Dem Kind ein Hobby aufzwängen

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Mirimama
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Mirimama »

Ja, oder Jugenrotkreuz!


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Mirimama
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Mirimama »

Jugendrotkreuz


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luna24
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von luna24 »

Ja, solche Hobbys hat mein Sohn (7) auch - programmieren, konstruieren, bauen - das ist sein Ding, und deshalb lasse ich ihn auch. Vor Kurzem hat er am Computer ein Klavier entworfen und programmiert - da kommt dann kurz wieder die "Hoffnung", vielleicht hat er ja doch Lust, Klavier spielen zu lernen... Auf der anderen Seite wissen Kinder in dem Alter oft schon ziemlich genau, was sie wollen - ich wollte im Alter meines Sohnes unbedingt Klavier und Ballett lernen, musste aber zum Kinderturnen und schwimmen (was ich beides gehasst habe). Mit viel Mühe habe ich Blockflöte durchgesetzt, als Jugendliche dann Ballett. Und was mache ich heute als Erwachsene? Ballett ziemlich intensiv - Klavier würde ich immer noch sehr gerne lernen, scheitert aber an der Zeit - und mit turnen und schwimmen kann man mich immer noch jagen. Also ich denke, es muss schon vom Kind kommen, sonst macht es keinen Sinn.
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Schneekugel
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Schneekugel »

Hobby ist doch ein sehr vielseitiger Begriff - Freizeitaktivitäten, wäre wohl das deutsche Wort. Somit alles was gefällt und in der Freizeit regelmäßig gemacht wird ist ein Hobby.
Hier hat die grosse null Musikgehör und mag es auch nicht so, Ballgefühl auch 0. Sie geht aber gerne in die Pfadi und neu ins Karate. Passt beides sehr gut. Die Pfadi habe ich vorgeschlagen, weil ich es super finde. Will sie mal nicht mehr, dann passt das auch.
Wichtig finde ich, dass man die Kids lässt wenn sie möchten und vielleicht mal was aktiv anbietet, aber nichts erzwingen.
Träume nicht dein Leben, lebe deinen Traum!
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Omama
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Omama »

Nix gelesen, nur kurz:
MIr ging es ganz ganz genauso wie dir, ich würde immer irgendwo hingeschickt, weil man "ja Sport treiben muss, wenigstens irgendwas".
Heute bin ich nicht sportlicher als anno dazumal, aber habe viele ungute Erinnerungen an die Sportzeit.
Ich ging mal Malen, das hat mir wirklich Spaß gemacht.

Was macht deine Tochter gerne? Wenn es da etwas gibt, kannst du ja schauen, ob sie Lust hat, dass mit anderen Kindern zusammen zu tun.
Erfahrungen innerhalb einer Interessengemeinschaft als Kind sind schon schön, aber sicher kein Muss!
10/2012 und 01/2015
Omama
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Omama »

Ich denke, meine Aufgabe ist es, Ihnen das Angebot zu zeigen und sie entscheiden dann, ob und was davon sie machen wollen...
Sehe ich auch so.
Wenn ein Kind aber nicht mal das Angebot kennenlernen will, dann würde ich warten oder etwas anderes suchen.
Mein Sohn (noch klein) traut sich auch erstmal nix neues, aber hat dann manchmal trotzdem irre viel Spaß.
Ausprobieren, wirkliche Testzeit vereinbaren, dann darf das Kind entscheiden.

Aber halt nur, wenn es ok ist fürs Kind.
(Ich musste mal ein paar Wohcen probeweise Handball machen und hab schon immer einen Abend vorher Bauchschmerzen und Nervosität gehabt. Trotzdem musste ich 4-5 Wohcen hin. Das war scheiße!!!)
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Elena
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Elena »

Lola85 hat geschrieben:

Ich denke, meine Aufgabe ist es, Ihnen das Angebot zu zeigen und sie entscheiden dann, ob und was davon sie machen wollen...
Das sehe ich im Prinzip auch so, allerdings muss man da auch sehr kritisch sich selbst gegenüber sein. Man ist manchmal doch zu schnell dabei, sein Kind in eine Schublade einzuordnen wie "So war ich auch, ich mochte Sport auch nicht" und dann darin zu lassen. Man würde also evtl. dem Kind auch nur bestimmte Angebote machen bzw. bei manchen gut zureden und anderen von vornherein unter den Tisch fallen lassen. Nicht so einfach. Ich finde deshalb die Richtlinie "was Sportliches und was Künstlerisches" nicht so schlecht, wenn man sie nicht sklavisch befolgt, aber auch selbst als Ansporn sieht, seinen Horizont zu erweitern.
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Jamelek
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Jamelek »

Ich bin auch 10 Jahre durchs Ballett getrietzt worden. Also dem Kind aufdrängen definitiv nein. Aber anbieten schon, finde Sport, Sportverein schon eine gute SAche für die Entwicklung.
Also habe ich es bei Kind groß schon so gehandhabt, dass er immer einen Sport ausgeübt hat. Wenn der ihm nicht mehr gefallen hat, sollte er sich halt einen anderen aussuchen. Wobei er auch sehr sportlich ist. Ein absolut unsportliches KInd würde ich auch nicht gewaltsam hinzwingen.

