede davon, der Natur, dem Frauenkörper zu vertrauen und vielleicht sollte man das auch in diesem Fall tun.
Ich denke dass unser Körper und auch unsere Psyche uns da ganz klar sagt: Jetzt ist es genug.
Schon länger bin ich ja der Ansicht dass es auch ein individuelles Abstillalter von Müttern gibt. [emoji6]
Bei uns war es so dass mein Kind damit schneller war als ich und das musste ich akzeptieren. Daher denke ich dass es andersrum genauso sein sollte.
Ich finde niemand, auch nicht euer Kind darf etwas mit eurem Körper tun was ihr als unangenehm empfindet und nicht möchtet.
Passt auf euch auf!
Gesendet von meinem iPhone mit Tapatalk
Hier möchte ich dick unterschreiben. Gini hat das besser formuliert als ich es könnte.
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 06.07.2016, 09:30
von Traeumi
Jadzia, das klingt auch so, wie wir es gemacht haben. Wenn der Käfer krank war (und das war er oft), da gab es absolut nach Bedarf stillen. Das letzte Mal mit 14 Monaten, da habe ich ihn wegen Adenoviren vollgestillt und ich habe es genossen. Als er dann wieder gesund war, habe ich wieder meinen individuellen Raum gefordert und hatte das Gefühl, durch die Erfahrung, dass er bekommt, was er braucht, wenn es nötig ist, fiel ihm das auch leichter.
Ich habe jetzt 3 Tage nicht mehr gestillt und ich kann kaum glauben, wie einfach das geklappt hat. Trotzdem bin ich sooooo traurig und weine noch jeden Abend. Ich hoffe, ich kann bald (positiv) damit abschließen.
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 06.07.2016, 09:52
von Jadzia
Traeumi hat geschrieben:Jadzia, das klingt auch so, wie wir es gemacht haben. Wenn der Käfer krank war (und das war er oft), da gab es absolut nach Bedarf stillen. Das letzte Mal mit 14 Monaten, da habe ich ihn wegen Adenoviren vollgestillt und ich habe es genossen. Als er dann wieder gesund war, habe ich wieder meinen individuellen Raum gefordert und hatte das Gefühl, durch die Erfahrung, dass er bekommt, was er braucht, wenn es nötig ist, fiel ihm das auch leichter.
Ich habe jetzt 3 Tage nicht mehr gestillt und ich kann kaum glauben, wie einfach das geklappt hat. Trotzdem bin ich sooooo traurig und weine noch jeden Abend. Ich hoffe, ich kann bald (positiv) damit abschließen.
Wenn du so traurig bist….warum machst du das dann?
Ich glaub in dem alter hätte ich nie und nimmer abstillen können, ohne es zu bedauern.
ich finde die traurigkeit ist auch ein signal, so wie die aggression.
das thema abstillen war für mich lange mit einer negativen Vorstellung verknüpft- ich habe fest daran gegelaubt daß ich dann traurig sein würde.
als es dnn aber so weit war, war es ganz leicht. einfach ein loslösen voneinander. plöpp.
dann war es passiert.
ich war bereit, sie war bereit.
das hat sich aber sehr langsam und stetig verändert. und ich hab irgendwann auch meine vorstellungen wie es laufen wird oder soll über bord gekippt und es einfach von tag zu tag gesehen. so schlug das pendel immer weniger aus, in beide richtungen. und dann st es stehen geblieben.
Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 06.07.2016, 10:21
von Traeumi
Das Stillen war sehr unangenehm aufgrund meiner Schwangerschaft und außerdem kann ich mir nicht vorstellen, Tandem zu stillen. Zusätzlich war er einfach bereit. Das war eine Spontanentscheidung, ich hätte uns bis August Zeit gelassen, damit er das Abstillen nicht negativ mit dem Baby verknüpft.
Ich glaube, dass ich noch etwas traurig bin, ist eher so ein 'Mein Baby wird groß!'

Re: Ambivalente/aggressive Gefühle beim Stillen
Verfasst: 06.07.2016, 11:18
von sabbelschnuut
Aber dass man traurig ist, ist doch normal. Ein großer Abschnitt geht zu Ende. Die Traurigkeit ist eher ein Zeichen der Verarbeitung, und man sollte sie auch zulassen. Ich war auch traurig, als ich abgestillt habe. Aber der Wicht hatte es nach drei Tagen Protest akzeptiert und fand es gar nicht mehr schlimm. Ich selbst war noch ne Weile traurig, aber irgendwann ging es.
Für mich wäre die Traurigkeit aber kein Zeichen gewesen, beim Stillen zu bleiben. Ich wollte abstillen. Trotzdem war ich anfangs traurig.