Musikinstrument hat meiner nie gespielt. Ich bin selber ziemlich unmusikalisch und da er dahingehend nie ein Interesse geäußert hat, kam das gar nicht groß ins Gespräch. Jetzt 9. Klasse Gymnasium sagt er selber, das Lernen und die Grundkenntnisse eines Instruments werden im Musikunterricht fast vorausgesetzt. Jedenfalls hier im Ort, wo halt doch viele Kinder Geige, Klavier oder sonstiges spielen. Also werde ich das bei Kind Klein auch ein wenig mehr anregen.
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SchneFiMa
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von SchneFiMa »

Hier machen beide auch einen Sport und ein Instrument. Hat sich so ergeben.

Gibt es bei euch Ferienspiele? Hier gibt es in den Herbst- und Sommerferien immer Freizeitangebote, wo sich auch die verschiedenen Vereine vorstellen. Die Kinder können also mal schwimmen gehen, reiten, zum Volleyball, tanzen, Judo oder auch zur Leichtathletik und finden so vielleicht etwas raus? Die Angebote hier sind teilweise ab 5, meist ab 6. Skaten und Klettern für etwas ältere. Es sind auch Kunstkurse dabei oder mal zum Imker gehen, die Pfadfinder bieten etwas an.

Meine Tochter möchte gerne zur Leichtathletik gucken und das soll sie dann auch.

Vielleicht findet ihr so etwas, was ihr Spaß macht? Oder mal fragen, ob es ein Instrumentenkarussel bei der Musikschule gibt?

Es ihr einfach anbieten, egal, was man selber davon hält oder wie es in der Vergangenheit bei einem selber lief. Mein Mann kannte sowas auch nicht und meinte erst, dass die Kinder das nicht brauchen, inzwischen sieht er aber, wie gut es ihnen gefällt und freut sich drüber. Meine Kleine ist zufällig in einen Ballettkurs gerutscht und nun macht sie das bald 2 Jahre und ist (meistens) begeistert dabei. Ich hätte mir nie vorstellen können, dass das mal eins meiner Kinder macht, aber nun ist es absolut ok. Die Große geht schwimmen und beide spielen Flöte.
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Amber
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Re: Dem Kind ein Hobby aufzwängen

Beitrag von Amber »

Ich sehe zu früh begonnene Hobbies wie z.B. Sportverein oder Instrument aus einem weiteren Grund eher kritisch: es bleibt dann keine Zeit mehr, wenn das Kind etwas anderes machen möchte, ohne auf die sozialen Kontakte des bisherigen Hobbies verzichten zu müssen. Ich hoffe man versteht was ich meine. Wenn Sport 1 zwar nicht so gefällt aber die Kinder im Verein so nett sind dann bleibt man dabei. Wegen der Kinder, nicht wegen des Sports. Mit dem Ergebnis, dass man die Sportart (oder Instrument oder sonstwas) die man später eigentlich beginnen möchte aus Zeitgründen sein lässt.

Wie viele von uns Erwachsenen haben als Kind xy gemacht, nach Schulabschluss aber nicht mehr? Das zeigt doch deutlich, dass es eben nicht ums Hobby ging sondern eher um gemeinsame Freizeitgestaltung.

Ich musste ein Instrument mit 6 lernen. Nach meiner Wahl. Nun die Geige habe ich nach ein paar Jahren aus meinem Leben verbannt. Danach Klavier bis zum Abi. Heute spiele ich vielleicht einmal im Jahr. Sportverein? Ich galt als unsportlich, weil ich alles mit Bällen hasse. Erst mit Mitte 20 habe ich meinen Sport gefunden, für den ich als Jugendliche keine Zeit hatte - schließlich darf man nichts Neues machen ohne seine bisherigen Hobbies zu vernachlässigen :? . Nein, meine Kinder werden nichts machen müssen, wenn sie es nicht wirklich selber machen wollen. Musikalische Bildung kann man wunderbar auch vermitteln, ohne ein Kind durch Instrumentenunterrricht zu quälen. Freude an Bewegung gibts auch ohne Sportverein.
"On ne connaît son chemin que quand on arrive au bout." (Le Destin - Bénabar) 🎶
Amber mit dem Elftklässler (Mai 2009) und der Neuntklässlerin (Januar 2011)
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